DHB-Supercup Ex-Mitspielerinnen bei Roth im Kopf

Von Niklas Braiger
Trotz insgesamt sechs Paraden von Nicole Roth reicht es für ihr neues Team, die HSG Blomberg-Lippe, nicht zum Titel. Foto: Marco Wolf

Die Torhüterin spielte im Supercup auch für ihr ehemaliges Team.

Es ist zum ersten Mal in der Geschichte des deutschen Handballs, dass der Deutsche Meister und Pokalsieger nicht am Supercup teilnimmt. Bei der Ausgabe 2025/26 fehlt nämlich im Spiel der Frauen am vergangenen Samstag die HB Ludwigsburg, die aufgrund der anhaltenden Insolvenzgespräche von der Liga gegen den Thüringer HC ausgetauscht wurde. Da sich beinahe der gesamte Kader um einen neuen Verein bemüht hat, ist auch Nicole Roth bei einem neuen Klub untergekommen – dem eigentlichen Supercup-Final-Gegner der HBL, der HSG Blomberg-Lippe. Für die Torhüterin ist es direkt eine harte Feuertaufe gegen den letztjährigen European-League-Sieger aus Bad Langensalza, zuvor hatte sie nämlich noch kein Testspiel bestritten und lediglich mittrainiert. Am Ende reicht es trotz einer überragenden Anfangsphase der HSG nicht für den ersten Titel der Vereinsgeschichte, der THC gewinnt mit 31:30.

Roth startet im Tor

Trotz der kurzen Eingewöhnungszeit fängt die gebürtige Nürnbergerin beim Finale der Frauen im Münchner SAP-Garden direkt zwischen den Pfosten an, denn eingelebt hat sie sich gut. „Die Mädels sind super, die nehmen mich ganz herzlich auf“, sagt Roth nach der Partie, die dennoch noch ein bisschen Zeit brauchen wird: „Ich glaube, dass kommt von Stück zu Stück, man muss sich dran gewöhnen.“

In der Anfangsphase dominiert die HSG noch in ganzen Zügen, liegt zwischenzeitlich mit 13:4 in Front, dann kommt die Deckung der Niedersächsinnen aber nicht mit der siebten Feldspielerin aufseiten der Gegner klar. Gegen die freien Würfe ist auch Roth machtlos Zwar zeigt sie sechs Paraden und damit doppelt so viele, wie ihre beiden Mit-Keeperinnen, es reicht aber nicht. „Wir haben es über uns ergehen lassen. Das zurücklaufen hat nicht geklappt und dann liegt man auf einmal hinten“, erzählt sie. So holt der THC auf, zieht vorbei und feiert schlussendlich den vierten Supercup-Sieg der Vereinsgeschichte.

Revanche für Roth bleibt aus

Gleich doppelt bitter für Roth, die damit nicht nur direkt ihr erstes Spiel in den neuen Farben verliert, sondern auch mit dem THC noch eine Rechnung offen hat. Denn im Zuge der Insolvenz kam vonseiten der Thüringer und allen voran Coach Herbert Müller unschöne und wenig hilfreiche Kommentare gegen die HBL (die BZ berichtete). „Ich hab von vielen meiner Mädels aus Ludwigsburg Nachrichten bekommen und wollte den Pokal auch für sie holen. Das habe ich leider nicht geschafft“, sagt die Torhüterin niedergeschlagen.

 
 
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