Fairtrade-Woche Grundschule im Buch Bietigheim-Bissingen Grundschüler laufen für den guten Zweck

Von Heidi Vogelhuber
Auch die Klasse 3c hat mit Begeisterung am Spenlauf der Grundschule im Buch teilgenommen. ⇥ Foto: Martin Kalb

Seit 2016 ist die Grundschule im Buch in Bietigheim-Bissingen eine Fairtrade-Schule. Teil davon ist auch ein Spendenlauf, der in die Fairtrade-Woche eingebettet ist.

Stolz zeigen die Kinder der Schulleiterin  Nancy Kiedrowski und den anwesenden Eltern ihre Gummibänder. Ein Schüler kann fünf vorweisen, eine Schülerin protzt sogar mit zwölf Bändchen auf. Denn auch in diesem Jahr findet der bereits zur Tradition gewordene Spendenlauf in der Grundschule im Buch als Teil der Fairtradewoche statt. Bereits seit Anfang 2016 ist die Grundschule im Buch offizielle Fairtrade-Schule – passend zur Stadt Bietigheim-Bissingen, die bereits seit 2013 Fairtrade-Stadt ist.

Fairen Handel kennenlernen

„In dieser Woche geht es gezielt darum, den Kindern bewusst zu machen, was fairer Handel bedeutet. Es geht auch um die Tatsache, wie gut es uns hier eigentlich geht“, erklärt Rektorin Kiedrowski im Gespräch mit der BZ.

Pro gelaufener Runde bekommen die Kinder ein Gummiband. Eltern und Großeltern legen vorab einen Wert fest, der pro geschaffter Runde gespendet wird, beispielsweise zehn oder 50 Cent für jede Runde. Der gesammelte Geldbetrag wird dann an Hilfsprojekte gespendet. In diesem Jahr wird er einerseits für ein Projekt für die Ukraine gespendet, das der Elterngesamtbeirat Bietigheim-Bissingen organisiert hat. Die andere Hälfte geht an das Ruanda-Projekt. „Das kennen die Kinder noch vom letzten Jahr“, erklärt die Rektorin. Es gehe darum, eine Schule im ostafrikanischen Ruanda zu unterstützen. Unter anderem soll es einen Zuschuss für einen Basketballplatz geben.

Keine Selbstverständlichkeit

„Dort ist es nicht selbstverständlich einen so tollen Sportplatz vor der Nase zu haben, wie es bei uns hier der Fall ist. Das soll den Kindern bewusst gemacht werden“, erklärt die Schulleiterin. Die maximale Laufzeit beträgt 30 Minuten und die Klassen wechseln sich im Zehn-Minuten-Takt ab.

Aus dem Bietigheimer Fairtrade-Laden in der Altstadt wurden außerdem Lebensmittel, Süßigkeiten und kleine Geschenke bis zu fünf Euro bestellt, die dann nach dem Lauf von den Schülern erworben werden können. Passend dazu werden Themen wie Kakaoanbau oder die Arbeit auf Bananenplantagen besprochen, erklärt Lehrerin Julia Lehmann, die Teil des Fairtrade-Teams der Buchschule ist.

„Es geht auch darum, das eigene Kaufverhalten zu hinterfragen, den Blick für das Fairtrade-Siegel zu schärfen“, so Lehmann. Die Kinder beeinflussen so auch die Eltern, sodass nachhaltig der Blick für fair gehandelte Produkte geschärft würde. Auch die Schillerschule in Bissingen ist seit Ende 2017 eine Fairtrade-School und seit Ende 2018 auch das Berufliche Schulzentrum Bietigheim-Bissingen. ⇥

 
 
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