FSV 08 Bietigheim-Bissingen „Wir haben Grenzen verschoben“

Von nac
Nesreddine Kenniche (links) ist kaum vom Ball zu trennen. Mit dem FSV 08 Bietigheim-Bissingen startet er gegen den Freiburger FC in die zweite Saisonhälfte. Foto: /Oliver Bürkle

Der FSV 08 Bietigheim-Bissingen startet gegen den Freiburger FC nach einer im athletischen Bereich sehr fordernden Vorbereitung in die zweite Saisonhälfte.

„Topfit“, wie es Markus Lang ausdrückt, geht der FSV 08 Bietigheim-Bissingen in die zweite Saisonhälfte, die an diesem Samstag (15 Uhr) mit einem Heimspiel gegen das Schlusslicht der Fußball-Oberliga, den Freiburger FC, beginnt. „Das Grundlegende für unser Spielsystem ist die körperliche Fitness. Die Jungs haben schnaufen müssen. Wir sind an Grenzen herangegangen und haben sie teilweise verschoben“, berichtet der Trainer der Nullachter.

Dementsprechend positiv fällt sein Fazit zur Wintervorbereitung aus. Im taktischen Bereich wurden vor allem Defensiv-Automatismen durchgesprochen. „Wir haben zu viele Gegentore kassiert“, bemängelt der Coach und analysiert: „Wir haben eine sehr gute Offensive und sind in jedem Spiel in der Lage, drei, vier Treffer zu erzielen. Manchmal muss aber auch ein Tor reichen.“

An welchen Stellschrauben in der Abwehr zu drehen war, hat Lang zumindest teilweise zusammen mit dem Team erarbeitet. „Wir sitzen alle im gleichen Boot. In gewissen Dingen gebe ich als Trainer die Richtung vor. In anderen treffen wir Entscheidungen gemeinsam. Denn die Spieler müssen hinter den Konzepten stehen und brauchen auch Vertrauen in sie“, berichtet der 08-Trainer.

Kasiar in „blendender Verfassung“

Erfreulich aus Bissinger Sicht ist auch, dass Roman Kasiar seinen Torriecher wieder gefunden hat. Der zweitbeste 08-Goalgetter der Vorsaison hat in den fünf Vorbereitungsspielen acht Treffer erzielt. „Er ist aktuell in blendender Verfassung“, erklärt Lang. „In der Hinrunde hatte er einen schweren Stand. Wenn aber ein Spieler von den sechs bis acht Wochen der Vorbereitung die Hälfte verpasst, ist klar, dass er hinterher hängt. Er ist aber geduldig geblieben und hat hart an sich gearbeitet. Deshalb wird er gegen Freiburg auch in vorderster Front auflaufen.“

Die Offensive ist aber der einzige Mannschaftsteil, der Lang keine Sorgen bereitet. Denn die Verletztenliste umfasst schon wieder fast eine ganze Elf. Steven Keklik (Bänderriss), Niklas Böhm und Adrian Heinle (beide Muskelverletzung), Lukas Böhm (Schambeinentzündung), Valentin Podolsky (Syndesmosebandanriss), Kevin Ikpide (Trainingsrückstand) sowie Luis Weber (Muskelfaserriss) stehen gegen Freiburg nicht zur Verfügung. Bauchschmerzen bereitet Lang die lange Ausfallliste aber nicht. „Wir haben noch genügend Qualität im Kader. Und es geht nicht um einzelne Spieler, sondern ums System“, erklärt der FSV-Coach.

Der FC ist Ableger des großen SC

Vor den Freiburgern hat Lang trotz des Tabellenplatzes Respekt. „Der FC ist in der Regel ein bisschen ein Ableger vom großen SC. Viele Spieler, die jetzt beim FC spielen, liefen in der Jugend für den SC auf und wurden dort technisch und taktisch gut ausgebildet. Sie spielen also einen ansehnlichen Fußball“, ist sich der Bissinger Trainer sicher. „Und die Freiburger brauchen Punkte, damit der Rückstand zu den Nichtabstiegsplätzen nicht zu groß wird.“   Michael Nachreiner

Markus Lang bleibt ein weiteres Jahr am Bruchwald

Der gemeinsame Weg des FSV 08 Bietigheim-Bissingen und seines Trainers Markus Lang ist noch nicht zu Ende. Der Fußball-Oberligist hat den am Saisonende auslaufenden Vertrag mit seinem Übungsleiter um ein weiteres Jahr verlängert. „Keiner hat erwartet, dass wir nach dem Umbruch im Sommer auf dem fünften Platz überwintern. Wir haben 15 neue Spieler integrieren müssen“, berichtet Lang. „Und ich habe vor allem junge Spieler aus unterklassigen Teams geholt. Ich liebe es aber, mit ihnen zu arbeiten und sie weiterzuentwickeln.“

 
 
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