Es war ein langer Weg bis jetzt seit Montag die Baumaschinen im Bereich „Rathaus- und Schlossplatz“ in Freudental zum Einsatz kommen. Nach zahlreichen Untersuchungen zur verkehrlichen Situation sowie intensiven Beratungen und einer Infoveranstaltung vor rund einem Jahr in der Schönenberghalle, an der sich rund 40 Anwohner beteiligten, hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am 22. April beschlossen, die Um- und Neugestaltung im Bereich „Rathaus- und Schlossplatz“ anzugehen und die Arbeiten auszuschreiben.
Freudental Ortszentrum soll vom Verkehr entlastet werden
Der Bereich „Rathaus- und Schlossplatz“ in Freudental wird seit Montag um- und neugestaltet. Die Arbeiten werden rund zwei Monate dauern.
Künftig eine Einbahnstraße
Ausgewiesenes Ziel ist es, mit der Umgestaltung und optischen Aufwertung der Ortsmitte insbesondere den Durchfahrtsverkehr zu reduzieren und damit das Verkehrsaufkommen im Ortszentrum zu entlasten. „Hierzu wird künftig eine Einbahnstraßenregelung eingerichtet“, erklärt Bürgermeister Alexander Fleig gegenüber der BZ. Bei grundsätzlichem Beschluss des Gemeinderats wurde festgelegt, den Lindenbaum unbedingt zu erhalten sowie im Bereich zwischen Baum und Parkplätzen mehr Grünfläche und weniger versiegelte Fläche zu schaffen.
Am Ende des vergangenen Jahres hat das RP Stuttgart einem Verlängerungsantrag zugestimmt, sodass im Rahmen der Sanierungsmaßnahme „Ortskern II“ bis zum 31. Dezember 2026 die Abrechnung erfolgen muss (bisher 30. April 2026). Somit hat die Gemeinde Freudental im Jahr 2026 ausreichend Zeit, die Maßnahme durchzuführen und abzurechnen, hieß es im Dezember von der Gemeindeverwaltung.
Investition von 230.000 Euro
Im Juni 2026 beauftragte der Gemeinderat die Firma Fischer aus Kornwestheim mit der Durchführung der Arbeiten. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 230.000 Euro. Die Gemeinde erhält hierfür eine Förderung in Höhe von 130.000 Euro aus Mitteln der Sanierungsmaßnahme „Ortskern II“. Den kommunalen Eigenanteil von rund 100.000 Euro finanziert die Gemeinde aus den sogenannten LUKIF-Mitteln, einem Sonderprogramm des Bundes.
Im Zuge der Umgestaltung wird zudem die bestehende Wasserleitung auf einer Länge von rund 30 Metern aufdimensioniert. Dadurch kann die Versorgungssicherheit in diesem Bereich weiter verbessert werden. Auch der Löschwasserhydrant in der Ortsmitte wird neu gebaut. Damit werden zugleich die Voraussetzungen für die Feuerwehr und die Löschwasserversorgung verbessert.
Die Firma Fischer hat nach den Sommerferien mit den Bauarbeiten begonnen. Die Bauzeit wird voraussichtlich rund zwei Monate betragen.
Fleig: „Mit der Maßnahme wird die Ortsmitte von Freudental nicht nur gestalterisch aufgewertet, sondern auch verkehrlich neu geordnet und infrastrukturell verbessert.“
