„Deutschen Waldtage 2020“ auch im Kreis In Sorge um den Wald

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Der Sachsenheimer Waldvon oben. Der Blick geht in Richtung Hohenhaslach (links hinten) und Kirbachtal.⇥ Foto: Helmut Pangerl

Vom 18. bis 20. September finden bundesweit die „Deutschen Waldtage 2020“ statt. Im Landkreis gibt es dazu zwei Veranstaltungen: Im Stromberg werden am 18. September Wanderungen angeboten.

Auf Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft und in Kooperation mit dem Deutschen Forstwirtschaftsrat sowie weiteren Unterstützern wie dem Deutschen Wanderverband finden in diesem Jahr vom 18. bis 20. September die Deutschen Waldtage statt. Hintergrund ist der aktuell schlechte Zustand der Wälder. „Trockenheit, Stürme und Schädlingsbefall haben die Wälder in Deutschland sichtbar geschädigt“, heißt es in einer Mitteilung der Veranstalter. Mit mehr als 500 Veranstaltungen bundesweit soll deshalb unter dem Motto „Gemeinsam! Für den Wald” für dieses Thema sensibilisiert werden.

 Im Landkreis ist die Situation nicht ganz so dramatisch. Zwar hat auch hier der  Wald mit den Veränderungen des Klimas zu kämpfen, wie Ralf Zellin, der stellvertretende Fachbereichsleiter  Wald beim Landratsamt Ludwigsburg, unlängst gegenüber der BZ erläutert hat. Es sei jedoch nicht so, dass hier flächig Waldbestände absterben. Dennoch: Nach Aussage des Forstexperten wird sich auch hier das  Waldbild in den nächsten Jahren verändern. Wegen der Trockenheit seien die Bäume geschwächt und deshalb auch anfälliger für alle Arten von Schädlingen und Pilzen. Die Forstleute beklagen insbesondere massive Schäden an der Fichte, das Eschentriebsterben greift weiter um sich.

Infos zum Schutz der Wälder

Laut der Mitteilung der Veranstalter der Waldtage ist diese Sorge um den Wald auch in der Politik angekommen.  Bund und Länder hätten bereits viel auf den Weg gebracht, heißt es. „Insgesamt 1,5 Milliarden Euro werden in den kommenden Jahren zur Verfügung stehen, insbesondere für Wiederaufforstungen und den klimaangepassten Waldumbau.“ Für den Wald der Zukunft komme es aber auch „auf die Solidarität und gemeinsame Verantwortung aller an“, denen der Wald am Herzen liege. Dazu sollen die Waldtage beitragen, bei denen man sich vor Ort über die Situation der Wälder und die Maßnahmen zu ihrem Schutz informieren und mit Waldexperten ins Gespräch kommen könne.

Im Landkreis ist dazu bei zwei Wanderungen durch den Stromberg am Freitag, 18. September, Gelegenheit. Die erste dauert von 9 bis 13 Uhr und führt zur Klosterausgrabungsstätte am Baiselsberg. Treffpunkt ist der Wanderparkplatz Klosterwaldseen an der Landstraße zwischen Vaihingen-Enz-Horrheim und Vaihingen/Enz-Gündelbach. Die zweite Wanderung geht von 15 bis 17 Uhr und führt zur Ruine Blankenhorn und in die Welt des Erdzeitalters Trias. Treffpunkt: Wanderparkplatz „Weißer Steinbruch“ an der Landesstraße 1110 zwischen Sachsenheim-Ochsenbach und Eibensbach.

Bundesministerin Julia Klöckner erhofft sich von den Veranstaltungen, dass die Bürger dazu animiert werden, etwas zum Klimaschutz beizutragen und „achtsames, rücksichtsvolles Verhalten im Wald“ zu zeigen.

Parallel dazu findet auch noch eine Online-Aktion unter dem Motto „Grünes Herz“ statt. Auch darin kann man laut der Mitteilung seine Sorge um den Wald zum Ausdruck bringen.

www.deutsche-waldtage.de/gruenesherz

 
 
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