Am vergangenen Samstag fand die Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Erligheim in der voll besetzten August-Holder-Halle statt. Feuerwehrkommandant Jan Rothenburger sprach über ein „von Licht und Schatten geprägtes Jahr 2025“. Dabei stelle er fest, dass es mit insgesamt elf Alarmierungen ein relativ ruhiges Einsatzjahr war.
Feuerwehr Erligheim „Einer für alle, alle für einen“
Am Samstag fand die Hauptversammlung der Erligheimer Wehr in der August-Holder-Halle statt.
Brand im Baumbachtal
Dennoch wurde die Feuerwehr in den frostigen Morgenstunden Anfang April zu einem Vegetationsbrand ins Baumbachtal gerufen. Erst bei der Ankunft zeigte sich, dass es sich um ein kontrolliertes Feuer handelte, das ein Landwirt entzündet hatte, um seine Walnussbäume vor Frostschäden zu schützen (die BZ berichtete).
Weitere Einsätze wie das Öffnen einer Notfalltüre, ein nächtlicher Mülleimerbrand, der Schmorbrand einer Maschine der Firma Staiger und das unbeaufsichtigte Feuer an einer Grillstelle kamen zum Tragen. Die Rauchwarnmelder des Kinderhauses Bönnigheim sowie des Kleeblattheims Freudental ließen die Feuerwehr zwar ausrücken, erwiesen sich glücklicherweise jedoch als Fehlalarm. Der Höhepunkt des Jahres stellte jedoch das große Festwochende im Mai dar, das mit seinen spektakulären Schauübungen weit über Erligheim hinaus seine Anerkennung gefunden hatte.
1600 Stunden an Schulungszeit
Die 43 Feuerwehrangehörigen mit einem Altersdurchschnitt von 35 Jahren investierten insgesamt rund 1600 Stunden allein in die permanente Auffrischung ihrer Fertigkeiten bei der Brandbekämpfung und Menschenrettung.
Der Jugendwart Kai Philipp wies auf den diesjährigen 25. Geburtstag der Jugendfeuerwehr hin. Die 49 Kinder und Jugendlichen seien mit Begeisterung, Neugier und großem Interesse bei der Sache, betonte der Jugendwart. Dabei gehe es hier nicht nur ums Löschen. „Wir vermitteln Gemeinschaftssinn, Hilfsbereitschaft und das richtige Verhalten in Notsituationen“, erläuterte Philipp. So fand im Sommer eine „24-Stunden-Übung“ statt, bei der mehrere Brände gelöscht, verletzte Kinder gerettet und vermisste Personen gesucht wurden. Dabei bieb der Nachwuchs auch von Nachteinsätzen nicht verschont.
Erligheims Bürgermeister Rainer Schäuffele dankte der Feuerwehr im Namen des Gemeinderates und der Bürgerschaft für die vielen Arbeitsstunden und die „Sicherheit 24/7“
Willkommen geheißen wurden Sebastian Bracklow, Alexander Buchele, Marisa Friedl sowie Nadja Schneider und Noah Schneider, die in den aktiven Dienst eingetreten sind. Julian Langer wurde zum Feuerwehrmann ernannt.
Befördert wurden Louis Scheurlen und Philip Werner zum Oberfeuerwehrmann, Christian Haustein zum Löschmeister, Lucas Mayer zum Oberlöschmeister und Jörg Reichert zum Hauptlöschmeister.
Marie Hornek, Benjamin Kurtz und Matthias Fink traten aus beruflichen oder privaten Gründen aus der Erligheimer Feuerwehr aus. Für 15 Jahre Dienst wurde Fabian Philipp das bronzene Ehrenzeichen verliehen.
Hoffmann wird ausgezeichnet
Der anfangs bei der Löchgauer Feuerwehr tätige Tobias Hoffmann wurde für 25 Jahre Dienst mit dem silbernen Ehrenzeichen gewürdigt. Dabei verriet Bürgermeister Schäuffele schmunzelnd, dass für Hoffmann einst eine Ablösesumme nach Löchgau hatte bezahlt werden müssen.
Jan Rothenburger bedankte sich letztlich für die große Kameradschaft, die ihn in seinem Amt am bedeutendsten motiviere. Diese Kameradschaft zeigte sich auch in der Erinnerung an den im Dezember verstorbenen Sebastian Till.
Der Kommandant beendete die Hauptversammlung schließlich mit dem Leitspruch der Feuerwehr: „Einer für alle, alle für einen. Gott zur Ehr‘, dem Nächsten zur Wehr.“ Corinna Müller
