Nachdem Duc Thanh Ngo sich dazu entschlossen hat, die Fußballschuhe aus familiären Gründen an den Nagel zu hängen (die BZ berichtete), bricht Oberligist FSV 08 Bietigheim-Bissingen zur bevorstehenden Rückrunde auch die zweite tragende Säule in der Innenverteidigung weg. Denn Steven Keklik hat sich einen Riss der Meniskuswurzel im linken Knie zugezogen. Der 25-Jährige wurde bereits erfolgreich operiert und fällt nun vier bis fünf Monate aus.
FSV 08 Bietigheim-Bissingen Nullacht baut Abwehrzentrum nach Steven Kekliks Ausfall um
Oberligist FSV 08 Bietigheim-Bissingen muss zur Rückrunde das Abwehrzentrum neu besetzen, da Steven Keklik aufgrund einer Verletzung lange ausfällt.
Im November hatten sich erstmals Beschwerden im Knie des Nullacht-Abwehrspielers bemerkbar gemacht. „Ich war davon ausgegangen, dass es nicht so schlimm sein würde“, erzählt Keklik. „Aber als ich mit den Läufen zur Vorbereitung angefangen habe, hatte ich wieder ähnliche Schmerzen.“
Erst das rechte, nun das linke Knie
Eine genaue Diagnose konnte zunächst nicht gestellt werden. Auch eine MRT-Untersuchung blieb ohne konkreten Befund. Doch da sich der 1,90 Meter große Rechtsfuß Anfang letzten Jahres einen Riss der Meniskuswurzel im rechten Knie zugezogen hatte, lag der Verdacht nahe, dass nun die gleiche Verletzung auf der linken Seite vorliegen könnte. Erst während der Operation wurde eine Arthroskopie durchgeführt, bei der sich die befürchtete Diagnose dann leider bestätigte. Dort, wo der Meniskus an der Innenseite des Knies befestigt ist, wurde ein Riss festgestellt.
„Das ist wirklich die Worst-Case-Verletzung, die man sich am Meniskus zuziehen kann“, schildert Keklik. „Aber ich versuche positiv zu bleiben und weiß jetzt wenigstens, was auf mich zukommt, weil ich es auf der anderen Seite ja schon hatte.“
Die nächsten sechs Wochen wird Steven Keklik auf Krücken angewiesen sein und in der laufenden Saison nicht mehr zum Einsatz kommen. „Es ist eine blöde Situation, dass ich nach Thanhs Rückzug so lange ausfalle“, hadert Keklik mit dem Saison-Aus. „Thanh hatte gute Gründe für seine Entscheidung, bei mir ist es einfach bitter. Aber der Verein hat sich zum Glück mit Marko Andric wirklich gut verstärkt.“
Und das kann Steven Keklik gut beurteilen. Denn: „Marko Andric hat in der Jugend mit meinem Bruder Justin in Freiberg zusammengespielt“, schildert er. „Daher kennen wir ihn und können das gut einzuschätzen.“
Andric und Lorch im Zentrum
Tatsächlich hat sich Marko Andric, der in der Winterpause vom hessischen Oberligisten RW Walldorf an den Bruchwald gewechselt ist, bereits gut eingefunden. Beim Testspiel gegen die U19 der TSG Hoffenheim erzielte der 22-jährige Kroate am Freitag sogar sein erstes Tor für die Nullachter.
„Eine der positiven Erkenntnisse der Vorbereitung ist, dass wir mit Marko Andric und Jona Lorch ein richtig gutes Duo in der Innenverteidigung haben“, betont auch 08-Trainer Daniel Zmpitas. „Wir sind sehr zufrieden damit, wie wir die Kette jetzt umstrukturieren.“ Jona Lorch kam zuletzt meistens im Mittelfeld auf der Position sechs oder acht zum Einsatz. Doch der 21-Jährige hat bereits in der Jugend überwiegend im Abwehrzentrum gespielt – und soll nun häufiger als Innenverteidiger auflaufen. Andere Optionen stellen Tom Kleinmann und Kevin Ikpide dar. Wobei Nullacht-Kapitän Ikpide vor allem als Schaltstelle im defensiven Mittelfeld gebraucht wird.
Steven Keklik plant – sobald er wieder länger schmerzfrei stehen kann – sein Team als Zuschauer zu unterstützen. Sportlich angreifen will er ab Sommer wieder.
