Mit einem 4:0-Erfolg gegen den FSV Oßweil schlossen die Fußballerinnen des FSV 08 Bietigheim-Bissingen am Sonntagmittag eine sehr erfolgreiche Saison ab. Mit acht Punkten Vorsprung auf Platz zwei und einem Torverhältnis von 127:35 sicherten sich die Bissingerinnen souverän die Meisterschaft in der Bezirksliga Enz/Murr und spielen in der kommenden Saison nun wieder in der Regionenliga. Besonders beeindruckend sind dabei zwei Serien: Zum einen gewannen die Nullacht-Frauen alle elf Heimspiele und wahrten so am heimischen Bruchwald ihre blütenrein weiße Weste.
Frauenfußball Mentalität als großes Plus
Den Fußballerinnen des FSV 08 Bietigheim-Bissingen gelingt der direkte Wiederaufstieg in die Regionenliga.
Makellose Bilanz in der Rückrunde: Elf Spiele, elf Siege
Zum anderen blieben sie in der kompletten Rückrunde ohne Punktverlust, gewannen also auch diese elf Begegnungen in Serie. Das Unentschieden und die beiden Niederlagen gab es auswärts in der Hinrunde.
Für ihre herausragende Saison belohnten sich Mannschaft, Trainer und Abteilungsleitung mit einem Trip nach Mallorca. Unmittelbar nach der Meisterfeier mit Wimpelübergabe ging es los. Meistertrainer Selcuk Ibram lobt seine Spielerinnen für den Zusammenhalt und die Einsatzbereitschaft. So mussten die Bissingerinnen den Ausfall mehrerer verletzter Mitspielerinnen hinnehmen. „Besonders schwer wiegen dabei zwei Kreuzbandverletzungen, die nicht nur sportlich, sondern auch menschlich sehr schmerzhaft für die Mannschaft waren. Umso bemerkenswerter ist es, wie das Team mit diesen Rückschlägen umgegangen ist. Andere Spielerinnen haben Verantwortung übernommen, sind in neue Rollen hineingewachsen und haben die Ausfälle gemeinsam aufgefangen“, sagt Ibram.
Auch wenn der Blick auf die Tabelle einen Durchmarsch der FSV-Frauen vermuten lässt, gab es Begegnungen, in denen man nicht durchweg spielerisch überzeugte. Doch selbst solche Spiele wurden meist gewonnen. „Die Liga war stärker, als es die Tabelle am Ende vielleicht vermuten lässt. Es gab einige Mannschaften, die uns alles abverlangt haben und gegen die wir bis zur letzten Minute konzentriert bleiben mussten. Gerade die Teams aus dem oberen Tabellendrittel haben uns immer wieder gefordert“, berichtet Ibram. Seine Mannschaft habe aber immer an sich geglaubt.
Großer Zusammenhalt im Team ist der Schlüssel zum Erfolg
Die Mentalität und der Teamgeist seien sehr groß. Co-Trainerin Simone Mete ergänzt: „Der Zusammenhalt ist außergewöhnlich, die erfahrenen Spielerinnen haben den jungen Spielerinnen die Werte eines Vereins und eines Teams mitgegeben, die das komplett leben. Und das ist der Schlüssel zum Erfolg.“
Auch Abteilungsleiterin Melanie Wirkner ist angetan vom Miteinander in der Mannschaft. „Nach dem großen Umbruch im Sommer und dem Weggang unserer Juniorinnen, sind die Mädels noch enger zusammengewachsen. Auf dem Platz und vor allem außerhalb des Platzes. Es haben sich Freundschaften über den Fußball hinaus gebildet und dies macht sich auch auf dem Platz bemerkbar. Dieser Zusammenhalt ist auch eine Stärke der Mannschaft, welcher zu diesem Erfolg beigetragen hat“, sagt sie.
Hatte es im vergangenen Jahr noch viele Veränderungen im Kader gegeben, so bleibt nun ein Großteil der Mannschaft zusammen. Zwar sind die Nullacht-Frauen offen für Neuzugänge und freuen sich über alle eventuellen Neuzugänge, die sich im Laufe der Planungen für die neue Saison noch ergeben könnten, doch soll im Wesentlichen auf dem aufgebaut werden, was in der gerade zu Ende gegangenen Saison erarbeitet wurde. In der Regionenliga, aus der der FSV im Sommer 2025 abgestiegen war, wird das Ibram-Team nicht zu den Favoriten zählen. „Wir freuen uns riesig auf die Regionenliga und wollen dort zeigen, dass wir zurecht aufgestiegen sind. Unser erstes Ziel wird natürlich sein, uns in der Liga zu etablieren. Gleichzeitig wollen wir mutig auftreten und uns nicht verstecken. Die Mannschaft hat viel Potenzial und wir freuen uns auf die neue Herausforderung“, zeigt sich der Bissinger Trainer zuversichtlich.
Der Erfolg in der abgelaufenen Saison hat dazu geführt, dass die Zahl der Zuschauer gestiegen ist. Hielt sich diese vor allem zu Beginn noch in überschaubaren Grenzen, wie Melanie Wirkner es formuliert, so war mit dem großer werdenden Erfolg auf ein wachsendes Interesse der Heimspiele besonders bemerkbar. Auch in der kommenden Spielzeit hoffen Mannschaft und Betreuer wieder auf viele Zuschauer am Bruchwald.
