Vier Spiele hatte der FSV 08 Bietigheim-Bissingen ohne Niederlage überstanden, beim FC Nöttingen in der besonderen Flutlicht-Atmosphäre erwischten es die Nullachter mit dem 0:3 nach drei Unentschieden und einem Sieg wieder. Eine ordentliche zweite Halbzeit nach einer schwachen ersten Hälfte mit Problemen in der Defensive und im Spiel nach vorne war zu wenig, um Zählbares zu holen. „Nöttingen spielt einen guten Ball, der Sieg ist hochverdient. Die Art und Weise mit dem Positionsspiel ist schwer zu verteidigen. Wir hatten in der ersten Halbzeit nach vorne zu wenig Entlastung. In der zweiten Halbzeit haben wir mit offenem Visier gespielt, da gibt es keinen Vorwurf an die Mannschaft“, meinte hinterher Daniel Zmiptas nach seiner ersten Niederlage als 08-Trainer.
FSV 08 Bietigheim-Bissingen Eine ordentliche zweite Halbzeit ist zu wenig
Der Oberligist FSV 08 Bietigheim-Bissingen unterliegt beim FC Nöttingen mit 0:3. Die Gastgeber gehen bereits nach zwei Minuten in Führung.
Erstmals traten die Nullachter mit einer Fünferkette an, in der Tom Kleinmann nach langer Verletzungspause sein Comeback feierte und den angeschlagenen Steven Keklik ersetzte, und in die Jona Lorch zurückgerückt war. Offensive Akzente konnten auf den Außenbahnen weder Vincent Fitze noch Andre Sirianni setzen. Ganz anders die Nöttinger Felix Waldraff und Maik Gärtner, die bei den wenigen Angriffen der Gäste die Dreier-Abwehr ebenfalls zu einer Fünferkette verbreiterten, aber vor allem nach vorne mächtig Betrieb machten. Die beiden Flanken zur 2:0-Halbzeitführung kamen jeweils von Waldraff. Gleich den ersten Angriff nutzten die Gastgeber zur Führung. Das Zuspiel von Waldraff in den Strafraum schloss Egemen Sarikaya mit einem Schuss ins lange Eck zum 1:0 ab (2.). Fünf Minuten später brachte Waldraff den Ball erneut gefährlich vors 08-Tor, Tasos Leonidis traf per Kopf aber nur den Innenpfosten. Mehr Glück hatte FCN-Kapitän Stefan Zimmermann, der per Kopfball nach einer Waldraff-Flanke auf 2:0 erhöhte (36.). Die Nöttinger hatten die Partie klar im Griff und verteidigten die wenigen Angriffe der Gäste sicher weg. Den Nullachtern fehlte es bei ihren Offensivaktionen an Genauigkeit. Einzig Alexander Götz kam zu zwei Schussgelegenheiten, scheiterte mit rechts an FCN-Schlussmann Thilo Marksteiner (5.) und schoss mit seinem starken linken Fuß übers Tor (29.). Auf der Gegenseite parierte Torhüter Sven Burkhardt Schüsse von Leonidis (24.) und Zimmermann (27.). Neben Waldraff bereiteten vor allem Sarikaya und Matej Mijic hinter Top-Torjäger Leonidis den Gästen Probleme.
Zur zweiten Halbzeit löste 08-Coach Zmpitas die Fünferkette auf, Lorch übernahm die linke defensive Seite gegen Waldraff und der eingewechselte Max Stumm rückte als zweite Spitze neben Bleart Dautaj in.
Drittes Tor nach Ballverlust
Derart neu sortiert kamen die Nullachter nach der Pause gut ins Spiel, legten sich das dritte Tor aber praktisch selbst ins Netz. Patrick Scheele ließ sich am eigenen Strafraum den Ball von Leonidis abluchsen, dessen Querpass verwertete Janis Rabold mühelos zum 3:0 (52.). Kein Glück hatte auf der Gegenseite Justin Keklik, der mit einem Schuss aus 20 Metern nur den Außenpfosten des FC-Tores traf (54.). Mit den Angreifern Onesi Kuengienda und Angelo Di Stefano für die Sechser Scheele und Keklik erhöhte Zmpitas nach und nach das Risiko, beinahe wäre Kuengienda der Anschlusstreffer gelungen, aber Keeper Marksteiner war einen Schritt schneller am Ball (65.). Die Nöttinger verteidigten stabil, spielten ihre Konter aber zu unsauber aus: Luca Campanile (83.) und Tufan Can (89.) scheiterten an 08-Torhüter Burkhardt. Dessen Vorderleute spielten mutig und mit viel Einsatz nach vorne, kamen öfter in den Nöttinger Strafraum, klare Chancen sprangen dabei nicht heraus. Nach einem Foul von Waldraff an Stumm hätte Schiedsrichterin Sina Gieringer auf Elfmeter für die Gäste entscheiden müssen (90.). An der Unparteiischen lag die Niederlage in Nöttingen aber nicht.
Im letzten Heimspiel vor der Winterpause erwartet der FSV 08 am kommenden Samstag (14 Uhr) den TSV Essingen.
