DEL2 Steelers lösen das direkte Playoff-Ticket

Von Manuel Schust
Bei seinem Treffer zum 3:1 war Steelers-Stürmer Bastian Eckl nicht von der Scheibe zu trennen und schüttelte sämtliche DEG-Verteidiger ab. Foto: /Duckwitz/PIX-Sportfotos

Mit einem 4:1-Auswärtssieg bei der Düsseldorfer EG krönen die Bietigheim Steelers eine großartige Hauptrunde und feiern durch den Erfolg die direkte Playoff-Teilnahme.

Nach der Heimniederlage gegen Landshut haben die Bietigheim Steelers die richtigen Antworten gefunden und bei der Düsseldorfer EG einen überzeugenden 4:1-Sieg feiern können. Durch den Erfolg über die Rheinländer steht fest, dass die Ellentäler die DEL2-Hauptrunde unter den ersten Sechs beenden werden. Damit ist dem Team von Trainer Dück die direkte Playoff-Teilnahme zwei Spieltage vor Ende nicht mehr zu nehmen. Rechnerisch ist in den verbleibenden beiden Partien sogar noch Rang vier und damit das Heimrecht im Viertelfinale drin.

Dostie feiert sein Comeback

Die Ellentäler mussten bei der Düsseldorfer EG auf Marek Racuk und Alexander Preibisch verzichten, beide waren gegen Landshut verletzungsbedingt ausgeschieden. Dafür kehrte Alex Dostie zurück in den Kader der Steelers. Zuletzt hatte der Kanadier am 11. Januar eine Partie für die Bietigheimer bestritten und war anschließend aus privaten Gründen in die Heimat zurückgekehrt. Dostie stand direkt in der Startformation neben Arne Uplegger, Tim Schüle, Cole Fonstad und Mike Fischer. Das Bietigheimer Tor hütete einmal mehr Olafr Schmidt. 

Die Steelers erwischten einen guten Start in die Partie. Nach Zuspiel von Alex Dostie hatte Cole Fonstad die Chance, die Gäste früh in Führung zu bringen (4.). Doch DEG-Keeper Niklas Lunemann machte das lange Eck gerade noch rechtzeitig zu. Tim Schüle erwischte seinen Gegenspieler Erik Brown dann unglücklich mit dem Schläger im Gesicht, was eine Zwei plus Zwei-Minuten-Strafe nach sich zog. Trotz enormer Druckphase überstanden die Ellentäler die vier Minuten in Unterzahl. Doch Düsseldorf nahm den Schwung mit und wurde nun aktiver. Einen Pass über die Bande von SCB-Verteidiger Sören Sturm antizipierte Erik Bradford. Der Kanadier spielte nach Puckeroberung einen perfekt getimten Rückhand-Pass in den Slot auf Nick Baptiste, der per One-Timer zur 1:0-Führung einnetzte (19.).

Nur 36 Sekunden waren im Mitteldrittel gespielt, da schlugen die Steelers zurück. Mike Fischer und Arne Uplegger setzten sich auf der linken Seite gut durch. Uplegger spielte die Scheibe dann auf den völlig frei stehenden Alex Dostie. Und dem Rückkehrer gelang es, DEG-Keeper Lunemann auf der Fanghandseite zu überwinden und den Ausgleich zu erzielen (21.).

Doppelschlag zur Führung

Bietigheim konnte zwar das anschließende Power Play nicht nutzen, blieb aber das dominierende Team. Brett Kemp fand den auf dem langen Pfosten lauernden Jack Dugan, der die Gäste zur Führung schoss (28.). Düsseldorfs Verteidigung wirkte weiter desorientiert. Nur eineinhalb Minuten später konnte kein DEG-Verteidiger Bastian Eckl von der Scheibe trennen. Der Bietigheimer Stürmer setzte sich vor dem Tor fest und stocherte die Scheibe über die Linie zum 3:1 (29.). Die Ellentäler dominierten das Mitteldrittel.

Zu Beginn des Schlussdrittels drängten die Düsseldorfer zwar auf den schnellen Anschlusstreffer. Doch entweder waren die Abschlüsse der Hausherren zu wenig präzise oder aber sie scheiterten an SCB-Goalie Olafr Schmidt. Auch aus Überzahl-Situationen konnte Düsseldorf weiterhin keinen Profit schlagen. Am anderen Ende des Spielfelds scheiterte Brett Kemp vor dem jungen DEG-Keeper Lunemann. Die Steelers hatten die Partie unter Kontrolle.

Zweieinhalb Minuten vor Ende zog die DEG den Goalie. Aber auch im 6-gegen-5 landeten die Schüsse der Hausherren nur im Fanghandschuh von Schmidt. Cole Fonstad sorgte mit dem Empty-Net-Treffer in der Schlussminute für den 4:1-Endstand.

„Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft“, betonte Steelers-Trainer Alexander Dück nach der Partie. „Welche Hürden die Jungs genommen haben und zusammen so eine Leistung abrufen, egal wer ausfällt und wer im Line-Up ist: großes Lob an die Mannschaft.“

Am Freitag (19.30 Uhr) sind die Lausitzer Füchse zu Gast in der Ege-Trans-Arena.

 
 
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