BZ-Aktion Gemeinsam gegen die Not vor Ort

Von Heidi Falk
Manfred Gläser, Vorsitzender der BZ-Aktion (Achter von links), und Stefan Gläser, Geschäftsführer der BZ (Zweiter von links), überreichten im Verlagshaus in Anwesenheit von BZ-Mitarbeitern den Vertreterinnen und Vertretern der Institutionen, die in diesem Jahr von der Weihnachtsaktion Menschen in Not bedacht werden, die symbolischen Spendenschecks.  Foto: /Martin Kalb

Die überwältigende Spendenbereitschaft der BZ-Leser und -Leserinnen ermöglicht es, Menschen in Not zu helfen. Die Spendensumme 2025 beträgt 134.773,36 Euro.

Es ist bereits seit vielen Jahren zur liebgewordenen Tradition geworden, dass sich kurz vor Weihnachten Menschen verschiedener Einrichtungen aus dem Landkreis Ludwigsburg im Verlagshaus der Bietigheimer, Sachsenheimer und Bönnigheimer Zeitung versammeln. Der Grund dazu könnte nicht schöner sein: Es geht darum, denjenigen Menschen aus dem Landkreis etwas Gutes zu tun, die in Not geraten sind.

561 Einzelspenden gab es 2025

Die BZ-Aktion Menschen in Not findet bereits zum 49. Mal statt und auch in diesem Jahr zeigte sich erneut die überwältigende Spendenbereitschaft der Leserinnen und Leser der BZ. Insgesamt 561 Einzelspenden sind eingegangen, von Einzelpersonen, Familien, Unternehmen, Vereinen und anderen Gruppierungen aus dem gesamten Einzugsgebiet der BZ – und darüber hinaus. Insgesamt kam ein Spendenbetrag von 134.773,36 Euro zusammen. Dafür hat Manfred Gläser, Vorsitzender der BZ-Aktion Menschen in Not, klare Worte: „Ich danke allen, die sich eingebracht haben und denjenigen etwas abgeben möchten, die Hilfe benötigen.“ Er sei oftmals darauf angesprochen worden, dass es auch im Landkreis Ludwigsburg Leid und Unterstützungsbedarf gebe, dass auch vor Ort Menschen in Not geraten seien. „Diesen Menschen zu helfen, dieser Bitte kommen wir Dank der Spendengelder der BZ-Leser und -Leserinnen sehr gerne nach“, so der Vereinsvorsitzende.

Die auch in diesem Jahr überwältigende Spendensumme in Höhe von 134.773,36 Euro zeige wieder, dass die Weihnachtsaktion der BZ tief in der Gesellschaft verankert sei, „weil alle Beträge ohne Abstriche an die Adressaten übergeben werden und in unserer Berichterstattung jederzeit nachvollzogen werden kann, was mit den Spendengeldern gemacht wird“, resümierte Manfred Gläser.

Teil des Treffens im Verlagshaus ist auch, dass die Organisationen, die die Spendengelder empfangen, aus dem vergangenen Jahr berichten. So erzählte etwa Eva Teufel, die Leiterin der Jugendhilfe Hochdorf, vom Projekt „Miteinander ohne Gewalt“, das in diesem Schuljahr an der Sachsenheimer Kirbachschule läuft: „Wir haben mit dem Projekt begonnen, ohne die Finanzierung final geklärt zu haben. Es hat aber auch Dank der BZ-Aktion geklappt.“ Im Projekt geht es darum, Jugendlichen zwischen zwölf und 16 Jahren ein Angebot zu schaffen, um gegen mangelnde Impulskontrolle, wiederkehrende Regelverstöße und Arbeitsverweigerung anzugehen.

Und auch Christa Holtzhausen und Sabine Uhl vom Kinderschutzbund Ludwigsburg, der für den ganzen Landkreis zuständig ist, berichteten von verschiedenen Projekten, die Kindern in der Not beistehen. Etwa durch das telefonische Angebot, der „Nummer gegen Kummer“, unter der Kinder und Jugendliche kostenfrei anrufen und sich ihre Sorgen von der Seele reden können. Aber auch der „Sprach- und Spielkiste“, die in Flüchtlingsunterkünften im Kreis Sprachförderung leistet und damit Kitas und Schulen entlastet, und den Kindern kleine Glücksmomente geben möchte.

Die Spendengelder sind bitter nötig

Petra Tolksdorf berichtete vor allem vom Herzstück des Familienzentrums der Caritas in Bietigheim-Bissingen: der Sozialberatung. Gerade in Zeiten klammer Kassen sei es schwer, das Angebot aufrechtzuerhalten, weil es selbstfinanziert sei, „aber gerade jetzt brauchen die Menschen Hilfe.“ Es gebe große Ängste und Sorgen. Zum Teil gehe es um Energiearmut, es kämen Rentnerinnen mit einer Rente, die nicht einmal für die Miete reicht, oder um Hilfsbedürftigkeit beim Stellen von Anträgen. Auch Andrea Magenau von der Diakonischen Bezirksstelle Vaihingen berichtete von viel Leid und betonte: „Der Nothilfefond, der unter anderem durch die BZ-Aktion finanziell unterstützt wird, ermöglicht uns, die Menschen schnell und unbürokratisch zu unterstützen.“ Gerade vor Weihnachten kämen Menschen mit leeren Kühlschränken oder leeren Heizölspeichern – da sei schnelle Hilfe gefragt. „Die BZ-Aktion pflanzt Hoffnungsbäume, damit das Leben zurückkehren kann in eine karge Landschaft“, so Magenau.

Rolf Schnee vom Bietigheim-Bissinger Förderverein „Kusaida Afrika – Helfen in Afrika“, der sich in Tansania engagiert, berichtete von Erfolgen: „Das College in Tansania macht Fortschritte, die Schülerzahlen haben zugenommen.“

Michael Ellinger vom Vorstand der Freunde und Förderer des Krankenhauses Bietigheim sagte: „Anfangs hieß es: ‚Wir sind doch kein Kinderkrankenhaus. Wofür brauchen wir Klinikenclowns?’ Das höre ich mittlerweile nicht mehr.“ Zur Übergabe mitgekommen war auch Fabian Link, der die Anwesenden mit herzerweichenden Geschichten aus seinem Alltag als Klinikenclown zu begeistern wusste. „Ein Clown bringt Leichtigkeit in die Kommunikation, aber auch ein Stück von der realen Welt in den Klinikenalltag“, so Link, der als Clown Bruno heißt.

Die Spendenempfänger der 49. BZ-Aktion

Sieben Organisationen haben die Mitglieder des Vereins BZ-Aktion 2025 einstimmig ausgewählt:

 
 
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