Erligheim will mehr Sicherheit für Fußgänger Drei Zebrastreifen priorisiert

Von Jürgen Kunz
Als eine von nur sechs Projektkommunen von "1000 Zebrastreifen für Baden-Württemberg", plant Erligheim auf Höhe der Bäckerei Kutterer einen Fußgängerüberweg.⇥ Foto: Martin Kalb

Als zweitkleinste von sechs Gemeinden wurde Erligheim als Projektkommune in das Aktionsprogramm „1000 Zebrastreifen für Baden-Württemberg“ aufgenommen. Jetzt liegen die Ergebnisse vor.

Es war nur ein kurzes Fremdeln am Donnerstagabend, als nach zwei Jahren in der August-Holder-Halle erstmals wieder eine Gemeinderatssitzung im Ratssaal stattfand. Mit der neuen Möblierung musste sich der ein oder andere Gemeinderat zunächst kurz orientieren, um den angestammten Platz einzunehmen. Zustimmung fand dann auch die Vorstellung der Ergebnisse des Aktionsprogramms „Sichere Straßenquerung“. Insgesamt neun kritische Punkte wurden im Gemeindegebiet festgelegt, drei davon mit der höchsten Priorisierung.

Umgesetzt werden danach ein Fußgängerüberweg in der Hofener Straße nach der Einmündung der Ensbachstraße. In diesem Zusammenhang soll der Schulwegeplan verändert werden, der bisher eine Querung beim Fliederweg/Ensbachbrücke vorsieht. Der Überweg in der Hofener Straße bei der Einmündung der Bönnigheimer Straße hat das Ziel, den Autoverkehr zu entschleunigen. Der Planer empfiehlt dazu eine leichte Vorziehung der aufgepflasterten Einmündung, um so den bisher leichten Übergang in die Hofener Straße beim Abbiegen mit einem erkennbaren Fahrbahnknick die Geschwindigkeit zu reduzieren und mehr Aufmerksamkeit beim Autofahrer zu bewirken.

Zebrastreifen beim Bäcker

In der Löchgauer Straße soll auf Höhe der Bäckerei Kutterer ein Zebrastreifen kommen. Durch die Höhe der Fahrzeugzahlen, idealerweise mit einer Mittelinsel, wie Planer Pascal Wolf von der „Planersocietät“ erläuterte. „Eine großflächige, sinnvolle Lösung muss kommen“, sagte Bürgermeister Rainer Schäuffele dazu. Das beauftragte Planungsbüro Rauschmayer müsse den Fußgängerüberweg und die geplanten barrierefreien Bushaltestellen im anschließenden Straßenverlauf zusammenführen. „Da muss man sicherlich das eine oder andere dicke Brett bohren“, merkte Schäuffele mit Blick auf die Behördenbeteiligung an und man brauche Unterstützung von der Politik. Gespräche mit den Abgeordneten seien schon vereinbart.

 
 
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