Freiberg Eine faszinierende Miniaturwelt entdecken

Von Jörg Palitzsch
Seit 20 Jahren werden die Freiberger Modellbahntage im Prisma veranstaltet. Foto: /Oliver Bürkle

Ein Erlebnis für die ganze Familie: Die Modellbahntage im Prisma lockten große und kleine Eisenbahnliebhaber an.

Der Modelleisenbahnclub Freiberg präsentierte am Wochenende eine beeindruckende Auswahl an Modellanlagen und Ausstellungen, die Besucher ins Staunen versetzten. Zu den Höhepunkten der Veranstaltung im Prisma gehörte die vereinseigene Spur-HO-Anlage, auf der detailreich gestaltete Szenerien den Charme vergangener Epochen und das Abenteuer des Schienenverkehrs nachbildeten. Insgesamt besteht die Anlage aus 36 einzelnen Segmenten, die rund zehn Mitglieder in vier Tagen aufbauten, so Eckhard Rühle, der mit Ulrich Geiger das Vorsitzenden-Duo des Vereins bildet. Nach wie vor ist die Spur HO am meisten vertreten, aber auch die kleinere Spur N, so Rühle über die Vorlieben der Modelleisenbahner. Im Kommen sei auch die Spur 0 im Maßstab 1:45.

Ursprünglich hat der Modelleisenbahnclub seine Ausstellungen in der Freiberger Kelter aufgebaut, man war aber auch schon in Vaihingen, Maulbronn und Besigheim zu Gast. Seit 2004, zum 40-jährigen Jubiläum, ist man nun im Freiberger Prisma. Dies sei beim Besucherpublikum sofort gut angekommen, deshalb habe man den Ort beibehalten, so Rühl weiter, der seit 36 Jahre dem Verein angehört. Das Prisma bot dann auch den entsprechenden Platz und somit die Möglichkeit, um etwa ein Innen-U in die Anlage zu bauen.

Seit 20 Jahren digital gesteuert

Die große Spur-HO-Anlage, seit über 20 Jahren digital gesteuert, wurde von vielen Besuchern genauer unter die Lupe genommen. Die Steuerung ermöglicht ein langsames Anfahren und ein langsames Anhalten der über 20 Züge, die, zum Teil in Schattenbahnhöfen, auf der Anlage unterwegs waren. Nicht nur große und kleine Eisenbahnfans zeigten sich begeistert, die Modellbahntage nahmen auch viele Familien zum Anlass, ins Prisma zu kommen. Für die beiden Tage rechnete Vorsitzender Rühle mit über 2000 Besuchern, denen viel geboten wurde. Jedes Segment zeigte eine andere Szenerie. Unter einem Viadukt war eine kleine Zeltstadt aufgebaut, unter einer historischen Burg waren Ritterspiele zu sehen. Hinzu kam eine Kirmes mit Karussell und Riesenrad, ein Ringlokschuppen und eine historische Häuserreihe.

Dampfloks in Schneelandschaft

Eine eigens gestaltete Winteranlage versetzte die Besucher in eine verschneite Miniaturwelt, in der Dampfloks in winterlichen Landschaften unterwegs waren und idyllische Szenen ein weihnachtliches Ambiente verbreiteten. Ein weiteres Schmuckstück war die Schmalspuranlage der „Arge Schmalspur, Regionalgruppe Württemberg“. Die dortige Sonderspurweite ist H0e, die den speziellen Charme dieser Bahnen authentisch widerspiegelte. Die filigranen Züge und engen Gleise sorgten für einen besonderen Reiz und boten vor allem Liebhabern dieser besonderen Bahnvariante ein eindrucksvolles Erlebnis. Im Gegensatz dazu war eine LGB-Bahn aufgebaut, bei der selbst kleine Fahrzeugdetails so groß nachgebildet werden, dass sie die nötige Stabilität auch für einen echten Gartenbahnbetrieb aufweisen.

Neben den liebevoll gestalteten Modellanlagen gab es einen Modellbahnflohmarkt, auf dem Sammler und Interessierte nach Herzenslust stöbern konnten. Hier fand sich für kleine und große Bahnfans Zubehör für die eigene Anlage, seltene Modelle und Ersatzteile. Eine Puppenstubenausstellung für Puppensammler und Nostalgie-Fans, viel Informationsmaterial und Kataloge mit Neuheiten aus der Welt des Modellbahnbaus rundete die Veranstaltung im Freiberger Prisma ab.

Infos zum Modelleisenbahnclub gibt es online.

 
 
- Anzeige -