Freiberg steht nach 2:1-Sieg in Reutlingen im Pokal-Viertelfinale Celiktas verwandelt Freistoß von Klauß per Kopf

Von
Volkan Celiktas (Mitte) dreht nach dem 2:1 jubelnd ab, Marco Grüttner hat Mühe, Freibergs Matchwinner einzufangen. ⇥ Foto: Axel Grundler

Mit einem mühsamen 2:1-Sieg beim SSV Reutlingen erreicht der SGV Freiberg das Pokal-Viertelfinale.

Der SGV Freiberg hat die Runde der letzten acht Mannschaften im württembergischen Verbandspokal mit einem 2:1-Erfolg im Achtelfinale beim SSV Reutlingen erreicht, die Ende September ausgetragen werden soll. Jetzt kann sich der SGV auf das Spitzenspiel in der Oberliga am kommenden Samstag (14 Uhr) gegen die Stuttgarter Kickers konzentrieren. Freibergs Trainer Evangelos Sbonias nahm eine Änderung in der Startformation gegenüber dem Oberligaspiel beim SV Oberachern (1:1) vor, und brachte mit Marcel Sökler und Manuel Salz und Marco Grüttner, der sich etwas zurückfallen ließ, seine drei nominell zentralen Spitzen, draußen blieb zunächst Sechser Kevin Ikpide.

Ballsicher und variabel übernahmen die Gäste sofort das Kommando. Der SSV war meist damit beschäftigt, die Reihen dicht zu halten und die Zulieferdienste in die Spitze zu unterbinden. Reutlingens Trainer Maik Schütt brachte für den angeschlagenen Ex-Freiberger Luca Wöhrle keinen defensiven Mann, sondern den schnellen Noah Ganaus. Für ihn rückte der ebenfalls pfeilschnelle Onesi Kuengienda auf die Zehnerposition, Tim Schwaiger übernahm Wöhrles defensiveren Part.

Diese mutige Herangehensweise zahlte sich schnell aus. Nach einem Konter der Gastgeber konnte Lukas Hoffmann den Schuss von Armin Zukic noch verhindern, doch aus 16 Metern Entfernung zog Bleart Dautej ab und brachte mit seinem Flachschuss ins Eck sein Team mit 1:0 in Führung (18.). Die hielt allerdings nur drei Minuten, dann gelang Grüttner nach einem Eckball von Yannick Thermann per Kopf der Ausgleich.

Thermann verschießt Strafstoß

Die beiden Tore und die offensivere Herangehensweise der Reutlinger sorgten für ein abwechslungsreiches Spiel, in dem die Gäste zwar nach wie vor überlegen waren, aber auch in der Rückwärtsbewegung mehr gefordert waren. Beim SGV mangelte es bei Freistößen und Zuspielen an der Genauigkeit. Eine gute Chance bot sich noch Sökler, doch dessen Kopfball parierte SV-Schlussmann Enrico Piu. Mehr Abschlüsse des Favoriten ließen die gut organisierte Deckung der Reutlinger nicht zu.

Zur zweiten Halbzeit baute SSV-Coach Schütt mit dem jungen Lukas Preuß für Kuengienda eine defensive Sicherung ein und ließ gegen den Ball mit einer Fünferkette agieren, um den Druck der Gäste abzufedern. Zumal Grüttner nun zwischen Sökler und Salz ganz in die Spitze vorgerückt war. Das Trio spielte in Gemeinschaftsarbeit auch die Riesenchance zur Führung heraus. Reutlingens Patrick Mohr brachte im Strafraum Salz zu Fall, mit dem fälligen Elfmeter scheiterte Thermann aber an SSV-Keeper Piu (57.).

Freiberg hatte in der nicklig geführten Partie gegen einen einsatzfreudigen Gegner weiter viel Ballbesitz, tat sich aber schwer, zu Torchancen zu kommen. Einen Kopfball von Sökler schlug Mohr von der Torlinie (70.). Ins Tor traf dann Volkan Celiktas mit einem Kopfball nach einem scharf mit links getretenen Freistoß von Michael Klauß zum verdienten 2:1-Siegtreffer (79.).

 
 
- Anzeige -