Mit einem klaren Saisonziel ist Fußball-Bezirksligist SV Germania Bietigheim im Sommer in die Spielzeit gestartet: Aufstieg in die Landesliga. Tatsächlich ist die Mannschaft von Trainer Holger Ludwig auf einem guten Weg dorthin: 38 Punkte aus 16 Begegnungen bedeuten Platz eins. Es besteht also kein Grund, vom Saisonziel abzurücken. Besonders die Defensive des Tabellenführers überzeugte bislang: mit nur 14 Gegentoren stellt der SVG mit Abstand die beste Abwehr der Liga.
Fußball-Bezirksliga Jens Krüger: „Meisterschaften werden hinten geholt“
Germania Bietigheim ist Herbstmeister der Bezirksliga Enz/Murr und will in die Landesliga aufsteigen. Besonders defensiv sind die Bietigheimer stark.
„Haben uns die Tabellenführung erarbeitet“
„Das war eine sehr sehr gute Hinrunde von uns. Wir können sehr zufrieden sein“, betont Ludwig. „Wir habe uns die Tabellenführung erarbeitet.“ Dennoch gab es zum Abschluss der Vorrunde einen kleinen Dämpfer. Hatte der SVG zuvor alle seine Heimspiele gewonnen, gab es eine 0:2-Heimniederlage gegen den TSV Merklingen. An der Tabellenführung änderte aber auch dieser Rückschlag nichts. Allerdings kam der schärfte Verfolger TSV Münchingen bis auf zwei Punkte an die Germanen heran. „Es läuft auf einen Zweikampf hinaus. Vor der Saison hatte ich Münchingen zugegeben nicht wirklich als Aufstiegskandidat auf dem Schirm“, gesteht Bietigheims Sportlicher Leiter Claudio Ferrara, der eher Vorjahres-Vizemeister TV Aldingen, den TASV Hessigheim oder die Spvgg Besigheim als stärkste Konkurrenten um die Meisterschaft erwartet hatte. Statt der erwarteten Mit-Favoriten stehen mit Münchingen, dem TSV Heimsheim und dem FV Löchgau II nun drei Aufsteiger in den Top fünf der Tabelle. So erfolgreich die Runde aus Sicht des Tabellenführers bislang auch verlief, so gab es doch auch Rückschläge. Eine 0:4-Niederlage in Aldingen und das wohl schwächste Spiel der Saison, als der SVG zu Hause mit 0:5 gegen den TSV Schwieberdingen aus dem Bezirkspokal ausschied.
„Da haben wir verdient verloren. Unser Ziel war es, weit zu kommen. Die erste Priorität hat aber die Liga“, betont Jens Krüger. Der Torhüter des Herbstmeisters ist gleichzeitig Kapitän der Mannschaft. „Im Vergleich zur letzten Saison haben wir einen Schritt nach vorn gemacht. Jetzt spielen wir deutlich konstanter und stehen vor allem defensiv stabiler als im Vorjahr“, so Krüger, der seit 2013 das Germania-Trikot trägt. „Ziel war es, weniger als ein Gegentor pro Spiel zu bekommen. Das ist Lukas Lohfink, der auch einige sehr gute Spiele gemacht hat und mir auch gelungen“, freut sich der Mannschaftskapitän. „Natürlich haben auch die Abwehrspieler ihren Anteil daran. Wir sind mittlerweile in der Breite so gut aufgestellt, dass wir auch den Ausfall sehr erfahrener Spieler kompensieren konnten.“
Familiäres Umfeld in Mannschaft und Verein
Die Verantwortlichen in Mannschaft und Verein hätten in den letzten Jahren sehr viel richtig gemacht. Neue Spieler wurden geholt, junge Talente gefördert. „Es ist ein sehr familiärer Verein, in dem nicht mit Geld herumgeschmissen wird. Dass es mehrere Spieler gibt, die so wie ich schon sehr lange dabei sind, spricht für sich“, sagt Krüger.
Für wie wichtig er eine stabile Defensive einschätzt, wird bei seiner Einschätzung deutlich: „Ein Spiel kann man vorne gewinnen, aber Meisterschaften werden hinten geholt.“
Bis Anfang Januar haben die Spieler nun Zeit, sich von der langen Vorrunde zu erholen. Am 8. Januar beginnt der Trainings- und Testspielbetrieb, ehe im Februar die Rückrunde beginnt. „Unsere Gegner haben wir uns bewusst ausgesucht. Wir spielen gegen Teams, die uns ähnlich fordern werden wie in den Punktspielen“, so Claudio Ferrara. Das erste Testspiel ist für den 11. Januar beim TSV Affalterbach geplant. Die Rückrunde soll genauso erfolgreich verlaufen wie die Vorrunde, da sind sich Trainer, Sportlicher Leiter und Kapitän einig.
