FSV 08 Bietigheim-Bissingen Niederlage besiegelt den Abstieg

Von Manuel Schust
Patrick Scheele und die Nullachter machten aus einem 0:2 ein 2:2, verloren dann aber mit 2:5 in Ravensburg. Foto: Bernd Leitner/Eibner

Durch die 2:5-Niederlage in Ravensburg steht der Abstieg des FSV 08 Bietigheim-Bissingen aus der Oberliga Baden-Württemberg fest.

In den vergangenen Wochen war nach drei Siegen in Folge nochmal eine kleine Resthoffnung bei den Bissingern aufgelodert. Doch durch die 2:5-Niederlage beim FV Ravensburg steht seit Samstag fest, dass der FSV 08 Bietigheim-Bissingen nach elf Jahren aus der Oberliga Baden-Württemberg absteigen wird. Beim letzten Auswärtsspiel der Saison konnten die Nullachter zwar aus einem frühen 0:2-Rückstand noch vor der Pause auf 2:2 stellen. Doch in Durchgang zwei spielte der Tabellenvierte seine Qualitäten gut aus und sicherte sich damit den verdienten 5:2-Sieg.

Zwei frühe Gegentore

Nach dreistündiger Anreise ins südliche Oberschwaben starteten die Nullachter ohne das nötige Feuer in die Partie. Die Ravensburger, für die es um nichts mehr ging, hatten zu Beginn leichtes Spiel. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß setzte Daniele Gabriele den steil anlaufenden Tim Lauenroth perfekt in Szene. Völlig frei vor 08-Keeper Lukas Röser stehend chippte der 28-Jährige das Leder an die Unterkante der Latte, von wo der Ball über die Torlinie zur führen Führung ging (8.).

Nur zwei Minuten später leitete Lauenroth, der nach zwölf Jahren beim FV sein letztes Heimspiel absolvierte, den nächsten Treffer ein. Sein Pass aus der eigenen Hälfte auf Luan Kukic hebelte die komplette Nullacht Verteidigung aus. Kukic setzte sich über die rechte Seite durch und schob das Leder vorbei an Röser zum 2:0 (10.). Nur langsam erholten sich die Nullachter von diesem frühen Rückschlag.

„Die ersten zwanzig Minuten waren einfach nicht gut“, haderte Nullacht-Trainer Daniel Zmpitas mit dem Auftritt seiner Mannschaft. „Wir lagen praktisch mit den ersten zwei Angriffen zurück und sind da komplett in alte Muster verfallen.“

Nach der ersten Trinkpause gelang es den Gästen, ab der 25. Minute besser in die Partie zu finden. Zuerst brachten die Bissinger Ordnung in ihr Spiel und konnten sich dann auch einige Torchancen erarbeiten. Auron Selimi (36.) und Bleat Dautaj (40.) scheiterten noch bei guten Gelegenheiten.

Ausgleich vor der Pause

Nach einer Flanke von Mustafa Uslu landete der Ball vor den Füßen von Max Stumm und der 08-Stürmer schob den Ball aus sieben Metern zum Anschlusstreffer ein (43.). Noch in der Nachspielzeit nahm Kevin Ikpide ein Anspiel von Patrick Scheele volley und erzielte den Ausgleich (45.+2). Der Offensivdrang der Bissinger war nicht zu bremsen. Einen Querpass von Stumm vor das Tor konnte Alexander Götz aber nicht zur möglichen Halbzeit-Führung verwerten.

Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie hitziger. Ravensburg investierte nun mehr. Nesreddine Kenniche brachte die Hausherren wieder in Führung (61.). Dann schnappte sich Max Stumm in der eigenen Hälfte das Leder und setzte sich gegen mehrere Gegenspieler durch. Doch alleine vor dem Tor fehlte ihm die Kraft für einen platzierten Schuss und der Ball ging weit über das Tor (66.). Effizienter waren da die Ravensburger. Nachdem die Hintermannschaft der Nullachter den Ball im Strafraum nicht klären konnte, netzte Matteo Grabherr zum 4:2 ein (77.). Den Schlusspunkt setzte ausgerechnet Kenniche mit seinem zweiten Treffer des Spiels (82.), der von 2022 bis 2024 noch für die Bruchwald-Elf auflief und in 61 Spielen für 36 Tore sorgte.

„Phasenweise war mehr drin für uns, aber wenn man so bestraft wird und der Gegner es so qualitativ hochwertig macht, ist das in der Summe auch verdient“, resümierte Zmpitas. Der nun feststehende Abstieg in die Verbandsliga hat an der Gefühlslage des Trainers wenig verändert: „Man konnte sich schon darauf einstellen. Für mich war die schwierigste Phase vor einigen Wochen, als wir Spiele auf eine Art und Weise verloren haben, die nicht in Ordnung war.“

Die Spieler haben den Abstieg unterschiedlich aufgefasst. „Da gibt es Jungs, die die ein oder andere Träne vergossen haben“, erzählt Zmpitas. „Aber auch solche, bei denen man merkt, dass sie ab 1. Juli woanders spielen werden.“

 
 
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