Fahrbahnsanierung Holperstrecken werden repariert

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Die sanierungsbedürftige Ortsdurchfahrt, hier am Fußgänger-Überweg Poststraße. Die Stadträte Papa­dopoulos und Carstens wünschen sich an der sich anschließende Kreuzung einen Kreisel.⇥ Foto: Martin Kalb

Das Regierungspräsidium wird 2021 die Fahrbahnen der Ortsdurchfahrt sanieren. Die Stadträte Papadopoulos und Carstens bringen Kreisel in der Poststraße wieder in die Diskussion.

Das Regierungspräsidium Stuttgart (RP) plant die Sanierung der Fahrbahndecke der Ortsdurchfahrt Bönnigheim L 1106 (Freudentaler Straße) und L 1107 (Post-, Bismarck- und Karlstraße). Die Belagsanierung soll in drei Abschnitte aufgeteilt werden, wie Ronald Stolz vom Baureferat des RP in der Gemeinderatssitzung am Freitagabend in der Hohensteiner Wiesentalhalle erläuterte.

Zustandsbewertung der Straßen erfolgt alle vier Jahre

Die Straßen des Landes werden alle vier Jahre befahren, dabei wird ihr Zustand bewertet. Nach der aktuellen Beurteilung sind die L 1106 und L 1106 in der Bönnigheimer Ortsdurchfahrt in einem sanierungsbedürftigen Zustand.

Ab den Sommerferien 2021 wird im ersten Bauabschnitt (29. Juli bis 8. August) zunächst in der Freudentaler Straße die Deckschicht erneuert. Punktuell werden die Schadstellen beseitigt.

Der zweite Bauabschnitt (8. bis 29. August) umfasst den Bereich Bismarckstraße/Karlstraße zwischen Einmündung Kirchheimer Straße und Lauffener Straße. Dort werden die Asphaltschichten im Vollausbau (Erneuerung Asphalttragschicht, Binder- und Deckschicht) erneuert.

Teils Deckschichterneuerung, teils Sanierung im Vollausbau

Im Bereich Poststraße/Erligheimer Straße zwischen Einmündung Freudentaler Straße und Kirchheimer Straße wird in einem dritten Bauabschnitt (30. August bis 11. September) im südlichen Teil die Deckschicht erneuert. Im nördlichen Teil werden die Asphaltschichten im Vollausbau saniert. Laut Stolz werden für die Bauarbeiten Vollsperrungen der Bauabschnitte nötig sein. Deshalb werden großräumige Umleitungen ausgewiesen.

Die Stadtverwaltung habe im Vorfeld den Wunsch eines Kreisverkehrs im Kreuzungsbereich Poststraße/Schlossstraße/Bismarckstraße/Kirchheimer Straße an das RP weitergeleitet, merkte Bürgermeister Albrecht Dautel in der Bönnigheimer Gemeinderatssitzung an. Die Antwort war eindeutig. „Der Kreisel müsste von Stadt bezahlt werden“, sagte Dautel und nannte eine überschlägige Schätzung: rund 400 000 Euro. Die Stadträte Atinojenis Papadopoulos (UWG) und Jürgen Carsten (Grüne) regten dennoch an, nochmals im Gemeinderat „über den Bau eines Kreisel nachzudenken“.

Die Finanzen machen den Kreisbau schwierig

Mit Blick auf die städtischen Finanzen merkte Dautel dazu an: „Ich kann Ihnen guten Gewissens nicht vorschlagen, den Kreisel umzusetzen.“

Wie Stolz auf Nachfrage ergänzte, würde sich durch etwaige Planungen für einen Kreisverkehr die Sanierung der Poststraße um mindestens ein Jahr verzögern.

„Wir sollten die Straßensanierung, um die wir so lange gekämpft haben, nicht verzögen“, argumentierte Michael Gerdes (UWG).

 
 
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