Drei Jahre lang trainierte Evangelos Sbonias (43) die Regionalligamannschaft des 1. FC Köln, nach genau 100 Punktspielen (39 Siege, 22 Unentschieden) mit der U21 erfolgte zur neuen Saison die Berufung in den Trainerstab des Bundesligateams als Assistent von Chefcoach René Wagner, der im März 2026 Lukas Kwasniok abgelöst hatte. Im BZ-Interview spricht der in Bietigheim-Bissingen geborene „Laki“ Sbonias, wie er in der Fußballszene genannt wird und bekannt ist, über seine Aufgaben, den Reiz der Bundesliga und sein Leben in der Karnevalshochburg am Rhein. „Laki hat in der U21 einen hervorragenden Job gemacht“, begründete Lukas Berg, der Technische Direktor des 1. FC Köln, die Personalie.
Fußball-Bundesliga „Es ist die Spitze in Deutschland, mehr geht nicht“
Der aus Bietigheim-Bissingen stammende Evangelos Sbonias betritt an diesem Samstag als Co-Trainer des 1. FC Köln gegen Hoffenheim die Bundesliga-Bühne.
Herr Sbonias, verfolgen Sie noch die Entwicklung und die Ergebnisse Ihrer früheren Vereine wie dem FV Löchgau, dem SGV Heilbronn-Freiberg oder der SG Sonnenhof Großaspach?
Evangelos Sbonias: Ja. Immer wieder nach Spielende schaue ich auf die Ergebnisse.
Wie lebt es sich in Köln fern der Heimat?
Es ist super für die ganze Familie, die voll mit dabei ist. Wir wohnen inzwischen seit drei Jahren hier, haben uns gut eingelebt und fühlen uns wohl in der Stadt.
Sie sind in der Bundesliga angekommen. Waren Sie überrascht über das Angebot, nach drei Jahren als Cheftrainer der Kölner U21 ins Trainerteam des Bundesligakaders aufzurücken?
Natürlich möchte man sich immer weiterentwickeln, auch als Trainer. Jetzt hat die Konstellation super gepasst. Ich bin sehr froh darüber, dass René Wager, mich mit dazu genommen hat und empfinde das als große Wertschätzung.
Beim Pokalspiel in Würzburg saßen Sie mit Kopfhörer auf der Trainerbank. Welche Aufgaben haben Sie während des Spiels?
Am Spieltag hat jeder im Trainerteam seine Aufgaben. Über den Knopf im Ohr halte ich von der Bank aus sowohl den Kontakt mit den Athletik-Trainern als auch mit den Physios und Spiel-Analysten, die auf der Tribüne sitzen.
Wie sieht Ihr Aufgabengebiet in der täglichen Arbeit aus?
Auch da teilen wir uns auf. Wir bereiten zusammen mit René zum Beispiel den Matchplan und die Gegneranalyse vor. Der Fokus liegt auf der täglichen Arbeit mit der Mannschaft auf dem Platz.
Wie läuft die Zusammenarbeit mit Cheftrainer Wagner?
Die Zusammenarbeit mit ihm, aber auch mit dem gesamten Trainerteam läuft sehr gut, und es macht richtig viel Spaß.
Kanntet Ihr euch schon vorher?
Ja. René war beim FC bereits zwei Mal als Co-Trainer tätig, bevor er im Frühjahr als Chef übernommen hat. Sowohl in der Zeit unter Steffen Baumgart als auch unter Lukas Kwasniok hatten wir den ein oder anderen Berührungspunkt und natürlich läuft man sich auch am Geißbockheim über den Weg.
Auf was freuen Sie sich besonders und was bedeutet es für Sie, jetzt in der Bundesliga dabei zu sein?
Es ist die Spitze in Deutschland - mehr geht nicht. Wir spielen gegen die besten deutschen Mannschaften und messen uns mit den besten Trainern und Spielern, darauf freue ich mich. Die Stadien werden voll sein.
Said El Mala hat seinen Vertrag beim 1. FC Köln verlängert, nachdem es längere Zeit so ausgesehen hatte, als ob er den Verein verlassen würde. Was bedeutet sein Verbleib für den FC?
Wir im Trainerteam, genauso wie alle beim FC, freuen uns sehr, dass er da ist. Er ist ein super Junge, der fußballerisch und menschlich wichtig für unsere Mannschaft ist.
Was trauen Sie dem 1. FC Köln zu, wie lautet das Saisonziel, und wo landet die Mannschaft in der Tabelle am Saisonende?
Das Ziel im Verein ist klar kommuniziert: Wir wollen uns in der Bundesliga stabilisieren und den Klassenerhalt schaffen.
