FSV 08 Bietigheim-Bissingen Kevin Ikpide steht kurz vor der Rückkehr

Von Niklas Braiger
Auf dem Feld ist Kevin Ikpide ein Anführer und Sprachrohr. Aktuell ist der Kapitän noch verletzt, soll aber demnächst wieder zurückkommen. Foto: Hansi Britsch/Baumann

Der Sechser des FSV 08 Bietigheim-Bissingen fehlt dem Team schon wochenlang. Doch inzwischen fehlt nicht mehr viel bis zum Comeback.

Nur zwei Testspiele absolvierte Kevin Ikpide im Trikot des FSV 08 Bietigheim-Bissingen bisher in der neuen Fußball-Verbandsliga-Saison. Ganz zu Beginn gegen die A-Junioren des SGV Heilbronn-Freiberg und den Regionalliga-Aufsteiger SG Sonnenhof Großaspach stand der Defensive Mittelfeldmann und Kapitän der Bruchwald-Elf auf dem Platz, seitdem wurde er im Team von Daniel Zmpitas wegen einer Achillessehnenverletzung schmerzlich vermisst. „Es war nicht optimal, wir haben uns das anders vorgestellt. Aber wir müssen die Situation so annehmen“, erklärt Ikpide.

Die lange Leidenszeit scheint für ihn und den FSV aber nun vorbei zu sein. „Ich bin wieder im Lauftraining“, erklärt der 29-Jährige, der am Dienstag wieder die ersten Passübungen mitmachen konnte. „Ich will jetzt nicht sagen, dass ich diese oder nächste Woche dabei bin. Aber wenn der Heilungsverlauf positiv verläuft, dann vielleicht in zwei bis drei Wochen“, gibt der Spielführer Hoffnung.

Ikpide leidet von draußen aus mit

Denn im Saisonstart läuft es für den Absteiger noch nicht wie geplant. Insbesondere am vergangenen Wochenende verzweifelte die Zmpitas-Elf förmlich beim Heimspiel gegen die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach. „Wir hatten 75 Prozent Ballbesitz, sie haben zwei Mal aufs Tor geschossen“, resümiert Ikpide nach der unnötigen Pleite. Für den Mann, der nun in seine fünfte Saison am Bruchwald geht, ist das doppelt bitter, da er noch nicht eingreifen kann: „Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich einer bin, der voll mitfiebert und mithelfen will. Ich bin auch bei jedem Training und jedem Spiel dabei.“ Selbst zum langen und kräftezehrenden Auswärtsspiel am Wochenende zur TSV Berg reist Ikpide mit, die langen Fahrten machen dem Team aber zum Glück nicht zu sehr zu schaffen. „Wir haben einen guten Bus, in dem man es sich auch bequem machen kann.“ Daher dürfe das keine Ausrede für schwächelnde Auswärtsauftritte sein.

Auch wenn es gegen die TSV noch nicht reichen wird – und auch das Heimspiel gegen die SKV Rutesheim wohl zu früh kommt – peilt Ikpide die nächste weite Auswärtsreise für sein Comeback an: Das Gastspiel beim VfB Friedrichshafen. Dann will er vor allem eines wieder zurück auf den Platz bringen: Die gute Kommunikation. „Das ist eine große Stärke, dass ich viel kommuniziere und die Jungs an die Hand nehme, weil wir eine neue Mannschaft sind“, macht Ikpide klar.

Doch verdeutlich er auch: „Ich will nicht sagen, dass mit mir alles besser wird. Aber vielleicht kann ich die Verunsicherung stoppen.“ Vor der Abwehrkette auf der Sechserposition ist der erfahrene Mann zwar nicht der Torjäger, stattdessen soll er „eine gewisse Sicherheit“ geben, die dem FSV in den vergangenen Wochen abhandengekommen ist. Gerade gegen Hofherrnweiler-Unterrombach fehlte Bissingen die Abgezocktheit gerade vor dem Tor.

Das Lazarett lichtet sich

Aber nicht nur mit Ikpide soll diese Ruhe zurück ins Team kommen. Auch Andre Sirianni ist inzwischen wieder Teil des Kaders, Justin Keklik konnte Spielminuten sammeln, sein Bruder Steven ist ebenfalls wieder im Training. Sie verstärken das Team von Daniel Zmpitas und verkleinern das Lazarett Stück für Stück.

 
 
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