Eishockey Zientek : „Ich bin noch nicht da, wo ich hin will“

Von Niklas Braiger
Benjamin Zientek ist nach überstandener Knieverletzung zurück auf dem Eis Foto: /Oliver Bürkle

Der Stürmer der Bietigheim Steelers verletzte sich im letzten Jahr am Knie. Inzwischen steht er wieder auf dem Eis, ein paar Prozente fehlen ihm aber noch.

Neun Monate der langen Leidenszeit hat Benjamin Zientek hinter sich. Der Stürmer der Bietigheim Steelers zog sich im Dezember 2025 eine schwere Knieverletzung zu, musste operiert werden und konnte in der zweiten Saisonhälfte sowie den Playoffs nur von der Tribüne aus Zuschauen, was seine Mitspieler auf dem Eis fabrizierten. Nach einem Dreivierteljahr steht der 32-jährige Routinier nun wieder auf dem Eis, der SCB hat ihn mit einem Tryout-Vertrag für die Vorbereitung auf die neue DEL2-Saison ausgestattet, um diesen Platz kämpft er gegen Lois Spitzner. Für Zientek bedeutet das, dass er noch einmal mehr Prozente auf dem Eis geben muss.

Rückkehr ins Ellental 2025

Allerdings erst, wenn er zu 100 Prozent wieder fit ist. Denn er sagt selbst: „Ich muss noch etwas aufholen, ich bin noch nicht da, wo ich hin will. Der Rest wird sich zeigen.“

Der gebürtige Augsburger, der bereits zwischen 2015 und 2023 im Ellental auf dem Eis stand, kam zur vergangenen Spielzeit wieder zurück in die alte Wahl-Heimat. In 20 Spielen vor seiner Verletzung steuerte er neun Scorer bei. Nun ist er hauptsächlich einfach froh, wieder auf dem Eis stehen zu können. „Es fühlt sich super gut an mit den Jungs abzuhängen, vor den Fans trainiert und gespielt zu haben. Das macht Spaß“, erzählt er nach dem Saisonopening und öffentlichen Training in der Ege-Trans-Arena am vergangenen Wochenende. Wie lange er noch braucht, bis er wieder das grün-weiße Trikot des SCB tragen wird, ist noch unklar. „Das Knie braucht noch ein bisschen, aber es geht alles in die richtige Richtung. Von daher bin ich zufrieden“, schildert er. Aktuell steht Zientek auf Rang sechs der ewigen Rangliste in Sachen Hauptrundenspiele für die Steelers, gleichauf mit Marcus Sommerfeld. Mit 15 Partien in der regulären Saison würde er den Kanadier hinter sich lassen und sogar mit Bastian Steingroß auf Rang fünf gleichziehen. Inklusive der Playoffs und Playdowns fehlen Zientek noch 40 Partien bis zu Sommerfeld. Mit einer schnellen Regeneration könnte er ihn also auch noch schlucken. Auch bei den All-Time-Hauptrundentoren könnte er noch klettern. Zehn Treffer in den 52 Spieltagen und er verbessere sich um zwei Plätze auf Rang sieben und auf ein Level mit David Wrigley und vorbei an Robin Just.

Jubelstürme beim Einlaufen

Heiß auf die neue Saison ist der bayerische Schwabe auf jeden Fall schon, insbesondere dank Hallensprecher Michael „Fury“ Gärtner. Der Mann am Mikro macht beim Saisonopening am Samstag Zientek zum ersten Mal seit einem dreiviertel Jahr wieder auf das Eis rief und die 900 Fans auf der Haupttribüne jubeln ließ. „Es war sehr schön. Es ist lange her, hat sich auch ein bisschen befremdlich angefühlt aber ist trotzdem sehr schön“, freut sich der viertälteste im SCB-Kader. Nur Kapitän Alexander Preibisch, Verteidiger Tim Schüle (beide 35) und Import-Spieler Marek Racuk (34) sind im blutjungen Kader der Steelers älter.

 
 
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