Erstes Erligheimer Openair Bricklebrit feiert Einstand in Erligheim

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150 Menschen waren auf das Gelände an der Schulstraße gekommen, um dem ersten Erligheimer Openair beizuwohnen. Nach dem Motto „Stuhlgang“ hatten alle eigene Stühle mitgebracht.⇥ Foto: Fotos: Werner Kuhnle

Der jüngste Verein der Gemeinde richtet das erste Openair mit drei Bands aus und verspricht im Herbst, begünstigt durch eine Förderung des Landes, ein weiteres Festival.

Polizei war in Erligheim nicht notwendig, um die Corona-Regeln durchzusetzen, beim ersten Openair des Vereins Bricklebrit auf dem Gelände an  der Schulstraße. Das Hygienekonzept des Veranstalters griff. 150 Besucher, die Künstler und das Team des Bricklebrit freuten sich über die Live-Auftritte dreier Bands: „Endlich wieder Kultur, endlich ist was los in Erligheim, ich freu mich so, dass das Bricklebrit dieses Konzert wagt“, fasste die älteste Besucherin des Openair-Konzerts, die 95-jährige Christa Linden aus Erligheim, die bis zum Schluss durchhielt, das, was alle am Samstagabend dachten, zusammen.

Und so zeigte auch Bürgermeister Rainer Schäuffele Begeisterung, dass der im Januar von Walheim nach Erligheim umgezogene Verein „endlich seinen Einstand geben kann“ und Hoffnung auf viele weitere Veranstaltungen mache.

Der Vorsitzende des Vereins Bricklebrit, der Erligheimer Jürgen Kunz, hatte mit seinem Team innerhalb von vier Wochen das Openair auf die Bühne gestellt. Drei Bands – Makellos, Des Geyers Schwarzer Haufen und das Matthias-Leucht-Trio – hatten „voller Enthusiasmus“ zugesagt, zu spielen, so Kunz. Die Gemeinde stellte das Gelände zur Verfügung, der Bauhof stellte die Bühne auf. Und so dankte Kunz in seiner Begrüßung nicht nur seinem Team, sondern auch der Fußball-Abteilung des SKV Erligheim, die die Markierungen zur Wahrung des Abstands auf dem Gelände aufmalten sowie dem Catering-Unternehmen Brüder Mayer und dem Wengerter Jörg Reichert, die die Gastronomie übernommen hatten. Bernd Beinroth sorgte für die Technik. Dass die Bands eine „angemessene“, Gage, so Kunz, erhielten, war dem Sponsoring der Kreissparkasse und der VR-Bank zu verdanken.

Makellos, die Band aus nicht- und behinderten Musikern begann mit gängigen Folk-Melodien das Festival.  Der Sänger von Des Geyers Schwarzer Haufen, Albrecht Schmidt-Reinthaler, rief zum Mitsingen auf: „Da ihr euch in euren Quadraten ja alle kennt, dürft ihr auch singen.“

Der Höhepunkt des Abends war sicher der Auftritt des Ochsenbacher Saxofonisten Matthias Leucht, des Bietigheim-Bissingers Alexander Wolpert und des Sängers Jimmy Love. Denn sie hatten Elvis Presley, Gloria Gaynor und Joe Cocker mit dabei und so wurde ihr Auftritt zu einer viel beklatschten Show. Das Bricklebrit-Openair in Erligheim, so Bürgermeister Scheuffele, „verlangt nach einer Fortsetzung“, die Jürgen Kunz auch versprach: „Wir werden das Wacken des Südens.“

 
 
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