Der Ingersheimer Bürgermeister ist verabschiedet worden Abschiedsgrüße für Volker Godel

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Volker Godel mit Ehefrau Marianne bei seiner letzten Ratssitzung am Dienstag in der SKV-Halle. ⇥ Foto: Werner Kuhnle

Der Ingersheimer Verwaltungschef appelliert in seiner letzten Rede an die Gemeinsamkeit.

Es hätte alles feierlicher sein können. Monatelang haben sich die Gemeiderätinnen Hanne Hallmann, Ursula Heinerich und Hilde Grabenstein Gedanken über eine würdige Abschiedsfeier für den langjährigen Bürgermeister Volker Godel gemacht. Nun hat Corona auch dies zunichte gemacht, und trotzdem wurden Grüße zum Amtsende überbracht – per Kurzfilm.

Zu Wort kamen Landrat Dietmar Allgaier, der FDP-Landesvorsitzende Michael Theurer, der Godel irrtümlich auch im Landesvorstand der Obst- und Gartenbauvereine verortete, und der frühere Regierungspräsident Johannes Schmalzl. Ebenso der Hauptgeschäftsführer der Evangelischen Heimstiftung, Bernhard Schneider, die neue Bürgermeisterin Denise Stoeckle und Jean-Marc Bettinger aus der elsässischen Partnergemeinde, Pfarrer Ingo G. Walter, als Vertreter der Kirchengemeinden spielte er ein Lied auf der Gitarre, Bürgermeisterkollege Ralf Trettner aus Pleidelsheim und Friedrich Rühle, der einen Abschiedsgruß für die Ingersheimer Vereine sprach. Und auch die Beschäftigten im Rathaus sangen ihrem langjährigen Chef per Film ein Ständchen.

Hanne Hallmann verglich die Amtszeit Godels mit einer Motorradtour, eine große Leidenschaft des Bürgermeisters. Bei allem habe Godel die Gemeinde zielstrebig weiterentwickelt und Bleibendes für Ingersheim auf den Weg gebracht. Als Beispiele nannte sie unter anderem die Ortskernsanierungen in beiden Ortsteilen, den Anschluss der Kläranlage an Bietigheim-Bissingen, die Steillagenförderung, den Umbau der Schillerschule und Neubau der Schulkindbetreuung. „Für Sie war ihr Beruf eine Berufung“, so Hanne Hallmann. Volker Godel betonte in seiner Abschiedsrede, er sei in den zurückliegenden 24 Jahren kein Einzelkämpfer gewesen. Man habe gemeinsam Beschlüsse gefasst, auf die man auch gemeinsam stolz sein könne. „Ich bereue nichts, was wir gemeinsam erreicht haben“, so Godel. Sein besonderer Dank galt den sach- und fachkundigen Beschäftigten in der Verwaltung. So habe es kaum eine Fluktuation im Rathaus gegeben, was keine Selbstverständlichkeit sei. An seine Nachfolgerin Simone Haist gerichtet, meinte Godel, dies sei ein Schatz, den man pflegen müsse.

Als Geschenk bekam er eine Fotocollage mit den Teilortsnamen, gebildet von vielen Bürgern, einen Geschenkkorb und seine Ehefrau Marianne einen Blumenstrauß.

 
 
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