EU-Kommissionspräsidentin Von der Leyen: Chancen der Digitalisierung nutzen

Von dpa
EU-Kommissionspräsidentin und Spitzenkandidatin der CDU für die Europawahl, Ursula von der Leyen, bei einem Besuch des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) in Potsdam. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Bei der Digitalisierung liegt die Europäische Union im internationalen Vergleich deutlich zurück. EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen sieht in Techniken wie KI vor allem Chancen.

Potsdam - EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat die Menschen in Europa aufgefordert, angstfrei und mit Mut neue Technologien wie die Künstliche Intelligenz zu nutzen. Die Europäische Union habe bislang vor allem Gesetze wie das Gesetz über digitale Dienste auf den Weg gebracht, die als Leitplanken für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Künstlichen Intelligenz und der Digitalisierung dienten, sagte die CDU-Politikerin am Montag bei einem Besuch des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) in Potsdam. Auf dieser Basis könne man mutig voranschreiten.

Die EU-Gesetze hätten zum einen dafür gesorgt, große Online-Plattformen für die Inhalte, die sie verbreiten, in die Verantwortung zu nehmen. Außerdem hätten sie die Möglichkeit für kleinere Wettbewerber geschaffen, auch gegen die großen Plattformen anzukommen und selber am Markt auch eine Rolle zu spielen. Die dritte Komponente sei aber die wichtigste: "Das ist die Innovation, das sind die Möglichkeiten und Chancen, die bei der Digitalisierung und vor allem der Nutzung der künstlichen Intelligenz sich auftun."

"Das ist ein Megathema für die Zukunft"

Am Hasso-Plattner-Institut habe sie eine "Perle gesehen, wo genau das stattfindet, was wir viel mehr in Europa brauchen, nämlich die Übersetzung ausgezeichneter Forschungsergebnisse in Produkte, die dann tatsächlich am Markt auch bestehen können." An dem von SAP-Mitbegründer Hasso Plattner ins Leben gerufenen Institut arbeite ein ganzer Forschungszweig daran, die Energieeffizienz von Rechenzentren und anderen Einrichtungen zu erhöhen. "Das ist ein Megathema für die Zukunft", sagte die Spitzenkandidatin der Europäischen Volkspartei (EVP) für die bevorstehende Europawahl. 

Europa werde sehr viel mehr saubere Energie brauchen. "Je effizienter wir damit umgehen, desto besser für unsere Umwelt, desto besser auch für die Möglichkeiten, den Wirtschaftsstandort Europa nach vorn zu bringen." Am HPI würden dafür Modelle und Vorschläge entwickelt.

Auch die Digitalisierung des Lernens biete "gigantische Möglichkeiten", etwa im Gesundheitswesen. Es gehe darum, die Daten im Gesundheitswesen verantwortlich zu nutzen, aber auch die Auswertung der Informationen aus den Daten zu nutzen, um Krankheiten zu heilen und vorzubeugen.

 
 
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