Ditzingen Den Rot-Kreuz-Gedanken erfahren und erleben

Von Jonathan Lung
Insgesamt 22 Teams mit 150 Teilnehmer beteiligten sich am Kreiswettbewerb des Jugendrotkreuzes. Foto: /Martin Kalb

Über 150 Kinder und Jugendliche traten beim Kreis-Jugendrotkreuz-Wettbewerb in Ditzingen an – Gewinner waren am Ende alle.

Am Ende des ereignisreichen Tages kehrte gespanntes Schweigen ein vor der Theodor-Heuglin-Schule in Ditzingen: Es wurde eine „enge Kiste“, besonders bei den ersten Plätzen, verriet Kreisjugendleiterin Alena Dörndorfer schon mal, die den diesjährigen Kreis-Jugendrotkreuz-Wettbewerb mit den Gastgebern, der Gruppe aus Ditzingen, organisierte.

Mit Spannung wurden also die Ergebnisse erwartet: „Positiv denken, nicht negativ“, ermahnte ein Teilnehmer seine Teammitglieder, die wohl schon Schlimmstes befürchteten.

Sechs Stationen für die 22 Teams

Hinter den insgesamt 22 Teams, 150 Teilnehmer lag ein voller Tag: insgesamt sechs Stationen hatten sie insgesamt durchlaufen, fünf reguläre Stationen plus eine Zusatzstation. Gestaffelt in Bambinis (sechs bis neun Jahre), die Stufe 1 (zehn bis zwölf Jahre) und die Stufe 2 (13 bis 16 Jahre) hatte man um neun Uhr morgens gestartet.

Die Stationen entsprachen fünf Kategorien: bei der ersten ging es um erste Hilfe/ Notfalldarstellung: ein Hitzenotfall beziehungsweise Sonnenbrand musste untersucht werden: eine Person spielte den Verletzten, der geschminkt wurde, zwei weitere untersuchten ihn.

An der Station zum Themenbereich „Soziales“ wurde Memory gespielt: Thema waren die letzten acht Kampagnen des Jugendrotkreuz. Das hat immer vier Jahre lang eine Kampagne zu einem politischen Thema.

100 Jahre Jugendrotkreuz

Beim „Rot-Kreuz-Wissen“ wurde anlässlich des diesjährigen Jubiläums (100 Jahre Jugendrotkreuz) zurückgeblickt: Grundsätze wurden ebenso abgefragt, wie „was man früher gebraucht hat.“

Mit Murmeln geschossen wurde im Bereich „Sport und Spiel“, und kreativ wurde es auch: schließlich musste noch in der Gruppe ein Gedicht verfasst werden – „altersentsprechend mit mehr und weniger Vorgaben.“ An der Zusatzstation wartete dann noch ein Kreuzworträtsel zu weiteren Rot-Kreuz-Themen.

„Im Prinzip bildet der Wettbewerb das ab, was sie das ganze Jahr in den Gruppenstunden über machen“, erklärt Dörndorfer. Auf den Wettbewerb selbst bereiteten sich die Gruppen teils mehr teils weniger vor – sofern man sich überhaupt vorbereiten kann, zum Beispiel bei der Kreativ-Aufgabe. „Wenn es bei einer Station mal nicht so gut läuft, kann es schon vorbei sein“, erklärt die Kreisjugendleiterin: weil jedes Themengebiet gleich viele Punkte gibt, kann eins schon zu einem schwer aufzuholenden Rückstand führen.

Aber: „Es soll einfach dazu dienen zu sehen: Wie ist das, wenn ich abgefragt werde, in so eine Wettbewerbssituation komme“, erklärt sie das Ziel des Tages: „Aber vor allem geht es auch darum, mal andere Jugendrotkreuzler kennenzulernen und diesen Rot-Kreuz-Gedanken einfach zu erfahren.“ Das Gruppenerlebnis stehe im Vordergrund.

Bei der Siegerehrung standen dann alle Teams im Zentrum: Jedes erhielt eine Urkunde, die dann stolz ins Gruppenfoto gereckt wurde. Die oberste Stufe des (nicht vorhandenen) Siegertreppchens erklomm dann gleich zwei Mal der Hausherr: Ditzingen siegte sowohl mit seinem Team aus der Stufe 1 als auch mit dem älteren aus der Stufe 2. Bei den Bambinis gewann das Team aus Neckarweihingen-Poppenweiler.

Auf die Gewinner wartet nun die nächste Herausforderung: sie werden auf Landesebene antreten, in denselben fünf Teilbereichen des Wettbewerbs aber auf einem absehbar höheren Niveau, mit Konkurrenz aus dem ganzen Landesverband. Wenn sie dort wieder gewinnen sollten, ist die nächste Station der Wettbewerb auf Bundesebene. „

Es ist auf jeden Fall ein Erlebnis“, weiß Dörndorfer. Am Ende ging es aber um das Gemeinschaftserlebnis.  Jonathan Lung

 
 
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