DEL2 Steelers zahlen Lehrgeld in Dresden

Von Manuel Schust
Bei seiner Rückkehr nach Dresden musste Ex-Eislöwe Arne Uplegger eine Niederlage hinnehmen. Foto: /Julia Peter

Bei den Dresdner Eislöwen verspielen die Bietigheim Steelers eine 2:0-Führung im Schlussdrittel und verlieren die Partie noch mit 2:3.

Über 40 Minuten hatten die Ellentäler beim letztjährigen DEL-Absteiger alles im Griff und führten mit 2:0. Doch im Schlussdrittel profitierten die Eislöwen von mehreren Strafzeiten gegen die Gäste und drehten binnen fünfeinhalb Minuten die Partie zu ihren Gunsten. Die Bietigheimer mussten eine bittere 2:3-Niederlage hinnehmen. Mit drei Veränderungen gegenüber der 3:5-Niederlage gegen Rosenheim gingen die Steelers in die Partie in Dresden. Zwischen den Pfosten stand bei den Ellentälern Keanu Salmik statt Felix Noack. Für den mit einer Spielsperre belegten Jack Dugan rückte der slowenische Stürmer Mai Crnkic in die erste Reihe. Wieder mit im Aufgebot war auch Marek Racuk.

Die 3500 Zuschauer in der Joynext Arena erlebten zunächst ein recht zähes Spiel mit vielen Fehlpässen und Stockfehlern. Die Eislöwen hatten nach drei Minuten eine starke Phase, doch die Schüsse aufs Tor stellten für Steelers-Keeper Keanu Salmik keine Herausforderung dar. Da beide Abwehrreihen gut arbeiteten und die Angriffsformationen zu fehlerhaft agierten, kam kaum ein richtiger Spielfluss zustande und auch Großchancen blieben folglich auf beiden Seiten aus.

Raabe trifft zur Führung

Als Dresdens Felix Krüger wegen Beinstellens kurz vor Ende des ersten Drittels auf der Strafbank Platz nehmen musste, nutzten die Gäste die Überzahl eiskalt aus. Nolan Ritchie spielte den an der blauen Linie stehenden Steven Raabe frei. Und der hämmerte die Scheibe über die Fanghand von Dresdens Keeper Marvin Berbner zum 1:0 ins Netz (18.).

Die Partie wurde ab dem zweiten Drittel attraktiver. Ein Schuss von Nolan Ritchie rutschte Berbner durch die Schoner. Doch die kurz frei im Torraum liegende Scheibe, konnte vom Eislöwen-Keeper kontrolliert werden. Ein erstes Überzahlspiel brachte den Hausherren nichts ein. Auch als beide Teams wieder komplett waren, konnte Dresden die Druckphase aufrechterhalten. Dane Fox und Felix Krüger vergaben gute Chancen für die Gastgeber. Doch direkt im Gegenangriff scheiterte Steelers-Kapitän Alexander Preibisch zweimal an Dresdens Keeper. Es entwickelte sich nun ein offener Schlagabtausch. Mit einem genialen Anspiel brachte Maxi Söll die Scheibe zu Cole Fonstad, der mit der Scheibe alleine auf Dresdens Keeper zufahren konnte. Goalie Berbner konnte zwar gut parieren, doch den Rebound sicherte sich David Czerny, der zum 2:0 abstauben konnte (35.).

Eislöwen drehen die Partie

Durch zwei Überzahl-Situationen kamen die Eislöwen im Schlussdrittel dann aber zurück in die Partie. Nachdem gegen Mike Fischer eine Strafe wegen Beinstellens ausgesprochen wurde, geriet der Bietigheimer Kasten unter Dauerbeschuss. Dresdens Verteidiger Ryan MacKinnon zog von der blauen Linie ab und der Puck knallte ins rechte Eck zum Anschlusstreffer (48.). Nur drei Minuten später war die Scheibe schon wieder im Steelers-Kasten. Erneut in Überzahl nahm sich Adam Helewka ein Herz und schoss die Scheibe über Salmiks Stockhandschuh-Seite zum Ausgleich ein. Dresden erhöhte weiter die Schlagzahl und drängte nun auf den Führungstreffer. Und den erzielte Bruno Riedl mit einem knallharten Schuss von der blauen Linie (53.). Wieder war Salmik chancenlos, da Dresdens Jan Nijenhuis ihm die Sicht versperrt hatte.

Die Steelers konnten anschließend ein Power Play nicht nutzen und gerieten kurz vor Spielende durch einen Wechselfehler selbst in Unterzahl. Die im Schlussdrittel erkämpfte Führung ließen sich die Eislöwen nicht mehr nehmen und feierten einen 3:2-Sieg.

„Das war heute eine Lehrstunde für ein junges Team, wie man nicht bei einer 2:0-Führung spielen sollte“, sagte Steelers-Trainer Tim Kehler in der Pressekonferenz nach dem Spiel. „Wir haben auswärts zwei außergewöhnlich gute Drittel gespielt, gut verteidigt und unsere Power Plays genutzt, aber leider haben wir eine Lektion erteilt bekommen, die auf Kosten von Punkten geht. Aber das nehmen wir so hin und werden dadurch besser.“

Am Sonntag (17 Uhr) empfangen die Ellentäler mit den Kassel Huskies den Vorjahresfinalisten der DEL2.

 
 
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