Caterer für Bietigheim-Bissinger Schüler und Kindergartenkinder Neue Mittagsverpflegung in Aussicht

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Der Bietigheim-Bissinger Gemeinderat entscheidet am Dienstag über die Vergabe der Kita- und Schulverpflegung. Foto: dpa

Der Gemeinderat entscheidet am Dienstag über die Vergabe der Verpflegung für Kitas, Ellentalgymnasien und Sandschule. Die Anbieter kommen aus Bönnigheim und Rheine.

Nachdem der Pächter der Mensa an den Ellentalgymnasien aufgehört hat, der auch die Schule im Sand mit Essen versorgte, hat die Stadt die Verpflegung der Schüler national und europaweit neu ausgeschrieben – und die von elf Kindertageseinrichtungen gleich mit (die BZ berichtete). Inzwischen ist das Ergebnis der Ausschreibung da, und die Stadtverwaltung schlägt dem Gemeinderat, der am Dienstag tagt, zwei Caterer vor, die die Versorgung der Schüler und Kindergartenkinder ab dem kommenden Jahr übernehmen sollen.

Die Bewirtschaftung der Mensa der Gymnasien im Ellental und die Belieferung der Schule im Sand sowie die Belieferung der neuen Grundschule im Ellental (letztere ab September 2024) soll demnach die Firma „apetito catering“  mit Sitz im westfälischen Rheine übernehmen. Es wurden laut Stadtverwaltung überhaut nur zwei gültige Angebote abgegeben, von denen apetito catering mit einem Wertungspreis von 534 581 Euro das wirtschaftlichere vorgelegt hat. Der Wertungspreis dient indes nur der Vergleichbarkeit der Angebote. Tatsächlich werden im laufenden Vertragsverhältnis laut Stadtverwaltung nur die tatsächlich bestellten und abgerufenen Essen abgerechnet.

Option auf Verlängerung

Für die Kita-Belieferung ging sogar nur eine Bewerbung ein, nämlich von der Better Taste GmbH/Lunch & More in Bönnigheim. Der Auftrag wurde in zwei Lose aufgeteilt, wobei Los 1 die Kitas Allensteiner Straße, Breslauer Straße, Fliederweg und Lugstraße sowie die Kinderhäuser Buch und Domino umfasst, Los 2 die Kitas Farbstraße, Im Leintal, Kelterstraße, Kreuzäcker 1 und das Kinderhaus Untermberg. Der Wertungspreis beträgt in diesem Fall für beide Lose zusammen 1,35 Millionen Euro.

Ausgeschrieben wurde ein Rahmenvertrag, der mit Zuschlag zustande kommt und am 31. August 2024 endet. Der Vertrag räumt der Stadt eine Verlängerungsoption um ein weiteres Jahr bis zum 31. August 2025 ein.

Für die Verpflegung leisten in den Kitas die Erziehungsberechtigten eine monatliche Verpflegungspauschale, die seit 1. September 70 Euro pro Monat bei fünf Essenstagen pro Woche beträgt. Der Caterer rechnet mit der Stadt den vereinbarten Preis pro geliefertem Essen ab.

Bargeldloses System

In den Schulen wird über ein internetbasiertes, bargeldloses System das Essen jeweils mit den Erziehungsberechtigten direkt abgerechnet. Diesem liegt ein städtisches Treuhandkonto zugrunde. Auf dieses Konto wird durch die Eltern Geld einbezahlt. Essen kann nur bestellt werden, wenn sich ausreichend Guthaben darauf befindet. Auch Schüler aus einkommensschwachen Familien müssen nicht darben: Für sie übernimmt die Wiedeking-Stiftung das Essensgeld mit einem Eigenanteil von einem Euro.

Wie berichtet sieht das Verpflegungskonzept der Stadt vor, dass die Caterer ein „abwechslungsreiches, gesundheitsförderliches und altersgerechtes Speiseangebot“ bieten. Es soll zwei Menülinien geben, der Bioanteil soll sowohl bei den Sättigungsbeilagen als auch beim Fleisch 20 Prozent betragen.

 
 
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