FSV 08 Bietigheim-Bissingen schaltet SG Sonnenhof aus Markopoulos-Gala im WFV-Pokal

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Konstantinos Markopoulos, der hier Großaspachs Lukas Müller stehen lässt, avancierte zum 08-Pokalhelden. ⇥ Foto: Avanti/Ralf Poller

Der Stürmer trifft beim 3:2-Sieg gegen die SG Sonnenhof nach Verlängerung dreimal für den FSV 08 Bietigheim-Bissingen.

Mit einem Dreierpack hat Konstantinos Markopoulos den FSV 08 Bietigheim-Bissingen am Mittwochabend ins WFV-Pokal-Achtelfinale geköpft respektive geschossen. Der Oberligist vom Bruchwald gewann das Drittrundenspiel gegen die klassenhöhere SG Sonnenhof Großaspach aus der Regionalliga Südwest mit 3:2 (0:0, 2:2) nach Verlängerung. „Wir haben uns nicht an der SG orientiert, sondern uns auf unsere Stärken besonnen. Das war ein interessantes und schweres Spiel. Uns war klar, dass wir auf Augenhöhe sein würden“, sagte FSV-Trainer Markus Lang nach dem Triumph über seinen Ex-Klub.

Großaspach fehlen neun Kicker

Während bei den Nullachtern mit Alexander Götz (Knieoperation), Duc Thanh Ngo (Muskelfaserriss), Fabian Kirsten (Adduktorenprobleme) und Riccardo Gorgoglione (Bluterguss im Oberschenkel) vier Akteure fehlten, musste der Gast sogar auf gleich neun Kicker verzichten, darunter Stützen wie Maximilian Reule, Ken Gipson und Sebastian Schiek. Als einziger Neuzugang stand der aus Breuningsweiler gekommene Loris Hoffmann in der Bietigheim-Bissinger Startelf – der 1,95 Meter große Schlaks überzeugte im defensiven Mittelfeld, genauso wie der noch drei Zentimeter größere Pero Mamic. Der Kroate trumpfte nach seiner Einwechslung ganz groß auf, setzte auch in der Offensive Akzente und leitete nicht zuletzt den späten 2:2-Ausgleich ein.

Der Mann des Abends war aber eindeutig der dreifache Torschütze Markopoulos. „Das ist sein Job“, kommentierte Lang die Torgala des 29-jährigen Griechen schmunzelnd. „Über seine Qualitäten muss man nicht diskutieren, wir sind froh, dass wir ihn halten konnten. Er ist aber auch nur ein Puzzleteil und funktioniert nur in einem Gefüge.“

Den Willen zum Weiterkommen bekundeten seine Schützlinge vor den 600 Zuschauern gleich in den ersten vier Minuten mit drei guten Einschussmöglichkeiten, die Filimon Gerezgiher, Pascal Hemmerich und Markopoulos vergaben. Die vierte Großchance der Bietigheim-Bissinger führte kurz nach der Pause zum 1:0: Nach einer Traumflanke von Kapitän Marius Kunde stand Chefvollstrecker Markopoulos erstaunlich frei und köpfte aus sechs Metern überlegt ein (49.). Wer gedacht hatte, Großaspach würde nun aufdrehen, irrte sich. Die ersatzgeschwächte SG präsentierte sich weiter bieder und harmlos. Aber zweimal war sie dann doch da: Nach einem langen Pass war die Abseitsfalle des FSV ausgehebelt, und der eingewechselte David Hummel überwand den aus seinem Tor stürzenden Henning Bortel (74.). Kurz darauf schoss Nicolas Jüllich zum 1:2 ein und stellte den Spielverlauf auf den Kopf (78.). Doch mit seinem zweiten Kopfballtreffer, nach einer Hereingabe von Mamic, hievte Markopoulos den Oberligisten noch in die Verlängerung.

Dort schlug der Torjäger gar ein drittes Mal zu, diesmal per Strafstoß – Jan Elias Rahn hatte den Arm zuvor im Luftduell zu weit oben, und so war der Ball an dessen Hand gesprungen (97.). Bis zum Ende der Zusatzschicht ließen die Blau-Weißen nichts mehr anbrennen. „Wie wir nach dem 1:2 zurückgekommen sind, zeugt von Motivation, Zusammenhalt und Willen“, lobte Coach Lang sein Team.

SO GEHT'S WEITER

Im Achtelfinale, das bereits am Montag ausgelost wurde, trifft der FSV 08 Bietigheim-Bissingen nun zu Hause auf einen weiteren Regionalligsten – den VfR Aalen. Als Termin steht inzwischen der Mittwoch, 18. August (18.30 Uhr), fest. Der SGV Freiberg tritt bereits am kommenden Mittwoch (19 Uhr) beim Oberliga-Rivalen SSV Reutlingen an. Die Elf von der Kreuzeiche hatte in der dritten Runde überraschend den Vorjahresfinalisten TSG Balingen nach Verlängerung ausgeschaltet. Die weiteren Paarungen: TV Oeffingen – VfL Nagold, TSGV Waldstetten – SSV Ehingen-Süd, Spfr. Dorfmerkingen – Sieger TSV Essingen/TSG Backnang, FSV Hollenbach – FV Ravensburg, TV Darmsheim – SSV Ulm 1846, TSV Berg – Stuttgarter Kickers.

 
 
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