e-Carsharing in Löchgau Löchgau ist der Vorreiter im ländlichen Raum

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Der Parkplatz Nonnengasse soll Standort für die Vermietung von E-Autos werden. Die Gemeinde Löchgau baut dort eine E-Ladestation. ⇥ Foto: Martin Kalb

Der Parkplatz Nonnengasse am Rathaus soll Standort des ersten e-Carsharings im nördlichen Landkreis werden.

Bislang sind die Autos und Ladestationen des Calwer Unternehmens „deer GmbH“ vor allem in Städten vertreten. Anders als bislang in kleineren Kommunen üblich, soll es in Löchgau nicht bei einer Ladestation bleiben, sondern es werden auch gleich E-Autos verliehen. Rebecca Heckmann von „deer GMBH“ stellte im Gemeinderat die Pläne vor, die für die Verwaltung einen deutlichen Mehrwert bieten.

Vom Tisch sind damit zunächst die Pläne hier ein großes Parkhaus samt Gebäude zu errichten. Kostengründe seien ausschlaggebend, so Bürgermeister Robert Feil, dessen Haushalt mit dem umfassenden Umbau der Löfflerschule und den Campus-Plänen belastet ist. Der bisherige Parkplatz soll Parkplatz bleiben und um eine zeitgemäße Funktion ergänzt werden.

Mietpreis: 6,50 Euro pro Stunde

17 800 Euro kostet der Aufbau der Ladesäule mit Tiefbau und Netzanschluss, eine Förderung von 40 Prozent ermäßigt die Kosten für die Kommune auf 10 700 Euro. Das spätere Angebot wird in eigener Verantwortung der Firma betrieben und könnte manche Bürger auf den Geschmack bringen. 6,50 Euro kostet eine Stunde mit einem E-Auto, der Tagestarif soll bei 39,90 Euro liegen. Das Auto kann dabei auch an anderen Standorten der „deer GmbH“ wie Stuttgart, Mannheim, Schwieberdingen oder Sachsenheim abgegeben werden.

Die technischen Voraussetzungen für den Bau sind in der Nonnengasse gegeben, so dass schon in drei Monaten hier Fahrzeuge ausgeliehen werden könnten. Im Gremium war der Standort nicht unumstritten und auch die Bietigheimer Straße war im Gespräch. Bei entsprechendem Interesse sei auch ein zweiter Standort im Ort möglich, versicherte Heckmann.

Info Die „deer GmbH“ wurde Anfang 2019 als Tochtergesellschaft der Energie Calw GmbH gegründet. Gerade im ländlichen Raum ist Mobilität ein Grundbedürfnis, das mit dem aufgebauten ÖPNV nicht flexibel und vollends gedeckt wird. Diese Flexibilität zu erhalten, dabei aber günstige und umweltfreundliche Alternativen zu bieten und dies mit einem permanent zur Verfügung stehenden Service, sei ein wichtiges Anliegen, so das Selbstverständnis des Unternehmens.

 
 
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