Günter Wanner hat viel Glück gehabt, das weiß er. Das gute Leben in einer Weinbauregion genossen, dazu deftiges Essen – irgendwann machte seine Leber aber nicht mehr mit. Die Diagnose, die er an einem Freitag im März 2017 erhielt, war eindeutig: Leberzirrhose im Endstadium. Den Tod vor Augen befasste er sich mit dem Ende seines Lebens, regelte, was zu regeln war.
Einblicke in Hemmingen Wie ein Spenderorgan Günter Wanner Lebenszeit schenkt
Günter Wanner berichtet in Hemmingen aus seinem Leben und wirbt für die Organspende. Er selbst lebt heute nur dank einer Transplantation.
„Die schlimmste Zeit in meinem Leben“: Wanners Kampf ums Leben
Denn die Ärzte hatten ihm klar gemacht, dass die Umstellung seiner Lebensgewohnheiten nicht mehr reichen würde, um zu genesen. Vielmehr würde ihn nur noch die Transplantation einer Spenderleber retten. Letztlich wurde er auf die Transplantationsliste gesetzt. Mitte Februar 2018 erhielt er eine Spenderleber – fast ein Jahr nach der Diagnose. Wanner, heute 71, wurde immer schwächer, aber sein Körper hielt durch – er überlebte. „Statistisch sterben täglich zweieinhalb Menschen auf der Warteliste, weil sie nicht rechtzeitig ein Organ erhalten“, sagt Wanner. Die Wartezeit sei für ihn „die schlimmste Zeit in seinem Leben“ gewesen – seiner Familie sei es nicht besser gegangen, sie litt mit ihm.
Günter Wanner wirbt in Hemmingen für Organspenden
Inzwischen wirbt Günter Wanner aus Beilstein für Organspenden. Deshalb kommt er auch zu einer Veranstaltung nach Hemmingen. Im Rahmen der Jahreshauptversammlungen von Krankenpflegeförderverein und Kleeblatt-Förderverein – beide finden am selben Abend statt – berichtet Wanner am Montag, 17. November, im Bürgertreff, Münchinger Straße 2, aus seinem Leben. Sein Vortrag beginnt um 19 Uhr.
