In Gerlingen (Landkreis Ludwigsburg) ist es am Montagabend zu einem Dachstuhlbrand gekommen. Wie die Polizei auf Nachfrage mitteilte, betraf das Feuer einen unbewohnten Gebäudeteil. Verletzt wurde niemand.
Feuerwehreinsatz in Gerlingen Flammen schlagen aus Dach – 54 Kräfte im Einsatz
In Gerlingen gerät am Montagabend ein Neubau in Brand. Verletzt wird niemand. Die Feuerwehr ist mit 54 Einsatzkräften vor Ort.
Wie Dennis Blos, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Gerlingen, noch am Abend sagte, wurde der Brand kurz nach 18 Uhr von Anwohnern über den Notruf 112 gemeldet. „Schon bei der Fahrt vom Feuerwehrhaus sah man eine weiße Rauchfahne“, berichtete Dennis Blos. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte habe die Rauchentwicklung weiter zugenommen. „Es waren dann auch schon Flammen aus dem Dachstuhl zu erkennen“, so Blos.
Flammen breiteten sich in Dämmung aus
Die Feuerwehrkräfte gingen umgehend mit einem Strahlrohr durch das Gebäude ins Dachgeschoss vor. Parallel dazu bereiteten weitere Einsatzkräfte ein sogenanntes Wenderohr über eine Drehleiter vor. Das Feuer wurde ebenfalls von außen bekämpft.
Da sich die Flammen in der Dämmung ausgebreitet hatten, gestalteten sich die Nachlöscharbeiten aufwendig und langwierig. Nach Angaben des Pressesprechers der Feuerwehr mussten das Dach auf der betroffenen Seite abgedeckt und die Ziegel entfernt werden.
Dach mit Motorsäge geöffnet
Das Feuer war in die Dämmung vorgedrungen. Um sicherzustellen, dass keine Glutnester zurückblieben und das Feuer nicht erneut aufflammte, öffneten weitere Einheiten das Dach beziehungsweise die Decke von innen mit einer Motorsäge. So gelangten sie auch an versteckte Brandstellen von innen.
Pressesprecher Dennis Blos bestätigte, dass bei dem Brand niemand verletzt wurde. Neben der Feuerwehr waren die Polizei, der Regelrettungsdienst und der DRK-Ortsverein Gerlingen zur Absicherung im Einsatz. Unterstützung kam zudem von der Feuerwehr Ditzingen. In der Spitze befanden sich bis zu 54 Feuerwehrleute im Einsatz.
Am Dienstag berichtete dann die Polizei, dass vermutlich ein Funkenflug durch den Einsatz eines speziellen Brenners bei Arbeiten am Dach den Brand verursacht hat. Die Funken haben offenbar einen Balken in Brand gesetzt, von wo aus sich das Feuer ausbreitete. Den Schaden schätzt die Polizei auf insgesamt etwa 200 000 Euro.
