Ferienprogramm in Sachsenheim Mit Noahs Arche in die Eiszeit reisen

Von Michaela Glemser
Neben Spiel- und Bastelaktionen stand Bewegung auf dem Sportgelände des Lichtensterngymnasiums im Vordergrund. Das Ferienprogramm richtet sich an Kinder zwischen sechs und 15 Jahren. Foto: /Martin Kalb

198 Kinder erleben beim Evangelischen Ferienwaldheim ein abwechslungsreiches Programm. Das Motto lautet „Ice Age und die Arche Noahs“.

Vorsichtig stellt die zehnjährige Amelie aus Großsachsenheim ihr getöpfertes Herz zum Trocknen in die Sonne auf der großen Wiese vor den Pavillons des Lichtenstern Gymnasiums. „Diese Bastelaktionen und die vielen Spiele machen mir beim Ferienwaldheim den größten Spaß. Darauf freue ich mich jeden Tag“, erzählt Amelie. Für den gleichaltrigen Felix war der Ausflug ins Schlossfreibad ein echtes Erlebnis. „Auch das Essen ist jeden Tag wirklich sehr lecker“, sagt der Junge aus Großsachsenheim.

198 Kinder beim Ferienprogramm

Samira Jacob kann sich gut vorstellen, wie sich die beiden Kinder unter den rund 198 Teilnehmern zwischen sechs und 15 Jahren beim diesjährigen Evangelischen Ferienwaldheim Sachsenheim fühlen. Schließlich war die 15-Jährige selbst von Kindesbeinen an bei der alljährlichen beliebten Veranstaltung in den Sommerferien dabei. Inzwischen ist Samira im zweiten Jahr in der sogenannten „Sprungbrettgruppe“ als Betreuerin aktiv und wird auf ihr ehrenamtliches Engagement als eine der insgesamt 48 Betreuungskräfte vorbereitet. „Die Gemeinschaft beim Ferienwaldheim ist einfach ganz besonders und Jahr für Jahr schön zu erleben. Der Spaß miteinander und untereinander ist wirklich toll.“

Dies kann auch Maximilian von Witzleben bestätigen, der inzwischen nahezu 15 Jahre beim Ferienwaldheim mit von der Partie ist, zunächst als Teilnehmer, dann als Betreuer und jetzt im achtköpfigen Leitungsteam. „Wir beginnen schon im November eines jeden Jahres mit den Vorbereitungen, treffen uns zu Besprechungen, Schulungen und verbringen im Vorfeld sogar ein ganzes Wochenende miteinander“, sagt er.

Dabei wird auch das Programm für die zweiwöchige Veranstaltung ausgearbeitet, die montags bis freitags von 8 bis 17.30 Uhr ihre Tore geöffnet hat. In diesem Jahr lautet das Gesamtmotto „Ice Age und die Arche Noahs“. „Diese Verbindung mag auf den ersten Blick ungewöhnlich klingen, aber der biblische Bezug lässt sich sehr gut herstellen“, sagt die Sachsenheimer Jugendreferentin der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde, Birte Treiber.

Gelände des Gymnasiums nutzen

Treiber hat gemeinsam mit Verwaltungsfachkraft Kathrin Cupal die Regie über das Ferienwaldheim von der im vergangenen Jahr in den Ruhestand verabschiedeten Diakonin Andrea Renk übernommen. „Wir sind dankbar, dass wir für das Ferienwaldheim das Gelände des Lichtensterngymnasiums nutzen können. Unser Angebot ist eine wichtige Ergänzung zur städtischen Ferienbetreuung und der Bedarf ist bei den Eltern groß“, sagt Treiber.

Jeder Ferienwaldheim-Tag beginnt in den einzelnen Gruppen, die nach dem Alter der Kinder eingeteilt sind. Anschließend gehen die Gruppen zum Frühstück in die Mensa, bevor im Foyer alle gemeinsam bei einem biblischen Anspiel und mit dem Singen von Liedern das offizielle Tagesprogramm starten. Dabei stehen neben zahlreichen Spiel- und Bastelaktionen auch ein Stadtspiel in Großsachsenheim, Ausflüge ins Schlossfreibad, eine gemeinsame Wanderung zur Eselshütte oder ein großes Tauschprojekt auf dem Programm, bei dem die Kinder mit einem Apfel und einer Banane losziehen und versuchen, das Obst gegen andere Gegenstände einzutauschen.

Neben dem gemeinsamen Frühstück bereitet das Küchenteam, das von Eltern der jungen Teilnehmer unterstützt wird, täglich auch ein Mittag- und Abendessen zu. „Die Kinder sind wirklich sehr begeistert und wollen Jahr für Jahr immer wieder kommen. Dies ist das Erfolgsrezept für unser Ferienwaldheim“, sagt Jugendreferentin Treiber.

Wenn der Bedarf der Kinder und Jugendlichen aus Sachsenheim gedeckt ist, werden auch Teilnehmer aus den umliegenden Gemeinden aufgenommen. Mindestens zehn Plätze werden zudem für sozial bedürftige Familien vorgehalten.

 
 
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