Nach der Tor-Gala am Freitag gegen Weiden beim 7:3-Heimsieg haben die Bietigheim Steelers am Sonntag eine 3:5-Pleite in Rosenheim hinnehmen müssen. Die bis dahin punktlosen Oberbayern sind dabei vor allem in ihrer Chancenverwertung besser als die Ellentäler, deren Aufholjagd schließlich zu spät kommt.
DEL2 Die Aufholjagd der Steelers kommt zu spät
Bei den Starbulls Rosenheim können die Bietigheim Steelers nur im Schlussdrittel überzeugen und verlieren bei den Oberbayern aber mit 3:5.
Steelers-Trainer Tim Kehler vertraute in der ersten Reihe jener Formation, die gegen Weiden gut funktioniert hatte. Für Marek Racuk, der in Rosenheim fehlte, rückte Justin Büsing in die zweite Reihe. Erstmals überhaupt im DEL2-Kader der Bietigheimer stand Goalie Dean Döge, den Platz zwischen den Pfosten nahm aber Felix Noack ein.
Die ersten drei Liga-Spiele hatten die Starbulls gegen Ravensburg, Kassel und Landshut verloren und standen gegen die Ellentäler schon etwas unter Druck. Das Team von Jari Pasanen fing mit hohem Tempo an. Lewis Zerter-Gossage prüfte Felix Noack früh. Doch der konnte das Bein ausfahren und parieren. Die erste Unterzahl-Situation überstanden die Gäste noch. Doch als Mai Crnkic wegen Beinstellens zwei Minuten vom Eis musste, schlug der Puck zum ersten Mal im Bietigheimer Kasten ein.
Rosenheimer Doppelschlag
Starbulls-Kapitän Ryan McKiernan besorgte mit einem kraftvollen One-Timer die 1:0-Führung (11.). Nur eine Minute später umkurvte Jordy Bellerive das Steelers-Tor und seine scharfe Hereingabe konnte Noack nur abprallen lassen. Scott Feser stand goldrichtig und verwertete den Rebound zum 2:0 für Rosenheim. Hatten die Steelers in den letzten beiden Partien noch aus allen Lagen aufs Tor geschossen, verzeichneten sie im ersten Drittel in Rosenheim nur fünf Schüsse.
Dank drittelübergreifendem Power-Play starteten die Gäste in Überzahl in Durchgang zwei. David Cernys Schuss auf das Starbulls-Gehäuse traf nur das Außennetz. Nach einer von Arne Uplegger eingeleiteten Kombination legte Jack Dugan quer auf Mike Fischer in die Box und der feuerte den Puck zum Anschlusstreffer ins Tor (21.). Die Steelers übten weiter viel Druck aus und waren nun die für einige Minuten die klar überlegene Mannschaft.
Aber die Oberbayern stabilisierten sich schon bald wieder. Gegen die weit aufgerückten Gäste gelang den Rosenheimern der Gegenschlag. Lukas Laub konnte mit dem Hartgummi alleine auf Noack zufahren, verzögerte geschickt und schoss zum 3:1 ein (32.). Nur zwei Minuten später sah sich der Steelers-Keeper der nächsten Eins-gegen-Eins-Situation ausgesetzt. Nach einem Pass von Zerter-Gossage tauchte Samir Kharboutli vor dem Bietigheimer Keeper auf. Und auch der 27-Jährige netzte ein zum 4:1.
Im Schlussdrittel erregte eine Aktion von Jack Dugan die Gemüter. Der Bietigheimer Goldhelm setzte einen harten Check gegen Rosenheims Zerter-Gossage. Nach Überprüfung der Videobilder erhielt Dugan eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Da auch gegen Matthias Pape eine Strafe ausgesprochen wird, ging es im Fünf-gegen-Drei weiter. Praktisch mit Ablauf der doppelten Überzahl schlug ein Schuss von McKiernan im Bietigheimer Tor zum 5:1 ein (46.).
Späte Aufholjagd
Als es nach dem Powerbreak wieder in voller Mannschaftsstärke weiterging, leiteten die Steelers eine Aufholjagd ein. Einen Schuss von Fonstad musste Starbulls-Keeper abprallen lassen und Lois Spitzner gelang so der Treffer zum 2:5 (53.). Von der blauen Linie netzte Steven Raabe drei Minuten vor Ende zum 3:5 ein (57.). Doch mehr passierte nicht mehr.
„Wir wussten, was uns in Rosenheim erwarten würde“, sagte Tim Kehler nach dem Spiel. „Wir hatten einen guten Start, die beiden frühen Strafzeiten haben uns aber die Füße weggezogen. Auf einiges könne wir aber aufbauen.“
Am Freitag (19.30 Uhr) sind die Steelers zu Gast bei den Dresdner Eislöwen.
