Freudentaler Bürgermedaille Ein Vorbild für Generationen

Von Susanne Yvette Walter
Ulrich Greß (Mitte) mit Ehefrau Christa erhielt von Bürgermeister Alexander Fleig die Freudentaler Bürgermedaille verliehen. Foto: /Werner Kuhnle

Gemeinderat, Fußballtrainer, Sportwart und Kopf des Seniorenvereins: Ulrich Greß aus Freudental bekommt Bürgermedaille verliehen.

Mein Name ist Zehner und das ist der Herr Null und zusammen sind wir hundert“, lacht Heinz Null und zeigt auf seinen Musikerkollegen Karl Zehner. Beide kommen aus Sersheim und sorgen mit Gesang und Musik für gute Laune beim zehnten Sommerfest der Aktiven Senioren Freudental im Atrium der Freudentaler Grundschule.

Das Sommerfest am Mittwochabend bietet einen geeigneten Rahmen für die Verleihung der Bürgermedaille an den Freudentaler Ulrich Greß. Diese Auszeichnung verleiht Bürgermeister Alexander Fleig an engagierte Freudentaler, die sich persönlich in verschiedenen Bereichen des Gemeindelebens über Jahrzehnte stark gemacht haben. „Die Welt lebt von Menschen, die mehr tun als ihre Pflicht. Es sind Menschen, die für die Allgemeinheit eintreten und mit ihrem Engagement eine Vorbildfunktion in der Gesellschaft haben“, beschreibt Bürgermeister Fleig die Menschen, die mit dieser Medaille ausgezeichnet werden.

Ulrich Greß sei so ein engagierter Bürger. Im Jahr 1974 kam er mit seiner Frau Christa Greß und seinen beiden Töchtern nach Freudental und fand als Sportbegeisterter gleich den Weg in die Sportvereine, nämlich zum SV Freudental und zum Tennisclub, der in diesem Jahr sein 50-jähriges Jubiläum feiert. Von seinen ehemaligen Fußballkameraden der Herrenmannschaft in der zweiten Amateurliga waren auch einige zum Sommerfest gekommen und freuten sich, verbunden durch eine Jahrzehnte lange Kameradschaft mit Ulrich Greß, über die Verleihung der Bürgermedaille an ihn. Nicht nur sein eigenes sportliches Leben im Verein lag Ulrich Greß am Herzen, er trainierte über Jahre hinweg Jugendmannschaften und gab seine Spielfreude an junge Menschen weiter. So mancher Freudentaler kann heute noch sagen: „Der Uli war auch mein Trainer.“ Er übernahm später das Training der ersten Herrenmannschaft, eine Herausforderung. Ein geschickter Tennisspieler war der Freudentaler auch und so kam das Amt des Sportwarts des Tennisclubs noch hinzu.

Sportliches Engagement

Das sportliche Engagement von Ulrich Greß entging auch dem Freudentaler Gemeinderat nicht. Als Nachrücker für den langjährigen Gemeinderat Willi Kurzenberger kam Ulrich Greß 1987 ins Gremium und blieb bis Dezember 2021. Über 30 Jahre bezog Greß deutlich Position zu verschiedenen Themen im Freudentaler Gemeinderat und wurde für sein langjähriges kommunales Engagement beim Gemeindetag Baden-Württemberg geehrt. 25 Jahre lang erfüllte er obendrein das Amt des stellvertretenden Bürgermeisters, zunächst als zweiter Vertreter und von 2004 bis 2019 als erster Vertreter des Bürgermeisters. „Ulrich Greß war einer der ersten, die ich in Freudental kennengelernt habe. Er hat mich überzeugt, das hier zu machen. Wir haben eine ganz enge Beziehung“, betont Bürgermeister Fleig. Greß sei ein wichtiger Ratgeber für ihn in Sachen Gemeinderatsarbeit gewesen, mit ihm könne man sich auch über Themen austauschen, die noch nicht im Ort diskutiert werden. Dafür sei Fleig sehr dankbar.

Besonders am Herzen lag Gemeinderat Greß die Zukunft des Freudentaler Schlosses und des Schlossparks. Mit der Einrichtung einer psychosomatischen Klinik ist dieses Schiff inzwischen auch für ihn in ruhiges Fahrwasser gekommen. Auch die Grundversorgung im Ort war eines seiner zentralen Themen. Er machte sich für die Eröffnung eines Lebensmittelmarktes in Freudental stark, der nun im September eröffnet wird.

Aktive Senioren

Seit vielen Jahren packt Greß bei den Aktiven Senioren mit an und leitet die aktive Truppe seit Jahren schon als Vorsitzender. Er organisiert Spielenachmittage, Wanderungen, Ausflüge und Vorträge. Außerdem ist er seit 32 Jahren Mitglied im Gutachterausschuss, Gründungsmitglied beim Verein „Bürger für Bürger“, dem Trägerverein der Bürgerstiftung Freudental. „Für mich ist es eine Ehre, die Gemeinde nach außen hin zu vertreten. Ich bin mit dem jetzigen Gemeinderat im Guten auseinander gegangen. Ich bin überzeugt davon, dass das Gremium im besten Sinn für Freudental weitermacht“, erklärt Ulrich Greß, als er sich für die Auszeichnung bedankt.

 
 
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