Ein Jahr nach den neuen Busfahrplänen Verhaltenes Fazit zur Fahrplanänderung

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Dank der Pandemie und der damit geringen Auslastung des ÖPNV gibt es für die neuen Fahrpläne des Busunternehmens Spillmann noch kein endgültiges Fazit.⇥ Foto: Martin Kalb

Seit einem Jahr gibt es den neuen Fahrplan Spillmanns. Durch die Pandemie konnte jedoch nicht alles umgesetzt werden.

Seit einem Jahr gibt es den neuen Fahrplan des Bietigheim-Bissinger Busunternehmens Spillmann. Nach der Neuvergabe des sogenannten Linienbündels 5 gab es zum 1. Januar 2020 eine ganze Reihe von Anpassungen (die BZ berichtete). Doch aufgrund der Pandemie sind sowohl Spillmann als auch die Stadt Bietigheim-Bissingen vorsichtig mit einem endgültigen Fazit.

„Allgemein kann noch kein Fazit gezogen werden“, sagt Anette Hochmuth, Sprecherin der Stadt Bietigheim-Bissingen, da die Pandemie mit all ihren Auswirkungen auf den öffentlichen Personennahverkehr einer guten Einführung des neuen Stadtbusverkehrs dazwischen gekommen sei. „Weder konnten wir intensiv das Drei-Euro-Stadtticket bewerben noch die neuen Linien, da Busfahren eher weniger nachgefragt wurde.“ Während der Lockdown-Zeiten wurde auch der Taktverkehr ausgedünnt. Daher sei jetzt wirklich noch kein Fazit möglich. „Eine belastbare Einschätzung, inwieweit sich die Fahrplanänderungen auf die Fahrgastzahlen ausgewirkt haben, ist aktuell noch nicht möglich, da nur wenige Wochen nach dem Fahrplanwechsel der ‚Sondereffekt Corona’ die Nachfrageentwicklung geprägt hat“, ergänzt Bülent Menekse, Geschäftsführer des Busunternehmens Spillmann.

Dennoch lasse sich sagen, dass es sowohl positive wie auch negative Äußerungen vonseiten der Fahrgäste gab. Sowohl beim Fahrpersonal als auch bei den Fahrgästen seien die einheitlicheren Linienwege und das besser vertaktete Angebot auf positive Resonanz gestoßen, so Menekse und auch die Stadt bestätigt die positive Resonanz bezüglich der „stabileren Anschlüsse“. „Der Fahrplanpuffer auf der Linie 554 zu den Hauptverkehrszeiten hat die angestrebte Verbesserung der Fahrplanstabilität herbeigeführt“, ergänzt der Spillmann-Geschäftsführer.

Vereinzelte Kritik, da sind sich Stadt und Spillmann einig, gab es beim Thema Umsteigen. Durch den neuen Fahrplan und die geänderte Linienführung ist bei manchen Strecken, die früher umsteigefrei angeboten wurden, nun ein Umstieg erforderlich. Als Beispiele nennt Menekse die Strecke vom südlichen Wohngebiet Buch zum Friedhof Sankt Peter. „Insgesamt betrachtet gibt es aber deutlich mehr ‚Gewinner’ als ‚Verlierer’“, fügt der Spillmann-Geschäftsführer hinzu.

Info Die Fahrpläne für den Busverkehr in Bietigheim-Bissingen liegen nicht in der Verfügungsgewalt der Stadt, da der Landkreis den Busverkehr mitfinanziert und damit auch mitbestimmt.

 
 
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