Am Bissinger Bruchwald rollt der Ball seit Mittwochabend wieder. Bei der ersten gemeinsamen Übungseinheit unter der Leitung von Trainer Daniel Zmpitas waren bis auf Andre Sirianni und Komninos Delkos (beide privat verhindert) alle Spieler dabei. Die mit 14 Neuzugängen bestückten Bissinger müssen nun schnell am Zusammenspiel feilen. Denn bis zum ersten Spieltag in der Verbandsliga (8./9. August) sind zwar fünf Wochen Zeit. Aber schon am 25. und 26. Juli steht für die neuformierte Mannschaft mit der ersten Runde im WFV-Pokal das erste Pflichtspiel auf dem Programm. Die ersten Gegner der Nullachter stehen noch nicht fest.
FSV 08 Bietigheim-Bissingen Trainingsbeginn am Bruchwald
Mit einer neuen Mannschaft, die sportlich und menschlich zusammenpassen soll, ist der FSV 08 Bietigheim-Bissingen in die Vorbereitung gestartet.
„Durch das frühe Pokalspiel ist das schon anders als eine Vorbereitung in der Winterpause. Wir haben keine sechs bis sieben Wochen Zeit, um im Training einzelne Aspekte nacheinander anzugehen“, erklärt Nullacht-Trainer Zmpitas. „Eine Periodisierung ist kaum machbar.“ Dennoch hält er grob daran fest, zuerst das Spiel mit dem Ball und dann gegen den Ball in den Fokus zu rücken.
Viele neue Gesichter im Training
Aber nicht am ersten Trainingstag: Da stand bei einem lockeren Einstiegs-Kick erstmal das gegenseitige Kennenlernen und Ankommen am Bruchwald im Vordergrund. Denn mit Jannik Dannhäußer, Luis Weber (beide VfR Heilbronn), Komninos Delkos, Medin Bulic, Ivanilson Guerra Matias, Lukas Mann (alle FV Löchgau) Henry Strahl (SV Fellbach), Marlon Radel (Cal. State/USA), Mirhan Inan (TSG Balingen II), Erind Zogu (FC Holzhausen), Mohamed Baroudi (1. Göppinger SV), Silas Rothkopf, Roman Timoshenko (beide U19 SGV Freiberg) und Keeper Ali Bozatziolou (Calcio Leinfelden-Echterdingen) müssen insgesamt 14 Neuzugänge ins Team integriert werden. Aus dem letztjährigen Kader sind neben den Torhütern Lukas Röser und Leif Lochbrunner nur Kevin Ikpide, Andre Sirianni, Steven und Justin Keklik, Hazir Shala, Mustafa Uslu, Fabio Carneiro de Carvalho und Auron Selimi den Nullachtern erhalten geblieben.
Bei der Zusammenstellung des neuen Kaders war neben sportlichen Kriterien die charakterliche Eignung der Spieler das wichtigste Kriterium. „Wir wollten den Konkurrenzkampf beleben und haben jede Position doppelt besetzt“, erklärt Daniel Zmpitas. „Nach dem Abstieg ging es uns aber auch extrem um den Charakter der Spieler, damit wir eine gute Kabine haben.“ Nicht nur sportlich, auch menschlich soll das neue Team zusammenpassen.
Etwas Nachhaltiges aufbauen
Viele Berater haben ihre Spieler in den letzten Wochen den Nullachtern angeboten. Doch die Bissinger haben eine andere Herangehensweise bei den Transfers verfolgt, wie der Sportliche Leiter Ferdinand Groß bestätigt. „Es war kein einziger Blindtransfer dabei“, beschreibt Groß. „Uns war einfach wichtig, dass wir die Jungs kennen und schon im Vorfeld auch gut einschätzen können, wer zum Team passt.“
Entweder hatten die Neuverpflichtungen mit Groß und/oder Zmpitas vorher bereits zusammengearbeitet oder waren in fast allen Fällen den beiden vorher persönlich bekannt. In einer Zeit, in der Spieler viel wechselwilliger als früher sind, wollen die Nullachter ein Gefüge aufbauen, in dem Spieler gewillt sind, länger als nur eine Spielzeit zu bleiben und die Nullachter als ihr sportliches Zuhause zu sehen.
„Wir wollen für einen dominanten und aktiven Fußball stehen. Das war bei den früheren Stationen von mir auch so“, sagt der 33-jährige Zmpitas, der mit Tyrone Reyinger einen neuen Co-Trainer an seiner Seite hat. Auf ein Saisonziel will er sich nicht festlegen. „Wir natürlich oben mitspielen, aber wir müssen uns erstmal finden und an die Verbandsliga gewöhnen. Erst Mitte Oktober wird man eine Tendenz erkennen können, wo es hingeht.“
