FSV 08 Bietigheim-Bissingen Niederlage durch individuelle Fehler

Von Manuel Schust
Umringt von mehreren Gegenspielern hatte es Roman Timoshenko (in blau) schwer. Der 19-Jährige vergab in der ersten Halbzeit eine Großchance. Foto: Christiana Kunz

Trotz Überlegenheit verliert der FSV 08 Bietigheim-Bissingen mit 1:2 gegen Hofherrnweiler-Unterrombach. Dabei werden den Nullachtern zwei Schnitzer in der Abwehr zum Verhängnis.

Auch nach dem dritten Heimspiel in der laufenden Verbandsliga-Saison wartet der FSV 08 Bietigheim-Bissingen auf den ersten Punktgewinn am Bruchwald. Gegen die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach waren die Nullachter die spielbestimmende Mannschaft. Das Team von Trainer Daniel Zmpitas schaffte es aber nicht, die Feldüberlegenheit in gute Abschlüsse ummünzen zu können. Zwei individuelle Fehler brachten die Bruchwald-Elf in der zweiten Halbzeit in Rückstand. In Überzahl warfen die Bissinger nochmal alles nach vorne, doch mehr als der Anschlusstreffer war nicht mehr drin.

Nach dem Punktgewinn beim Auswärtsspiel in Schwäbisch Hall wähnten sich die Nullachter in aufsteigender Form. Doch nur sechs Tage nach dem 1:1 bei den Sportfreunden folgte am Freitagabend der nächste Rückschlag für die Bissinger. Gegen die Gäste aus Unterrombach agierten die Hausherren von Beginn an balldominant und standen in der Verteidigung gut. Doch erneut gelang es dem FSV nicht, den tief stehenden Gegner durch genaue Anspiele in die Box oder auch mal eine zündende Idee in Bedrängnis zu bringen. Letzte Pässe auf den sich in der Offensive aufreibenden Roman Timoshenko blieben zu ungenau, um den 19-Jährigen in eine gute Position bringen zu können. Ein früher Schuss des Stürmers wurde abgefälscht.

Als Timoshenko in der 21. Minute sich einen verloren geglaubten Ball an der Torlinie zurückeroberte und quer legte, verpassten es Justin Keklik und Mustafa Uslu auf das Tor zu schießen.

Erster Torschuss nach 30 Minuten

Die Gäste lauerten auf Konter, zeigen aber nur in Ansätzen, zu was sie in der Lage sein können. Es verging eine knappe halbe Stunde ehe Jermain Ibrahim den ersten Schuss auf das Nullacht-Tor brachte. „Geduld, wir kriegen schon noch unsere Chancen“, ermunterte TSG-Trainer Leonard Gjini seine Spieler vom Spielfeldrand. Die größte Torgelegenheit in Durchgang eins vergab Timoshenko mit einem Flachschuss, den TSG-Keeper Timo Ratter noch parieren konnte.

Auch nach dem Seitenwechsel neutralisierten sich beide Teams zunächst weiter. Nachdem 08-Kapitän Jannik Dannhäuser bei einem Laufduell mit Jermain Ibrahim zu Boden ging, konnte der TSG-Mittelstürmer alleine auf das Tor zulaufen. Doch Ali Bozatzioglou gelang es, die Großchance zu entschärfen. Nur wenige Minuten später war der Ball dann das erste Mal im Tor der Nullachter. Verteidiger Henry Strahl verlor nach einem langen Ball das Laufduell mit Nicola Zahner an der Torauslinie. Und der TSG-Kapitän haute aus spitzem Winkel den Ball überraschend ins Tor zum 1:0 (55.). Anschließend standen die Gäste noch tiefer und setzten weiter auf Konterchancen. Durch die Einwechselung von Erind Zogu, Mohamed Baroudi und Andre Sirianni erhoffte sich 08-Trainer Zmpitas mehr Durchschlagskraft nach vorne. Doch das Tor fiel wieder am anderen Ende des Platzes – und erneut durch einen individuellen Fehler. Diesmal ließ sich Marlon Radel völlig unbedrängt als letzter Mann das Leder abluchsen. Philipp Kees hatte anschließend leichtes Spiel und schoss den Ball zum 2:0 ein (76.).

Aufholjagd bleibt unbelohnt

Erst nach der Gelb-Roten Karte gegen TSG-Spieler Leon Ziemer wegen wiederholten Foulspiels nahm das Spiel eine Wendung. Ein Freistoß von Erind Zogu flog durch die wohl noch unsortierte Hintermannschaft der Gäste ins Tor zum Anschlusstreffer (85.). Doch in der Schlussphase gelang es den Nullachtern nicht mehr, wenigstens einen Punkt am Bruchwald zu sichern.

„Wir haben zwei individuelle Fehler, die zu Toren führen, obwohl wir über 90 Minuten die komplette Kontrolle hatten“, haderte Daniel Zmpitas nach dem Schlusspfiff. „In der ersten Halbzeit haben wir zu wenig aus unserem Ballbesitz gemacht, die zweite Halbzeit war dann besser. Aber wir sind einfach zu ungenau und nicht effektiv genug gewesen.“

Die Nullachter sind nächsten Samstag (15.30 Uhr) zu Gast beim TSV Berg.

 
 
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