Die Vorbereitungen zur Eröffnung des neuen Impfzentrums in Bietigheim laufen „Wir freuen uns über jede Erstimpfung“

Von Petra Neset-Ruppert
Ein neuer Impfstützpunkt entsteht in der Halle am Viadukt: Apotheker Andreas Bühler hat gemeinsam mit einem großen Team die Logistik für weitere Impfungen in Bietigheim geschaffen.⇥ Foto: Helmut Pangerl

Apotheker Andreas Bühler eröffnet neben seinem Testzentrum in der Halle am Viadukt am 3. Januar nun auch einen Impfstützpunkt.

Ich wollte eine feste Institution aufbauen, die bei Bedarf schnell das Impfangebot erhöhen kann“, sagt Apotheker Andreas Bühler. Ab 3. Januar öffnet er den Impfstützpunkt in der Halle am Viadukt. Direkt neben der von Bühler betriebenen Corona-Teststation kann man sich ab dem neuen Jahr nun auch impfen lassen.

Bis zu 2000 Impfungen am Tag

Zu Beginn nur mit wenigen Stunden am Tag öffnet Bühler den Impfstützpunkt: „Terminbuchungen sind momentan erst einmal von 16.30 bis 19.30 Uhr bei uns möglich. Wenn der Bedarf da ist, können wir aber jederzeit erweitern.“ Genau das sei auch seine Motivation gewesen diesen Stützpunkt zu eröffnen: „Mir ging es darum, eine Struktur aufzubauen, die bei Bedarf sofort hochgefahren werden kann, sodass wir sehr schnell einen guten Impfstatus schaffen können.“ Wenn sich die Abläufe eingespielt haben, könnten bis zu 2000 Impfungen pro Tag an diesem Stützpunkt stattfinden.

Dafür hat Bühler ein Team aus mehreren Ärzten, die dann in der Halle impfen werden. Der Impfstützpunkt bietet die Impfstoffe von Biontech und Moderna an. Die Anmeldung läuft komplett digital ab. „Alle Daten werden vorab von unserem System überprüft, so dass wir am Empfang nur noch die Person selbst überprüfen müssen, die mit ihrem QR-Code zur Impfung kommt“, sagt Bühler. Der Stützpunkt soll weitestgehend papierlos arbeiten. Selbst die Unterschrift für die Zustimmung zur Impfung erfolgt auf einem Tablet. Das Impfzertifikat soll dann auch per Mail zugeschickt werden können.

Auch für Kinder

Auch Impfungen für Kinder sollen  in der Halle am Viadukt möglich sein. „Wir hoffen, dass wir ab dem 15. Januar Kinder impfen können. das hängt davon ab, ob wir auch ausreichend vom Biontech-Kinderimpfstoff geliefert bekommen“, erklärt der Apotheker. Er möchte damit ein Angebot schaffen, das die Kinderärzte auch entlastet, da diese nur in begrenzter Menge Impfstoff erhielten.

Für die Impfung muss kein Kinderarzt anwesend sein.  Neben niedergelassenen Ärzten, werden auch Ärzte des DRK im Einsatz sein.

Langfristiges Konzept

„Ich bin stolz drauf, dass wir das jetzt als Team hier geschafft haben und ich bin dankbar, dass die Stadt und auch die Vereine mir so entgegenkamen“, sagt Bühler. Denn in der Halle, in der nun geimpft wird, fand vorher noch das Training verschiedener Vereine statt.

„Es ist eine tolle Chance für uns Ärzte, denn hier können wir mit der bestehenden Logistik schnell viele Menschen impfen. Das alleine aufzubauen würde meine Möglichkeiten bei weitem übersteigen“, sagt Laila Chekani Azaran. Die Allgemeinmedizinerin gehört zum Ärzteteam, das Bühler für den neuen Impfstützpunkt zusammengestellt hat.

Wann und wie schnell das Impfangebot in der Halle am Viadukt ausgeweitet werden muss, werde sich in den kommenden Wochen zeigen: „Das ist jetzt erst einmal längerfristig ausgelegt. Wir werden sehen, wie es in den nächsten Monaten mit dem Impfbedarf weitergeht und freuen uns über jede Erstimpfung, die wir hier machen können“, zeigt sich Andreas Bühler zuversichtlich.

 
 
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