Nach dem 2:1-Sieg gegen Rutesheim war am vergangenen Freitagabend die Erleichterung beim FSV 08 Bietigheim-Bissingen spürbar. Endlich belohnte sich das Team von Trainer Daniel Zmpitas für den betriebenen Aufwand und erkämpfte sich in der Nachspielzeit den ersten Heimsieg der Saison. In Friedrichshafen bekommen es die Bissinger am Samstag (15 Uhr) mit einem Gegner zu tun, der sich nach einem Fehlstart ebenfalls im Aufwind wähnt.
FSV 08 Bietigheim-Bissingen Nullachter erwartet ein Kampfspiel in Friedrichshafen
Am Samstag steht für Bissingens Verbandsliga-Kicker ein Auswärtsspiel am Bodensee auf dem Programm. Kapitän Kevin Ikpide steht erstmals wieder im Aufgebot.
„Natürlich lebt es sich immer einfacher nach einem Sieg“, erzählt Nullacht-Trainer Daniel Zmpitas. „Aber viel wichtiger ist für uns, dass wir konstant 19, 20 Spieler im Training hatten und der Konkurrenzkampf dadurch wieder da ist. Es war viel mehr Intensität im Training.“ Wochenlang hatten dem FSV einige Spieler verletzungsbedingt gefehlt und an einen internen Kampf um die Positionen war gar nicht zu denken gewesen. Die Einheiten unter der Woche seien mit fast komplettem Kader entsprechend gut gewesen, schildert Zmpitas.
Krankheitswelle rollt an
Aktuell fehlt neben Medin Bulic nur Silas Rothkopf. Der 18-Jährige hatte sich bereits in der Vorwoche einen Meniskusriss zugezogen und wird den Nullachtern vermutlich erst wieder in der Rückrunde zur Verfügung stehen. Zurückgemeldet hat sich hingegen Kevin Ikpide. Der 29-jährige Kapitän der Bissinger konnte im Sommer nur zwei Testspiele absolvieren und hat anschließend wegen einer Achillessehnenverletzung lange pausieren müssen.
„Er wird wohl noch nicht starten können, aber auf alle Fälle wieder dabei sein“, verrät Zmpitas. Während die Verletzungswelle gerade langsam abebbt, hat die Erkältungs- und Grippewelle beim FSV Einzug gehalten. Einige Spieler konnten unter der Woche nur sporadisch trainieren und es könnte der ein oder andere krankheitsbedingte Ausfall für Samstag drohen.
Dennoch ist der Trainer der Nullachter zuversichtlich, dass seine Mannschaft in Friedrichshafen den Aufwärtstrend fortsetzen kann. Der VfB hat turbulente Wochen hinter sich. Nachdem die Häfler die ersten sechs Liga-Spiele verloren hatten, kam es zur Trennung von Trainer Stephan Steinhauser. Der 31-jährige Abwehrspieler Pascal Rasmus sprang als Interimslösung auf der Trainerposition ein. Und am vergangenen Samstag gelang dem VfB beim 2:1-Sieg in Fellbach der erste Saisonsieg. In der Nachspielzeit erzielte Kai Kramer sein sechstes Saisontor, dank dem Friedrichshafen die rote Laterne an Balingen II abgeben konnte.
„Spiel den Stempel aufdrücken“
In Fellbach konnte sich Daniel Zmpitas am vergangenen Samstag ein Bild von den nächsten beiden Gegnern der Nullachter machen. „Der Sieg von Friedrichshafen war verdient, sie haben mit Emotion alles reingeschmissen“, zollt der 08-Trainer dem VfB Respekt. „Es spricht für die Mannschaft, in so einer Phase so aufzutreten. Das ist eine Arbeitertruppe, die vorne zwei gute Stürmer hat.“ Es sei mit einem zweikampfgeprägten Spiel zu rechnen, weil Friedrichshafen sich nicht hinten reinstellt. Die Situation sei vergleichbar mit dem Spiel gegen Berg: „Wir waren in Berg super da und haben es nur verpasst, uns am Ende zu belohnen. Trotzdem wollen wir dem Spiel unseren Stempel aufdrücken, weil wir gut sind, wenn wir den Ball haben.“
