Frauenfußball TSV Ottmarsheim will nach oben

Von Simon David
Antonia Fuchs vom TSV Ottmarsheim (rechts) ist den entscheidenden Schritt schneller am Ball. Foto: Ralf Poller//Avanti

Trotz vieler Ausfälle spielt der Regionenligist um den Aufstieg mit.

Mit drei Siegen in Folge verabschiedeten sich die Fußballerinnen des TSV Ottmarsheim Ende November in die Winterpause. Als Zweiter der Regionenliga 2 hat die Mannschaft von Trainer Ingo Sommer nur einen Punkt Rückstand auf Tabellenführer TSV Münchingen II. Die Rückrunde, die am 3. März mit dem Heimspiel gegen die Sportvereinigung Feuerbach beginnt, verspricht, spannend zu werden, zumal sich mit dem SV Winnenden und dem SV Horrheim zwei weitere Teams Chancen im Rennen um Meisterschaft und Aufstieg in die Landesliga ausrechnen. „Ich finde es gut, dass es in dieser Saison so spannend ist. In den letzten Jahren gab es immer Mannschaften, die die Liga dominiert haben. Dass jetzt vier Mannschaften um den Aufstieg kämpfen, hält die Spannung hoch“, sagt Ingo Sommer, der seit sieben Jahren zum Trainerteam der Ottmarsheimer Frauen gehört. Seit drei Jahren ist er der hauptverantwortliche Coach.

Verletzungspech in der Vorrunde

Der aktuelle sportliche Erfolg des Vorjahres-Dritten war so nicht abzusehen, denn von den 22 Spielerinnen, die dem Kader angehören, fehlten fast während der gesamten Vorrunde mehrere aufgrund von Verletzungen und Krankheit. „Zu manchen Begegnungen sind wir mit nur 13 Spielerinnen gefahren. Die Mädels haben aber alles reingeworfen. Solch ein Verletzungspech habe ich noch nie erlebt. Dass die Mannschaft trotzdem auf Platz zwei steht, ist sensationell“, betont Sommer. Neben dem Erfolg in der Liga haben die Besigheimerinnen auch noch das Halbfinale im Bezirkspokal erreicht. Dabei sind sie am 10. April beim TSV Ludwigsburg gefordert. Grundstein für den Erfolg ist der Zusammenhalt in der Mannschaft, die sich gemeinsam in den letzten Jahren weiter entwickelt hat.

„Im Frauenbereich haben wir leider keinen Unterbau, weder Jugend noch eine zweite Mannschaft. Wir sind also immer wieder auf Neuzugänge angewiesen. Das funktioniert aber immer wieder sehr gut, die Neuen sind schnell integriert. Die Spielerinnen sind untereinander befreundet und gehen regelmäßig aus, zum Beispiel auf Konzerte“, berichtet Sommer. Gerade in den letzten beiden Jahren hat es einen Entwicklungsschub gegeben. Eine der Stärken des Teams ist der Spaß am Fußball. Im Unterschied zu anderen Mannschaften, vornehmlich aus der unteren Tabellenhälfte, die meist nur auf lange Bälle setzen, zeigt der TSV Ottmarsheim häufig sehr ansehnliches Kombinationsspiel.

Sichere Abwehr, starker Angriff

Eine weitere Stärke ist die Ausgewogenheit der Mannschaftsteile. Der TSV stellt die drittbeste Defensive und den zweitstärksten Angriff der Liga. 40 Tore haben die Ottmarsheimerinnen in zwölf Vorrundenspielen bereits erzielt. Allein 18 davon gehen auf das Konto von Kapitänin Laura Pfeiffer, die die Torschützenliste anführt. Beim 9:0-Auswärtssieg in Oßweil war sie sechsmal erfolgreich. „Ich bin sehr stolz darauf, was die Mannschaft in der Vorrunde geleistet hat. Trotz Verletzungspech haben die Mädels vor allem in den letzten Spielen sehr souveräne Leistungen gezeigt“, lobt der Trainer. In der Rückrunde werden mehrere der zuletzt angeschlagenen Spielerinnen wieder zur Verfügung stehen.

Ein Thema, das nicht nur das Frauen-Team, sondern den gesamten Verein in den vergangenen Jahren beschäftigte, ist der Rasenplatz, auf dem alle Mannschaften ihre Begegnungen austragen. „Dort gibt es kein Flutlicht und spätestens ab Oktober ist der Platz ziemlich abgerupft“, berichtet Sommer. Seit einigen Jahren besteht jedoch die Möglichkeit, ab Oktober auf dem auch von der Spvgg Besigheim genutzten Kunstrasen zu spielen. Die Stadt Besigheim hat jedoch bereits den Bau eines neuen Kunstrasenplatzes samt Flutlichtanlage beschlossen. Der Termin des Baubeginns ist aber noch offen. Simon David

 
 
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