Die Bietigheim Steelers haben das Auftaktspiel in der DEL2-Viertelfinal-Serie bei den Ravensburg Towerstars in Verlängerung mit 3:4 verloren. Nach einem frühen 0:3-Rückstand drehte das Dück-Team die Partie. Doch Ravensburgs Thomas Reichel entschied das Spiel im Sudden Death. Damit liegen die Steelers in der Best-of-seven-Serie 0:1 hinten.
DEL2 Steelers verlieren nach Aufholjagd
Trotz eines frühen 0:3-Rückstands gleichen die Bietigheimer die Partie aus, verlieren aber das erste Viertelfinalspiel in Ravensburg in der Verlängerung unglücklich mit 3:4.
Neben Goalie Olafr Schmidt schickte SCB-Trainer Alexander Dück Arne Uplegger, Tim Schüle, Cole Fonstad, Alex Dostie und Goldhelm Jack Dugan in der ersten Reihe auf das Eis. In der spielfreien Woche hat sich das Steelers-Lazarett etwas gelichtet. Maximilian Söll und Kapitän Alexander Preibisch meldeten sich im Aufgebot zurück.
Doppelschlag von Rassell
Gerade mal 31 Sekunden dauerte es, bis das erste Tor fiel. Die Steelers verloren in der Vorwärtsbewegung den Puck. Ravensburg schaltete blitzschnell um und die Scheibe kam zum alleine aufs Tor zustürmenden Mark Rassell. Der Toptorschütze der Hauptrunde schob das Hartgummi durch die Beine von SCB-Keeper Schmidt ins Tor zur schnellen Führung.
Die Steelers kamen durch Fonstad und Kemp zwischenzeitlich zu Chancen, scheiterten aber an RVT-Keeper Ilya Sharipov. Durch gutes Forechecking forcierten die Towerstars in der achten Minuten einen Scheibenverlust der Bietigheimer im eigenen Drittel. Über Erik Karlsson und Robbie Czarnik landete der Puck beim vor dem Tor positionierten Mark Rassell. Der 29-Jährige besorgte mit der Rückhand das 2:0 für die Oberschwaben (8.).
Nach dem zweiten Treffer waren die Gastgeber klar überlegen. Die Ellentäler agierten viel zu passiv und machten es den Towerstars leicht, zu guten Chancen zu kommen. In der 16. Minute ging Alec Alroth mit viel Tempo an Arne Uplegger und Tim Schüle vorbei und netzte zum 3:0 ein.
Ins Mitteldrittel starteten die Steelers deutlich verbessert. Durch den im Zentrum angespielten und direkt abziehenden Alexander Preibisch (22.) kamen die Gäste direkt zu einer großen Chance. Aber wieder war Ravensburgs Goalie Sharipov zur Stelle. Auch die Towerstars hatten gute Gelegenheiten. Doch auf Olafr Schmidt war Verlass. Gegen Jack Dugan und Mick Hochreither verhängte Strafzeiten brachten die Gäste zweimal in Unterzahl. Die überstanden sie aber schadlos. Im Fünf-gegen-fünf ließ Jack Dugan die bis dahin größte Chance liegen. Nach Zuspiel von Fonstad kam der Steelers-Goldhelm frei zum Schuss, aber er setzte die Scheibe am Kasten vorbei (30.).
Die Aufholjagd beginnt
Die Bietigheimer konnten sich nun phasenweise richtig gut festsetzen und suchten schnelle Abschlüsse. Im ersten Power Play gelang Cole Fonstad durch einen Schuss ins lange Eck der verdiente Anschlusstreffer (39.). Den Schwung aus dem Mitteldrittel nahmen die Ellentäler mit in den Schlussabschnitt. Mit viel Tempo ging Filip Reisnecker um das Ravensburger Tor herum und bediente den einschussbereiten Luis Ludin, der zum 2:3 einnetzte (42.). Jetzt war Feuer in der Partie und Ravensburg zeigte sich sichtbar beeindruckt. Die Steelers drückten das Gaspedal weiter voll durch und drängten auf den Ausgleich. Bastian Eckl setzte gut nach und eroberte die Scheibe im gegnerischen Drittel. In Kombination mit Jack Dugan ging die Scheibe zu Cole Fonstad, der mit seinem zweiten Treffer den Ausgleich erzielte (48.).
Weiter blieben die Gäste die aktivere Mannschaft in einem immer härter werdenden Spiel. Doch die ganz großen Chancen gab es jetzt auf beiden Seiten nicht mehr. Und beide Teams waren bemüht, Fehler und Risiko zu minimieren. Daher ging es nach 60 Minuten in die Verlängerung.
Entscheidung in der Verlängerung
In der war Vorsicht geboten, denn im Sudden Death würde das erste Tor entscheiden. Die Steelers gerieten nach einer Strafzeit gegen Jack Dugan in Unterzahl. Aber Ravensburg blieb in Überzahl erneut zu harmlos. Filip Reisnecker konnte eine gute Chance nicht nutzen. Die Towerstars ließen anschließend die Scheibe gut durch die eigenen Reihen laufen. Ryan Odude forderte an der blauen Linie den Puck, bekam ihn und zog ab. Thomas Reichel fälschte die Scheibe mit dem ausgestreckten Schläger entscheidend ab zum 4:3-Sieg der Ravensburger.
Das zweite Spiel der Serie findet am Freitag (19.30 Uhr) in der Ege-Trans-Arena statt.
