Nach Tests am Freitag herrscht nun Gewissheit Steelers melden sich spielfähig

Von Andreas Eberle
Das Spiel zwischen Augsburg und Bietigheim wird zur Hängepartie. Weitere Corona-Befunde bei den Tests könnten eine kurzfristige Absage nach sich ziehen. Hier legen Steelers-Youngster Fabjon Kuqi (links) und Nürnbergs Jakob Ustorf eine Rutscheinlage hin. ⇥ Foto: Ralf Poller/Avanti

Die DEL-Partie zwischen Augsburg und Bietigheim bleibt vorerst angesetzt. Gewissheit herrscht aber erst nach den Tests am Freitagmorgen. Von Andreas Eberle

Am Donnerstagnachmittag gab die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) den Vereinen grünes Licht: Das Duell zwischen den Augsburger Panther und den Bietigheim Steelers an diesem Freitag (19.30 Uhr/Live auf Magenta Sport) könne stattfinden, lautete die Kunde aus der Zentrale in Neuss. Zuvor hatten sich beide Klubs gemäß den DEL-Kriterien spielfähig gemeldet, sprich: Sie können jeweils ein Team mit mindestens zehn Feldspielern sowie einem Torhüter aufbieten. „Nach jetzigem Stand fahren wir nach Augsburg“, sagte Steelers-Geschäftsführer Volker Schoch am Donnerstagabend im Gespräch mit der BZ. Auch die Heimpartie des SCB am Sonntag (19 Uhr) gegen Straubing dürfte somit über die Bühne gehen.

Am Freitagmorgen wurden alle einsatzfähigen Steelers-Profis erneut getestet, dabei sind offenbar keine weiteren positiven Fälle aufgetreten, sodass die Spielfähigkeit für das Kräftemessen am Abend mit den Panthern gewährleistet ist. Wie gehabt befindet sich ein Teil der Mannschaft auf Anordnung des Gesundheitsamts Ludwigsburg in Quarantäne – weil sich Spieler entweder mit dem Virus infiziert haben oder als erste Kontaktpersonen gelten.

Am Mittwoch und Donnerstag haben die Steelers nur mit einer kleinen Gruppe trainiert. Neben den isolierten Akteuren fehlten auch jene Profis, die zu Beginn der Woche ihre Booster-Impfung erhalten haben und danach über Nachwirkungen klagten. Andere Spieler hätten dagegen gar nichts gespürt, berichtet Schoch und stellt zufrieden fest: „Mit den Impfungen sind wir jetzt durch.“

Nachholspiele während Olympia

Wegen der Olympischen Winterspiele in Peking hätte der Spielbetrieb von Ende Januar bis Ende Februar eigentlich ruhen sollen. Doch bei einer Videokonferenz haben die Liga-Verantwortlichen und die 15 Vereine am Dienstag vereinbart, auch dieses Zeitfenster für Nachholspiele zu nutzen – unter der Maßgabe, dass sich die Teams untereinander auf einen Termin einigen und auch tatsächlich spielen möchten. „Die Aktualität fordert es von uns, dass wir weiterhin flexibel bleiben, und dementsprechend ist es sinnvoll, dass die Klubs nun diese Optionen haben“, konstatierte DEL- Geschäftsführer Gernot Tripcke.

Ob da auch jene Vereine mitziehen, die viele Nationalspieler fürs Eishockey-Turnier in China abstellen und daher in der Liga nicht in Bestbesetzung antreten können, ist aber fraglich. Die Steelers jedenfalls begrüßen die Öffnung der Olympia-Pause. „Den Mannschaften geht es an die Substanz, wenn sie im Zwei-Tages-Rhythmus spielen und dabei mit dem Bus stundenlang kreuz und quer durch die Republik reisen müssen“, sagt Schoch. „Die jetzt getroffene Regelung nimmt den Druck aus dem Spielplan heraus und gibt uns allen Luft.“

Panther hinken hinterher

Momentan gibt es ein großes Gefälle zwischen den einzelnen Teams. So haben die Kölner Haie bereits 39 Partien absolviert – acht Begegnungen mehr als zum Beispiel Augsburg. Bietigheims Freitagsgegner war in der laufenden DEL-Hauptrunde erst 31 Mal im Einsatz. Die Kollegen aus dem bayerischen Schwaben werden also froh sein, dass sie nun gegen die Steelers antreten dürfen – erst recht, da der SCB einige coronabedingte Ausfälle zu verkraften hat.

Info Das am Sonntag ausgefallene Gastspiel der Bietigheim Steelers bei den Krefeld Pinguinen ist neu angesetzt worden. Die beiden Abstiegsrivalen treffen nun am Mittwoch, 23. Februar (19.30 Uhr), in der Yayla-Arena aufeinander.

 
 
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