In der Zeit von Montagabend bis Dienstagfrüh ist die Ditzinger Feuerwehr zu drei Einsätzen gerufen worden. Bei zwei gemeldeten Wohnungsbränden und einem Verkehrsunfall wurden insgesamt drei Personen verletzt.
Ditzingen Drei Einsätze: Feuerwehr rettet, Polizei jagt – drei Verletzte
Die Ditzinger Feuerwehr hatte eine ereignisreiche Nacht. Bei zwei Brandmeldungen und einem Unfall mussten die Einsatzkräfte dreimal ausrücken. Was genau passierte.
Wie Wehrsprecher Andreas Häcker mitteilt, hatten Anwohner kurz nach 21.30 Uhr starke Rauchentwicklung aus einem Mehrfamilienhaus in der Kernstadt gemeldet. In der Rosensteinstraße war beim Erhitzen von Epilierwachs mit einem Gaskartuschenkocher das Wachs überhitzt und in Brand geraten.
Bewohnerinnen retteten sich selbst
Zwei Bewohnerinnen retteten sich selbst aus der verqualmten Wohnung. Sie erlitten beide Rauchgasverletzungen und mussten vor Ort notfallmedizinisch versorgt werden. Ein Trupp unter Atemschutz barg die Gaskartusche und kühlte sie in einem Wasserbad. Zur Entrauchung der Wohnung setzte die Feuerwehr einen Druckbelüfter ein. Die Wehr der Ditzinger Kernstadt war mit fünf Fahrzeugen und 25 Kräften vor Ort, nachrückende Einsatzkräfte aus Gerlingen und Hirschlanden brauchten nicht tätig zu werden.
Rund eine Stunde später wurde ein weiterer Wohnungsbrand aus dem Hallstattweg in Gerlingen gemeldet. Eine Wohnung stehe im Vollbrand, ein Bewohner sei in akuter Gefahr, so meldete es der Anrufer über Notruf 112.
Als die Feuerwehren aus Gerlingen und Ditzingen wenige Minuten später eintrafen, gab es glücklicherweise schnell Entwarnung: Durch ein Grillfeuer im Obergeschoss war der Anrufer getäuscht worden, eine tatsächliche Gefahrensituation lag nicht vor.
Dritter Einsatz in der Nacht
Den dritten Einsatz hatte die Ditzinger Feuerwehr kurz nach 1 Uhr. Ein 21-Jähriger war mit seinem Auto mit hohem Tempo in Ditzingen gegen einen Baum gekracht. Er hatte sich einer Kontrolle der Polizei entziehen wollen. Weil er deutlich zu schnell auf der A 81 in Richtung Heilbronn unterwegs war, wollten ihn die Beamten kontrollieren.
Der Autofahrer flüchtete vor der Polizei, verließ an der Anschlussstelle Stuttgart-Feuerbach die Autobahn und fuhr über die Siemensstraße in Richtung Leonberg. Im Kreuzungsbereich der beiden Landesstraßen krachte er gegen einen Baum. Er wurde schwer verletzt. 13 Einsatzkräfte waren bis 4 Uhr im Einsatz. Die Landesstraße 1137 blieb zwischen der Abzweigung zur Calwer Straße und der Einmündung in die Landesstraße 1177 für die Dauer der Einsatzmaßnahmen voll gesperrt.
