Sechs Siege holten die Landesliga-Fußballerinnen des TSV Ottmarsheim aus den ersten zwölf Spielen der Saison. Als Tabellen-Vierter stehen die TSV-Frauen in ihrer zweiten Spielzeit in dieser Liga bislang gut da. Erst recht, wenn man die Verletzungssorgen des Teams mit einrechnet, die den ohnehin kleinen Kader zusätzlich dezimierten. Die Winterpause wurde daher regelrecht herbeigesehnt.
Frauenfußball Die Personalsituation beim TSV Ottmarsheim verschärft sich
Weitere Spielerinnen haben sich verletzt oder stehen der Mannschaft nach Wegzug nicht mehr zur Verfügung. Der Klassenerhalt ist weiterhin erstes Ziel.
„Herzstück des Mittelfelds“ fällt verletzt aus
Die Hoffnung auf eine Entspannung der Personalsituation in der Winterpause hat sich bislang nicht erfüllt – im Gegenteil. Zwei Spielerinnen, darunter Angreiferin Yvonne Stecher, sind aus privaten Gründen weggezogen und stehen daher nicht mehr zur Verfügung. Zudem hat sich mit Natalie Härterich eine weitere Leistungsträgerin verletzt, was besonders bitter ist. „Sie ist das Herzstück im Mittelfeld“, sagt Ingo Sommer, der die TSV-Frauen gemeinsam mit Oliver Utz trainiert. „Unser Kader wird dadurch noch kleiner. Daher werden wir noch mehr mit der zweiten Mannschaft trainieren.“
Sicher werden in der verbleibenden Saison Spielerinnen aus der Bezirksliga-Mannschaft in der Landesliga zum Einsatz kommen. Auch ohne die Verletzungsmisere hätten die Ottmarsheimer sich nicht an den Spitzen-Teams der Landesliga orientiert. Ein Aufstieg war nie ins Auge gefasst worden. Durch die Personalsituation bedingt, heißt das Ziel trotz Platz vier weiterhin Klassenerhalt. Aus der zwölf Mannschaften umfassenden Landesliga-Staffel steigen drei Teams direkt ab, Platz acht ist der Relegationsrang. Den belegt derzeit der FC Ellwangen. Der Vorsprung der Ottmarsheimer Fußballerinnen auf den Relegationsplatz beträgt aktuell neun Punkte.
Allerdings hat Ellwangen noch ein Spiel weniger absolviert. Die SSG Ulm und der Spvgg Gröningen-Satteldorf, die im Tabellen-Mittelfeld rangieren, haben sogar zwei Spiele weniger bestritten als der TSV.
Pauline Kühnle neu verpflichtet
Platz vier ist also keineswegs in Stein gemeißelt, sollten die Konkurrenten ihre Nachholspiele erfolgreich gestalten. „Wir müssen zusehen, dass wir möglichst schnell neun bis zehn Punkte holen, damit wir früh auf der sicheren Seite sind. Vor allem gegen die Mannschaften auf den hinteren Plätzen gilt es dabei zu punkten“, sagt Sommer. Mit Pauline Kühnle vom SV Heilbronn am Leinbach wurde immerhin eine neue Spielerin verpflichtet, die die Ottmarsheimerinnen im Kampf um den Klassenerhalt unterstützen wird.
Seit fast zwei Wochen läuft die Vorbereitung auf die verbleibenden zehn Punktspiele. Insgesamt fünf Testspiele gegen Regionen- und Bezirksligisten sind geplant, ehe am 15. März das Auswärtsspiel in Dürrenzimmern ansteht.
