Freudental Größeres Gewerbegebiet ist beschlossen

Von Gabriele Szczegulski
Das Gewerbegebiet Galgenäcker in Freudental soll nach Norden hin auf bisherigen Landwirtschaftsflächen vergrößert werden (im Bild oben). Bauplätze auf der Erweiterungsfläche für Gewerbebetriebe sind begehrt, sagt Bürgermeister Alexander Fleig. Foto: /Martin Kalb

Die Gemeinde möchte Galgenäcker nach Norden erweitern. Dafür gibt es schon jetzt Interessenten. Bürgermeister Fleig will Landkauf selbst regeln.

Sechs Freudentaler Betriebe und vier von außerhalb würden sich schon jetzt darum bewerben, sich auf der Erweiterungsfläche des Gewerbegebiets Galgenäcker anzusiedeln. Das teilte Freudentals Bürgermeister Alexander Fleig den Gemeinderäten in ihrer letzten Sitzung mit. Um so schnell wie möglich mit der Erweiterung nach Norden zu beginnen, stimmte der Rat über den Aufstellungsbeschluss und die Billigung des Vorentwurfs sowie in einem zweiten Schritt den Vergaben der Neuaufstellung der Bebauungs- und Grünordnungsplanung, dem Fachbeitrag Verkehr und Schall sowie der Erschließungsträger an externe Büros zu.

Bürgermeister übernimmt Kauf selbst

Den Kauf der Flächen, die derzeit landwirtschaftlich genutzt werden, will Freudentals Bürgermeister Alexander Fleig selbst handhaben und nicht vergeben. „Ich habe schon Gespräche mit den Landwirten geführt und wir sind auf einem guten Weg“, so der Rathauschef in der Sitzung, der auch besagte Grundstückseigentümer beiwohnten. Die Gemeinde wird die Grundstücke kaufen und dann an die künftigen Nutzer weitergeben, die die Fläche innerhalb von fünf Jahren bebauen müssen.

Schon seit einiger Zeit beschäftigt sich der Gemeinderat mit einer Flächenerweiterung im Galgenäcker, auch, weil vorgesehen war, in einem Zipfel des Gebiets den Bauhof anzusiedeln, dieser Bereich ist deshalb als Sondergebiet ausgewiesen, was nun aber zurück genommen werden soll. Aus finanziellen Gründen wird sich die Gemeinde keinen neuen Bauhof leisten können. Das Gelände soll in zwei Bereiche aufgeteilt werden. Die Festsetzungen orientieren sich an den südlich gelegenen, bestehenden Gewerbegebieten. Zur Vermeidung von Konflikten mit dem angrenzenden Wohngebiet im Osten sollen die gewerblichen Nutzungen im Randgebiet zum Wohngebiet gesteuert werden, um Lärmbelästigungen zu mindern. Die Flächenaufteilungen werden individuell sein, je nach Bedarf des Interessenten. Grundsätzlich aber soll die Aufteilung kleinflächig sein. Erlaubt ist in diesem Gewerbegebiet nur betriebsbezogenes Wohnen und das darf 30 Prozent der Gesamtfläche nicht überschreiten. Das Büro KMB aus Bietigheim-Bissingen hat den ersten städtebaulichen Entwurf gefertigt und soll auch für rund 30.000 Euro die Neuaufstellung des Bebauungsplans verwirklichen. Das Büro Modus Consult aus Karlsruhe wird beauftragt, für 10.000 Euro eine Verkehrsuntersuchung durchzuführen. Um die Erschließung soll sich die Landsiedlung Baden-Württemberg kümmern, die das schon für das Baugebiet Alleenfeld machte. Dies kostet zirka 25.000 Euro.

 
 
- Anzeige -