Mehr als 50 Interessenten strömten am Freitagabend voller Erwartung und Tatkraft in den Hohensteiner Hof zur Gründungsversammlung des Fördervereins Mineralfreibad Bönnigheim. „Wir sind sehr zufrieden“, freuten sich die Initiatorinnen, Ann Marie Ackermann und Christiane Rossato-Argaud. In knapp zwei Stunden wurde die Satzung beschlossen, der Verein gegründet und die Vorstandschaft gewählt. Mit 41 Gründungsmitgliedern gehen die Freibadfreunde an den Start.
Freibadverein Bönnigheim „Nicht nur reden, sondern etwas tun“
Der Förderverein für das Bönnigheimer Mineralfreibad wird mit 38 Gründungsmitgliedern aus der Taufe gehoben, um die beliebte Freizeiteinrichtung künftig zu unterstützen.
Mitreißende Stimmung
Die Stimmung war mitreißend. Am liebsten hätten die Ersten gleich angefangen zu arbeiten. Doch zunächst standen nur die Formalien zur Abstimmung. Ann Marie Ackermann erläuterte zunächst wie es zur Fördervereins-Idee gekommen ist: Die schwierigen städtischen Finanzen, die das jährliche Defizit von rund einer halben Million Euro zu verkraften hätten, und die Corona-Delle bei den Besuchern hätten deutlich gemacht, dass die Bürgerinnen und Bürger etwas tun müssten für ihr geschätztes und geliebtes Freibad. Ein Stimmungstest beim letzten Weihnachtsmarkt habe diese Einschätzung bestätigt. „Unser Freibad liegt nicht auf dem Sterbebett“, betonte sie. „Aber stationär ist es schon.“ Deshalb brauche es die ehrenamtliche Hilfe, die beispielsweise in Infobroschüren, Rasen mähen oder Rosen schneiden bestehen könne. Sie forderte alle auf, Ideen für die nächste Versammlung einzubringen.
Der „langweiligste Teil“ des Treffens, so Ackermann, sei wohl die erforderliche Satzung. Sie sei vorab schon mal mit dem Finanzamt abgeklärt worden, da man ja die Gemeinnützigkeit anstrebe. Erst wenn diese verabschiedet und genehmigt worden sei, könne der Verein ein Konto eröffnen. Daher bat sie um Geduld. „Zwischenzeitlich können wir aber schon mal einen Newsletter verschicken, uns treffen und in den Ideenaustausch einsteigen, wie wir das Mineralfreibad noch attraktiver machen können“, sagte sie.
Es sei ein sozialer Treffpunkt, diene der Gesundheit und mache einfach Spaß. Anhand einer Powerpoint-Präsentation informierte sie detailliert über die Satzungsbestimmungen. Auf Vorschlag von Markus Stahl wurde der Namen des Vereins in „Förderverein Mineralfreibad Bönnigheim“ umgewandelt. Eine Teilnehmerin sprach den Initiatorinnen ein Kompliment für ihre bisherige Arbeit aus. Die Versammlung quittierte es mit lang anhaltendem Beifall.
„Es ist ein guter Tag für Bönnigheim und das Bönnigheimer Freibad“, konstatierte Bürgermeister Albrecht Dautel. Er hatte anschließend wenig Arbeit als Wahlleiter, denn alle Kandidatinnen und Kandidaten ernteten nur Zustimmung. Als erste Vorsitzende wurde Ann Marie Ackermann gewählt.
Ihre beiden Stellvertreter sind Matthias Röder und Helga Oberländer. Elisabeth Bodein wurde zur Schatzmeisterin gewählt. Das Amt der Schriftführerin bekleidet Christiane Rossato-Argaud.
„Geburtshilfe“ von den Nachbarn
Dann gibt es noch zwei Kassenprüfer, Annika Spielmann und Markus Stahl, sowie vier Beisitzer Klaus Schnatterer, Lore Bisch, Kurt Raiser und Jenny Alber. Damit es bei der Versammlung nicht zu trocken wurde, standen zwischendurch die wasserfesten Vorsitzenden des Fördervereins Enztalbad in Vaihingen, Thomas Schmid, und des selbstverwalteten Schlossfreibads in Sachsenheim, Axel Griesbaum, für Informationen zur Verfügung. Sie zeigten, was machbar ist und erhöhten die Begeisterung für die anstehenden Aufgaben noch einmal kräftig.
