Freizeit Ludwigsburg Das neue Heilbad muss noch warten

Von Karin Götz
Das Heilbad in Hoheneck hat viele Fans. Foto: /Gorr, Andreas

Vor dem Jahr 2025 ist ein Neubau in Hoheneck nicht realisierbar. Das Geld fehlt. Die Grundstücksgespräche laufen. Drei Optionen sind derzeit im Rennen.

Ludwigsburg - Das Heilbad in Hoheneckist in die Jahre gekommen. Ein Neubau steht seit längerem auf der Vorhabenliste der Stadt. Bis es soweit ist, wird es allerdings noch eine ganze Weile dauern. Die durch die Coronapandemie ausgelöste schwierige Haushaltssituation bei der Stadt Ludwigsburg und den Stadtwerken erschweren das Fortführen der Planungen. Das machte Laura Härle, im Ludwigsburger Rathaus für Hoheneck zuständig, in der Stadtteilsitzung am Dienstagabend klar.

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„Das Heilbad steht weiter auf der Liste, ist aber vor 2025 nicht realisierbar“, betonte auch Oberbürgermeister Matthias Knecht. Denn unabhängig von den Löchern, die die Pandemie in die kommunale Kasse reißt, sind die Stadtwerke mittelfristig durch den Ausbau der Breitband- und der Fernwärmeversorgung finanziell stark gebunden. Insgesamt 138 Millionen Euro werden in den Ausbau investiert. „Wirtschaftliche Investitionen in das Heilbad oder ein Neubau sind vorher nicht darstellbar.“

Von sieben Standorten sind drei geblieben

Letzteren hatten Gutachter bereits vor zehn Jahren, also noch in der Amtszeit von Knechts Vorgänger Werner Spec, vorgeschlagen. Später war auch einmal von einem Wellnesshotel mit neuem Heilbad die Rede. 2016, nach mehr als einjähriger Debatte, hatten die kommunalen Gremien den Stadtwerken (SWLB) einen Korb gegeben. Die wollten sparen und aus vier Bädern, oder zumindest aus dreien, eines machen.

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Im Sommer 2017 wurden sieben Standorte ausgemacht, an denen das Heilbad neu gebaut werden könnte. Drei Optionen blieben übrig, erläutert Christian Schneider der Vorsitzende der SWLB-Geschäftsführung. „Wir stehen noch immer in Verhandlungen mit Grundstückseigentümern und selbst wenn wir dann einen Standort haben, braucht es noch drei Jahre bis es losgehen kann.“

Stadtteil will mitreden

Für die Mitglieder im Stadtteilausschuss ist das kein Problem. Sie wollen bei der Standortsuche jedoch einbezogen werden – und zwar rechtzeitig. Matthias Knecht beruhigte. „Es werden keine Weichen gestellt, die sie nicht mehr beeinflussen können.“ Und auch bei der Frage, ob das Bad denn bis zur Fertigstellung des Neubaus betrieben werden könne, vermeldete der Stadtchef Positives. „Stand heute bekommen wir das Heilbad die nächsten Jahre betrieben.“

 
 
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