Die neuen Kapitäne glänzen beim Löchgauer 3:1-Sieg zum Landesliga-Auftakt Führungsrolle verleiht Flügel

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Der neue Kapitän Tim Schwara (rechts) jubelt nach dem 2:0 mit seinem neuen Stellvertreter Janis Feufel. Beide steuerten jeweils einen Treffer zum Löchgauer 3:1-Sieg gegen Kaisersbach bei. ⇥ Foto: Avanti/Ralf Poller

Die beiden neuen Kapitäne Tim Schwara und Janis Feufel treffen beim Löchgauer 3:1-Sieg gegen Kaisersbach auf Anhieb. Paul Haile erzielt sein erstes Landesliga-Tor.

Gleich neben dem neuen Kunstrasenplatz des FV Löchgau pflegen die Sportschützen auf ihrer Anlage zu üben. Immer wieder ertönt ein lauter Knall, der eigentlich nicht zu einem Fußballspiel gehört. „Wir sind das gewohnt, auch aus dem Training. Darum schaffen wir es, diese Schüsse auszublenden. Für den Gegner ist das eher ein Handicap“, sagte FVL-Coach Thomas Herbst. Auch seine Schützlinge ließen es am Samstag kräftig knallen. Mit 3:1 gewannen sie in der Landesliga ihr Auftaktduell gegen den hoch eingeschätzten SV Kaisersbach. Hätte Gästekeeper Benedikt Neher nicht so famos gehalten, wäre der Löchgauer Sieg sogar noch wesentlich höher ausgefallen.

Pokal-Auftritte als Warnung

„Wir sind in der Vergangenheit oft schwer in die Runde gestartet. Heute wussten wir, dass wir von Anfang an da sein müssen – weil der Gegner einfach ein guter ist“, sagte Herbst und wies auf die jüngsten Kaisersbacher Galaauftritte im Pokal hin. Dort hatte der SVK nacheinander Türkspor Neckarsulm und den TSV Ilshofen eliminiert und dann in Runde drei Verbandsligist FSV Hollenbach in die Verlängerung gezwungen.

Nach der langen Pflichtspielpause zeigte sich der FVL beim Wiederauftakt schon erstaunlich gefestigt und überzeugte mit viel Tempo, Einsatz, einer guten Organisation und Spielwitz. Und das obwohl viele Kicker aufgrund von Blessuren oder eines Urlaubs noch gefehlt haben, darunter Stützen wie Peter Wiens, Mario Andric, Fabian Gurth oder Rückkehrer Eugenio Del Genio. Der Ex-Neckarremser hatte sich am Donnerstag im Abschlusstraining nach einem Pressschlag am linken Fuß verletzt, wodurch das Comeback im Trikot seines Ausbildungsvereins erst mal ausfiel. „Es sieht böse aus. Sein Zeh ist komplett blau. Ich hoffe nicht, dass er gebrochen ist. Das wäre der Worst Case“, sagte Herbst.

Doch die angespannte Personalsituation wirkte sich nicht nachteilig aus. Schon nach 20 Minuten lag das Heimteam mit 2:0 vorne. Gleich der erste Angriff führte zum ersten Löchgauer Tor der Saison: Nach einem per Kopf verlängerten Freistoß von Alexander Sprigade schob Paul Haile am langen Pfosten ein (2.) – der erste Landesliga-Treffer des 19-jährigen Linksverteidiger-Talents. Auch die zweite Chance saß. Diesmal war Janis Feufel nach einem Konter aus kurzer Distanz zur Stelle. Der neue stellvertretende Kapitän, der sich einst über die zweite Mannschaft in den Landesliga-Kader gekämpft hatte und dort inzwischen eine Führungsrolle einnimmt, war am Samstag besonders wertvoll. Feufel räumte als Sechser defensiv viel ab und kurbelte parallel immer wieder das Offensivspiel an.

In Hälfte zwei durfte dann auch der frischgebackene Spielführer Tim Schwara jubeln. Der 24-jährige Stürmer, der vorne 90 Minuten lang fleißig ackerte, setzte den Ball flach zum 3:1 ins lange Eck (77.). Die Vorarbeit hatte der eingewechselte Tim Falk, Neuzugang vom FSV Friedrichshaller SV, mit einem feinen Querpass vom linken Strafraumeck geliefert. Zwischendurch hatte Kaisersbach auf 1:2 verkürzt: Philipp Kees köpfte einen Freistoß ein (54.). Die Standards des SVK waren für die Hausherren die einzige Gefahrenquelle. „Aus dem Spiel haben wir so gut wie keine Torchance zugelassen. Defensiv war das eine sehr gute Leistung“, freute sich Trainer Herbst.

 
 
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