Freiwillige Feuerwehr Freudental Wehrleute mit immer schwierigeren Aufgaben konfrontiert

Von Heike Rommel
Von links: Bürgermeister Alexander Fleig, Luca Cucchiara, Thomas Layher, Kai Autenrieth, Sebastian Schrenk und Kommandant Alexander Weidhaus. Foto: /Martin Kalb

Am Freitagabend fand in der Schönenberghalle die Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Freudental statt.

Breit aufgestellt für immer schwieriger werdende Aufgaben zeigte sich die Freiwillige Feuerwehr Freudental am Freitagabend bei ihrer Hauptversammlung in der Schönenberghalle. Kommandant Alexander Weidhaus, Kreisfeuerwehrkommandant Klaus Haug und Bürgermeister Alexander Fleig können zufrieden damit sein, was die Wehrleute samt Neuzugängen auch First Reponder (Helfer vor Ort) zu leisten vermögen. Zu Einsätzen ins Kirbachtal waren sie schneller als der Rettungsdienst.

Erfolgreiches Gaisgrabenfest

Die Wehrleute, so teilte Weidhaus im Zuge seines Jahresberichtes mit, können nach der ihren Einsätzen mit dem Corona-Testzentrum in der Schönenberghalle und zwei Impfstraßen langsam wieder zum Normalbetrieb übergehen. Gefreut haben sie sich über das Gaisgrabenfest, das so erfolgreich war wie noch nie, und darüber, dass das Konzept gegen flächendeckenden Stromausfall in Freudental steht.

Hochwassergefahren, Strakregenrisikomanagement, Stromausfall, Windwurf und alles andere rund um den Katastrophenschutz kann die mit einer neuen Schmutzwasserpumpe ausgestattete Wehr in Angriff nehmen. Ein mobiles Stromaggregat steht schon im Gerätehaus, das zweite kommt. Trotz erfreulicher Neuzugängen wie Gerrit Ulrichs, Wolfram Krämer, Marco Medrano Nägele, Andreas Umbach, Dominik Willig sowie den zwei Frauen aus der Jugendfeuerwehr, Jasmin Hartmann und Keana Seitz, so Weidhaus, brauche die Wehr mit aktuell 34 Aktiven „mehr Personal“. 40 tagesverfügbare Aktive wären für den Kommandanten wünschenswert.

In Ochsenbach brannte ein großer Traktor, ein Gasleck in Freudental, zwei Leichtverletzte durch brennende Gasflaschen in einem Garten, eine brennende Wiese in den Spielberger Weinbergen, Rauchmelder, die aufgrund eines technischen Defekts losgingen, sechs Mal zur Brandmeldeanlage in der Libermenta-Klinik: So ungefähr sah das letzte Jahr für die Freudentaler Feuerwehr aus. Danke sagten sie für ihre ihre Jogginganzüge, T-Shirts und Socken, damit sie nicht mehr in konterminierter Kleidung ins Gerätehaus zurück müssen.

Verdiente Feuerwehrleute bekamen von den beiden „Alex“ (Alexander Fleig und Alexander Weidhaus) Auszeichnungen: Luca Cucchiara und Jannis König wurden zu Oberfeuerwehrmännern befördert und Thomas Layher zum Oberlöschmeister. Hauptlöschmeister Sebastian Schrenk ist nicht nur bereits 25 Jahre dabei, sondern auch Übungskönig 2022. Auf Hauptfeuerwehrmeister Kai Autenrieth ist schon seit 15 Jahren Verlass.

Gespannt auf neuen Bedarfsplan

Gespannt seien sie auf den neuen Feuerwehrbedarfsplan, der erstmalig durch eine unabhängige Fachfirma erstellt und auf das Frühjahr hin erwartet werde. Der Freudentaler Bürgermeister meinte, er könne die Arbeit der Feuerwehr gar nicht hoch genug anrechnen. Aufgeregt zeigte er sich darüber, dass die Aggressionen gegenüber Feuerwehrleuten, Rettungskräften und Polizeibeamten bundesweit „unerträglich“ würden. Und das auch noch, wo die Anforderungen an die Feuerwehrleute in den letzten Jahren enorm gestiegen seien. „Das erste Notstromaggregat ist da, die Anlagen Wasser und Abwasser sind umgebaut und vorbereitet, aber wir haben noch viele Aufgaben, um hier das aus unserer Sicht Notwendige vorzuhalten“, so Fleig. Das Versprechen des Freudentaler Bürgermeisters in der Hoffnung auf weitere Landeszuschüsse: „Auch 2023 stehen für die mit dem Feuerwehrausschuss besprochenen Anschaffungen Mittel zur Verfügung.“ Mit finanzieller Unterstützung seitens der Stiftung von Hans-Peter und Karin Bruker dürfe die Wehr ebenfalls rechnen. 

 
 
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