Frauenhandball EM-Qualifikation Heimspiel für ein Quintett der SG BBM

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Nominiert: Amelie Berger (links) von der SG BBM Bietigheim und Bundestrainer Henk Groener. Im Hintergrund auf dem Plakat die deutsche Auswahltorhüterin Dinah Eckerle. ⇥ Foto: Helmut Pangerl

Für das EM-Qualifikationsspiel zwischen Deutschlad und Slowenien am 29. März in Bietigheim-Bissingen hat Bundestrainer Henk Groener ein Quintett des deutschen Meisters nominiert.

Amelie Berger hatte am Donnerstag im VIP-Bereich der Bietigheimer EgeTrans-Arena allen Grund, sich zu freuen. Die 20-jährige Linkshänderin vom deutschen Meister SG BBM Bietigheim wurde von Bundestrainer Henk Groener erneut ins Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft berufen, und damit auch für das Qualifikationsspiel am 29. März (16.30 Uhr) in der EgeTrans-Arena gegen Slowenien. „Unser Ziel und unser Anspruch ist es, Gruppensieger zu werden. Wir müssen auch jede Chance nutzen, wenn wir zusammen sind, denn wir haben recht wenige Lehrgänge“, sagte die gebürtige Tübingerin, die zur laufenden Saison vom TSV Bayer 04 Leverkusen nach Bietigheim gewechselt ist.

Smits fehlt im Aufgebot

Bundestrainer Groener hatte am Donnerstagmorgen sein Aufgebot für die beiden Länderspiele gegen Slowenien am 25. März in Celje und am 29. März in Bietigheim-Bissingen bekanntgegeben. Mit dabei sind von der SG BBM neben Berger Spielführerin Kim Naidzinavicius, Luisa Schulze, Dinah Eckerle und Antje Lauenroth. Nominiert ist auch Julia Maidhof von der HSG Bensheim/Auerbach. Die treffsichere Linkshänderin spielt bekanntlich ab der kommenden Saison auch für die SG BBM. Ein Neuzugang beim Titelverteidiger und aktuellen Tabellenzweiten der Bundesliga ist auch Xenia Smits, die fester Bestandteil der deutschen Auswahl ist. Da sie nach einer Verletzung aber noch leicht angeschlagen ist, hat Groener auf eine Nominierung der 25-Jährigen verzichtet. Das Aufgebot trifft sich schon am 18. März in Bensheim zur Vorbereitung auf die beiden Spiele gegen Slowenien.

In sieben Gruppen geht es um die Qualifikation zur Europameisterschaft, die vom 4. bis zum 20. Dezember in Dänemark ausgetragen wird. Die Gruppensieger und -zweiten qualifizieren sich für die EM. In der Tabelle der Gruppe D führt Deutschland nach den Siegen gegen Kosovo (34:15) und Weißrussland (40:30) die Tabelle vor den punktgleichen Sloweninnen an, die ebenfalls gegen Kosovo und Weißrussland gewonnen haben. In den beiden direkten Duellen Ende März geht es um Gruppenplatz eins, die Qualifikation zur EM dürften sowohl, Deutschland als auch Slowenien sicher haben.

Platz acht bei der WM

„Für uns ist es in Bensheim das erste Treffen der kompletten Mannschaft nach der Weltmeisterschaft. Wir sind bereit für den Kampf um Platz eins“, kündigte Groener beim Medientermin in der EgeTrans-Arena interessante und intensive Spiele in Celje und in Bietigheim-Bissingen an. Nach Platz acht bei der Weltmeisterschaft im Dezember 2019 in Japan und der verpassten Olympia-Qualifikation herrschte Enttäuschung im deutschen Lager vor. „Dabei war das Halbfinale zum Greifen nahe“, meinte Groener im Rückblick. Der 59-jährige Niederländer erinnerte sich noch an seine Zeit als Trainer der HBR Ludwigsburg und an Spiele in der Viadukthalle gegen die Männer der SG BBM, und lobte die Entwicklung des Handballsports bei den Männern und Frauen in Bietigheim-Bissingen. Dass einige seiner Nationalspielerinnen wie Emily Bölk und Alicia Stolle zur neuen Saison ins Ausland wechseln und Smits zurück nach Deutschland kommt, sieht Groener positiv, er warnte aber auch: „Die Spielerinnen suchen ihren Weg, professionell zu spielen. Das finde ich gut, wenn sie ihre Entwicklung in die eigene Hand nehmen. Aber es sind nicht nur rein handballerische Wechsel, das werden sie merken. Da kommt es auf viele andere Dinge an, alleine schon auf die Sprache.“

Der aktuelle Kader der Nationalmannschaft besitzt von der Altersstruktur her durchaus eine Perspektive für das Jahr 2025, wenn in Deutschland und den Niederlanden die Weltmeisterschaft stattfindet. „Ich hoffe, das wir so erfolgreich sind, dass ich dann noch dabei bin“, meinte Groener, dessen Vertrag beim Deutschen Handball-Bund (DHB) zunächst bis Ende 2021 datiert ist. „Wir sind dabei, etwas Großes aufzubauen. Eine WM im eigenen Land ist großartig“, meinte Nationalspielerin Berger.

Oberbürgermeister Jürgen Kessing reichte schon mal mündlich die Bewerbung von Bietigheim-Bissingen als Spielort für die WM 2025 bei DHB-Sportvorstand Axel Kormer ein. „Wir werden es auch noch schriftlich nachreichen“, kündigte er an. Dabei erinnerte Kessing an die tolle Stimmung bei der letzten Heim-WM 2017 mit Gruppenspielen in der EgeTrans-Arena. „Da herrschte Gänsehautatmosphäre. Wir haben hier ein sachliches und euphorisches, aber auch ein verwöhntes Publikum“, sprach der Oberbürgermeister die erfolgreichen Teams der SG BBM an.

 
 
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