Faustball-Feldsaison TVV geht im Feld auf die Mission Klassenerhalt

Von Michael Nachreiner
Jakob Kilpper (von links) vom TV Vaihingen spielt den Ball auf seinen Angreiferkollegen Johannes Jungclaussen zu. Foto: /Michael Nachreiner

Obwohl Vaihingen vor wenigen Wochen DM-Bronze in der Halle geholt hat, bleiben die Bundesligamannschaft und ihr Trainer weiterhin bescheiden.

Als Meister der Südstaffel und Dritter bei der DM in der vergangenen Hallensaison könnten die Faustballer des TV Vaihingen mit viel Selbstvertrauen in die an diesem Wochenende beginnende Feldrunde der 1. Bundesliga Süd gehen. Doch Markus Knodel bleibt bescheiden. „Prinzipiell geht es auch in dieser Spielzeit gegen den Abstieg“, berichtet der TVV-Trainer. „Mit diesem beschäftigen wir uns zwar nicht. Aber auch wir müssen erst mal die notwendigen Punkte sammeln. Und jede großkotzige Aussage holt einen irgendwann wieder ein.“

Vier Teams auf Augenhöhe

Zumal sich der Übungsleiter sicher ist, dass es „keine Selbstläufer“ (Markus Knodel) mehr gibt. „Der TV Stammheim und die TSG Tiefenthal werden es schwer haben. Davor sind aber vier Mannschaften mit dem TV Unterhaugstett, dem TSV Calw, dem TV Schweinfurt-Oberndorf und wir, die auf Augenhöhe sind. Da kann jeder jeden schlagen – eigentlich trifft das sogar auf den TV Käfertal zu“, fügt der Coach hinzu. Nur der TSV Pfungstadt thront wieder über allen anderen Teams – „vorausgesetzt Hauptangreifer Patrick Thomas bleibt gesund“, sagt Markus Knodel, und fällt nicht wieder mehrere Wochen wie in der Hallensaison aus.

Viel hängt für den Vaihinger Übungsleiter davon ab, wie sein Team in die Saison startet. Am Samstag (18 Uhr) zu Hause gegen Tiefenthal „müssen wir gewinnen“ (Markus Knodel). Und am Sonntag (14 Uhr) wartet in Unterhaugstett eine „echte Standortbestimmung“, ist sich Markus Knodel sicher und fügt hinzu: „Der TVU hat mit Fynn Erlenmayer und Michael Ochner nicht nur auch einen Rechts- und Linksangreifer, sondern generell einen guten Angriff. Und er hat sich mit Europameister Oliver Kraut aus Waldrennach gut verstärkt.“

Zuwachs gibt es auch im Vaihinger Lager. Vom TV Waibstadt ist der Linksschläger Maximilian Brandt an die Enz gewechselt. „Er gibt uns ein paar Alternativen mehr. Denn Jakob Kilpper, der bisher mit vorne gespielt hat, ist kein Angreifer. Max Brandt wird also ein paar mehr Punkte als Jakob machen. Wenn wir aber defensiv aufstellen wollen, ist Jakob unschlagbar. Darüber hinaus kann Jakob nun auch hinten spielen“, erklärt Markus Knodel.

Viele Spieler mit Wehwehchen

Der Neuzugang pausiert aktuell aber gerade mit dem Training. Brandt macht eine Bauchmuskelverletzung zu schaffen. Und auch Johannes Jungclaussen (Sprunggelenk), Jaro Jungclaussen (Rücken), Kilpper (erkältet) und Andreas Knodel (Finger) schlagen sich mit Wehwehchen rum.

Dennoch fällt das Markus Knodels Fazit über die Vorbereitung positiv aus – dafür, dass die Vaihinger erst vor drei Wochen ins Feldtraining eingestiegen sind, weil einige Spieler mit der Nationalmannschaft unterwegs waren, und dafür, dass es noch so früh in der Saison ist.

 
 
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